Holzminden (red). Die Hochschulleitung der HAWK hat jetzt die Eckpunkte für die Planung des Wintersemesters 2021/2022 festgelegt: Der Lehrbetrieb soll vorrangig wieder in Präsenz stattfinden. Onlineangebote sind nach wie vor möglich und sollen insbesondere bei Lehrveranstaltungen mit vielen Studierenden genutzt werden, um räumlichen und organisatorischen Druck zu mindern. Gelten sollen die neuen Regelungen ab 1. Oktober. Auch in der Verwaltung, in Laboren und Werkstätten kann an der HAWK schrittweise bereits ab Juli wieder zu mehr Präsenz zurückgekehrt werden. 

„Wir wollen nichts unversucht lassen, zum Wintersemester wieder Präsenzhochschule zu sein. Natürlich können wir heute noch nicht vorhersagen, ob wir eine vierte Infektionswelle durchstehen müssen. Aber sollte sie kommen, werden wir reagieren und unsere Maßnahmen wieder anpassen. Dabei haben wir inzwischen Erfahrungen“, betont HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy. „Die Hochschulleitung ist auch für die Planung zum Wintersemester im regelmäßigen Gespräch mit dem Studierendenparlament (StuPA) und Vertreter*innen der Fachschaftsräte, um Bedürfnisse und Anregungen auszutauschen“, sagt Hudy. Insgesamt sei er zudem sehr zufrieden damit, dass das Wissenschaftsministerium den Hochschulen bei ihrem Vorgehen großen Spielraum lasse und die sehr unterschiedlichen niedersächsischen Hochschulen weitgehend ihren eigenen Weg gehen könnten. Auch innerhalb der HAWK gebe es bei den sechs Fakultäten in Hildesheim, Holzminden je nach Studiengang ganz spezifische Anforderungen. Deshalb gebe die Hochschulleitung bei der Planung die Eckpunkte vor. Die Details und genaue Ausgestaltung liege in den Händen der HAWK-Fakultäten. 

Beschränkungen sollen aufgehoben werden

Die Abstandsregeln und Quadratmeter-Beschränkungen müssen für diese Planungen aufgehoben werden, sodass die Raumkapazitäten weitgehend ausgenutzt werden können. Diese Entscheidung hat die HAWK allerdings nicht allein in den Händen, hierzu müssen auch Verordnungen geändert werden. Gleichzeitig muss die HAWK dafür Sorge tragen, dass besonders Gefährdete und nicht Geimpfte nicht benachteiligt werden. Denn grundsätzlich und auch in Zukunft muss davon ausgegangen werden, dass geimpfte und nicht geimpfte Menschen vor Ort sind. Deshalb sollen auch so viele Schutzmaßnahmen wie möglich und nötig vorgehalten werden – beispielsweise Raumluftfilter in speziellen Räumen oder Plexiglas-Schutzwände bei Arbeitsplätzen mit viel Personenkontakten.

Vorrang bei Präsenzveranstaltungen

Vorrang bei den Präsenzveranstaltungen sollen die Erstsemester, die Abschlusssemester sowie besonders praxisorientierte Veranstaltungen und Lehrformate bekommen.

Maskenpflicht

Auch im Wintersemester 2021/2022 soll nach jetzigem Stand in den Hochschulräumen und bei Lehrveranstaltungen die Maskenpflicht bestehen bleiben. An den Arbeitsplätzen sitzend und damit auch bei Prüfungen darf die Maske abgenommen werden. 

Corona-Schnelltests

Die Hochschule strebt an, Corona-Schnelltests für die Beschäftigten und die Studierenden zur Verfügung zu stellen, damit sich alle Personen zweimal in der Woche testen können. Die Umsetzung und Organisation beziehungsweise Beschaffung der Tests wird in den kommenden Wochen geklärt. Schon jetzt können sich Beschäftigte mindestens zweimal die Woche testen.

Die ersten Schritte zur Öffnung der Hochschule sind aktuell schon realisiert: Studierende können die HAWK-Bibliotheken wieder eingeschränkt nutzen. Zunächst können sie in den Bibliotheken in Hildesheim, Holzminden und Göttingen vor Ort arbeiten. Dazu müssen sie sich online einen Termin reservieren. Die Nutzung der PCs wird vorbereitet. Die eingeschränkte Nutzung der PC-Arbeitsplätze in den allgemeinen PC-Pools wird ebenfalls vorbereitet oder ist stellenweise schon möglich. Auch hier geht es nur mit vorheriger Terminbuchung.

Foto: HAWK