Holzminden (red). Regionalbischof Friedrich Selter ordiniert am Samstag, 4. Juli, Phillipp Sapora in der St. Pauli-Kirche zu Holzminden zum Pastor. „Für mich ist Ihre Ordination heute in vieler Hinsicht etwas ganz Besonderes. Ich freue mich darüber, Ihnen als jungem Kollegen Gottes Segen für Ihr künftiges Wirken zusprechen zu dürfen. Seit dem ersten Mai bin ich Regionalbischof in Osnabrück. Und das ist nun meine erste Ordination. Und diese Premiere findet in einem Kirchenkreis meines ehemaligen Sprengels statt“, sagt der Osnabrücker Regionalbischof. 

Jede Menge Zufälle hätten ihn nach Holzminden geführt, so der 34-jährige Sapora. Zunächst studierte der junge Theologe Chemie – stellte dann aber über Mitarbeit in der Gemeinde fest, dass er gerne mit Menschen arbeiten wolle und entschied sich so für einen Wechsel und ein Studium der Evangelischen Theologie in Berlin und Kiel. Naturwissenschaft und Glaube seien jedoch kein Gegensatz, so Sapora: „Der Geist, der dahintersteckt, funktioniert auch mit dem Urknall zusammen.“ 

„Tendenz Wasser“: Den in Bonn und Berlin aufgewachsenen Pastor zog es nach dem Studium für ein Vikariat nach Ostfriesland in die Christus-Kirchengemeinde in Spetzerfehn. Nun also wieder ans Wasser, dieses Mal an die Weser: Ganz bewusst haben sich Sapora und seine Partnerin Sonja Maria Hövelmann, die am Sonntag, 11. Juli, in der Lutherkirche Holzminden ordiniert wird, für die Leine-Weser-Region entschieden. „Holzminden ist spannend und wir haben uns lange über die Gemeinde informiert.“ 

Zwei weitere Probedienstpastor*innen werden fast zeitlich in Holzminden beginnen. „Wir können Sachen ausprobieren, aber natürlich müssen wir auch sehen, was die Gemeinde braucht und welche Traditionen es vor Ort gibt.“ Dennoch freue er sich darauf, „dass wir hier zusammenarbeiten können“. Phillipp Sapora möchte die Menschen in seiner Gemeinde im Leben und Glauben begleiten und in den unterschiedlichsten Lebenslagen für sie das ein.

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