Holzminden (red). Die Klasse 9-3 hat vom 26.04. bis 19.05.2021 am Forschungsvorhaben „energie.TRANSFER“ teilgenommen. Das „energie.TRANSFER“-Projekt ist ein Kooperationsprojekt der Leibniz Universität Hannover, des IPN in Kiel und der Universität Duisburg-Essen. Die Schüler und Schülerinnen haben einen digitalen Physikunterricht zum Basiskonzept Energie ausprobiert. In einer von zwölf möglichen digitalen Unterrichtseinheiten ging es darum, wie ein Skateboard in einer Halfpipe ständig die gleiche Höhe erreicht. Entwickelt wurden die Unterrichtseinheiten von Julian Fischer aus Kiel. Vorbereitet und begleitet wurde die Testung von Tatjana Stürmer-Steinmann von der Uni Hannover. 

Für die digitale Umsetzung der Einheiten wurde das Lernmanagementsystem Moodle genutzt und Ipads von der Uni Hannover ausgeliehen. Da sich ein Teil der Klasse zu diesem Zeitpunkt noch im Homeschooling befand, wurden im Hybridmodell die Schüler per Iserv Videokonferenz zugeschaltet. Die Umwandlung der verschiedenen Energieformen erarbeiteten die 26 Schüler und Schülerinnen sehr selbstständig mit Hilfe von Simulationen, ansprechenden Videos über einen Skateboardfahrer in der Halfpipe und in der Unterrichtsstunde durchgeführte Versuche. Dabei wurde zur besseren Darstellung der Reibungsenergie die entstehende Wärme mit Hilfe einer Wärmebildkamera sichtbar gemacht. Im Heimversuch bauten die Schüler und Schülerinnen eine Murmelbahn und simulierten dadurch den Skater in einer Halfpipe. "Das Projekt war eine gute Abwechslung zum normalen Unterrichtsgeschehen. Zudem war es schön, digital und in seinem eigenen Tempo zu arbeiten,“ äußerten sich Maya Lüdtke und Hannah Lembeck. 

Auch ein sehr anschaulicher Pendelversuch wurde im Vergleich zum Schwungholen des Skateboardfahrers von einigen Schülern und Schülerinnen ausprobiert. Die auf der Plattform „Moodle“ zu bearbeitende Fragen beantworteten die Schüler und Schülerinnen der Klasse sehr selbständig. Alina Markworth und Juliana Thönnissen stellten nach Abschluss des Projekts fest: „Wir fanden das Projekt sehr lehrreich und eine sehr gute Abwechslung zum alltäglichen Unterricht. Auch mit Corona war es einfach durch das „Online-Arbeiten“. Durch die bildlichen Darstellungen wurde einem der Unterrichtsstoff spielerisch nahegelegt. Der Spaß ist auch nicht zu kurz gekommen dabei. Auch kleine technische Probleme waren schnell gelöst. Insgesamt war es ein schönes Projekt, welches man auf jeden Fall wiederholen sollte.“ 

Um an dem Projekt teilnehmen zu können, absolvierte die Physiklehrerin Kristin Wendelstorf zunächst vier - auch digitale- Fortbildungen, um einen Einblick in die Konzeption und Administration der Unterrichtseinheiten zu bekommen. Dazu wurde sie zur Plattform Moodle und zum Basiskonzept fortgebildet. Abschluss der Fortbildung war die individuelle Anpassung der Unterrichtseinheit an die Klasse. Als Sicherung erstellen die Schüler und Schülerinnen zum Abschluss des Projekts sehr individuell und kreativ gestaltete Forschertagebücher, um den Inhalt des Projekts nachhaltig zu sichern.

Fotos: Campe