Höxter (TKu). Der Huxori-Markt kann in diesem Jahr in Höxter nicht stattfinden. Die Werbegemeinschaft hat es sich nicht leicht gemacht mit ihrer Entscheidung und hatte zunächst versucht, an den Plänen für dessen Umsetzung festzuhalten. Es wurden viele Gespräche geführt, auch mit anderen Veranstaltern, aber am Ende sprach sich die Gemeinschaft vieler Gewerbetreibenden in Höxter gegen eine Durchführung des beliebten Stadtfestes aus. Das Risiko sei einfach zu groß, zum einen gesundheitlich für die Besucherinnen und Besucher und zum anderen auch finanziell für sämtliche beteiligte Gewerbetreibenden und die Werbegemeinschaft selbst. Dafür stehen neue Ideen kurz vor der Umsetzung, auf die sich die Bürgerinnen und Bürger freuen dürfen. Es gab laut dem Werbegemeinschaftsvorsitzenden Jürgen Knabe zu viele Argumente, die gegen die Durchführung eines Huxorimarktes 2021 gesprochen haben. Zum einen gäbe es laut Knabe große Unsicherheiten in Hinblick auf die Corona-Pandemie und zum anderen sei auf der Marktstraße noch eine längere Zeit eine Großbaustelle aktiv. Die Tiefbauarbeiten seien nicht kalkulierbar und die Rettungswege müssten frei gehalten werden. Zwischen Café Pammel und H&M wäre eine geforderte Rettungsgasse von vier Metern Breite quasi unmöglich, wie Knabe erklärt. Gerade im Untergrund der vorbereitenden Baumaßnahmen (z.B. neue Versorgungsleitungen) könnten sich Dinge ergeben, die nicht vorhersehbar sind und zu Verzögerungen führen könnten. Hinzu kämen weitere zusätzliche Arbeiten durch die „Westfalen Weser Netz AG“ und Erneuerungen bzw. Instandsetzungen von Hausanschlüssen. 

Die Corona-Pandemie falle jedoch bei der Absage wesentlich mehr ins Gewicht. „Wenn die Absage nur wegen der Baustelle gewesen wäre, hätten wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass Huxori doch stattfinden kann“, sagte Bürgermeister Daniel Hartmann bei der Pressekonferenz am Freitagmittag im Höxteraner Stadthaus. „Aktuell befinden wir uns in Höxter in der Inzidenzstufe 1, aber die Inzidenz steigt, insbesondere im Land NRW, wieder an“, wie Jürgen Knabe erklärt. Eine Einzäunung des gesamten Geländes und die Festhaltung aller Besucherinnen und Besucher sei gar nicht möglich, wie der stellvertretende Vorsitzende der Werbegemeinschaft Höxter, Jens Klingemann, ausführte. Erst drei bis vier Wochen vor dem Stadtfest könnte eine verlässliche Gesetzeslage herrschen – zu spät für die Festplanung. Aufgrund vieler Unsicherheiten und finanzieller Risiken hat sich die Werbegemeinschaft daher für eine Absage des Huxori-Festes entschieden. „Ob die Wochen besser oder schlechter werden, ist eine so große Unwägbarkeit, die wir zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht einschätzen können“, sagt der Werbegemeinschaftsvorsitzende. 

Aber es gibt neue Pläne, die bei einem Brainstorming der Werbegemeinschaft entstanden sind und die von der neuen hauptamtlichen Veranstaltungskoordinatorin der Werbegemeinschaft Höxter, Katharina Vötter, derzeit ausgearbeitet werden. Geplant sind Veranstaltungen, die insbesondere für Familien gedacht sind, die sogenannten „Familien-Frei-Tage“ im Bereich der Marktstraße und des Marktplatzes, um die Innenstadt wieder mehr zu beleben. Diese Events, die immer unter einem anderen Motto stattfinden sollen, sind von Frühling bis Herbst jeweils am zweiten Freitag im Monat in der Zeit von 16 bis 21 Uhr geplant. Wenn es möglich ist, dann soll der erste Familien-Frei-Tag bereits am 10. September unter dem Motto „Baustelle“ stattfinden. Die Einkaufszeiten werden an diesem Tag verlängert sein, es soll „Chill-out-Areas“ geben, Food-Trucks und insgesamt ein erweitertes Gastro-Angebot sowie Spielgeräte für Kinder. Die Familien-Frei-Tage sollen auch nach Corona weiter durchgeführt werden, wie Jürgen Knabe und die Veranstaltungskoordinatorin Katharina Vötter erklären. Der zweite Familien-Frei-Tag ist für den 08. Oktober geplant. Bürgermeister Daniel Hartmann und Dezernatsleiter Stefan Fellmann freuen sich aber jetzt schon auf den Veranstaltungszuwachs, der für Höxter eine große Bereicherung darstelle. 

Fotos: Thomas Kube