Kirchbrak (red). Traditionell fand zum Jahresstart am 17. Januar 2026 der Neujahrslehrgang der Karate-Sparte des TSV Kirchbrak statt. Geleitet wurde das Training wie im Vorjahr von Andreas Penk (6. Dan). In diesem Jahr standen sämtliche Einheiten im Zeichen des Kyusho, einer aus Okinawa stammenden Kampfkunst, die sich als „Kunst der Vitalpunkte“ übersetzen lässt.
Kyusho basiert auf dem Wissen der traditionellen chinesischen Medizin und zielt darauf ab, empfindliche Punkte des menschlichen Körpers gezielt zu nutzen, um Angreiferinnen und Angreifer in der Selbstverteidigung wirkungsvoll zu beeinträchtigen. Früher wurde diese Technik überwiegend im Geheimen praktiziert.
Gemeinsam mit Trainingspartnerinnen und Trainingspartnern erarbeiteten die Teilnehmenden verschiedene Anwendungen des Kata-Bunkai aus den fünf Heian-Katas sowie der ersten Tekki-Kata. Dabei wurde die Verbindung zwischen klassischem Karate und Kyusho intensiv trainiert.
Rund 30 Karatekas nahmen mit großer Motivation an dem Lehrgang teil. Sie reisten nicht nur aus den umliegenden Dojos in Kirchbrak, Eschershausen, Holzminden und Alfeld an, sondern auch aus weiter entfernten Orten wie Bleckmar, Verden (Aller) und Braunschweig.
Der Lehrgang bot eine besondere Mischung aus Karate als Kampfsport und Kyusho als traditioneller Kampfkunst. Viele Teilnehmende empfanden diese Kombination als besonders bereichernd. Andreas Penk vermittelte sein umfangreiches Wissen verständlich und praxisnah. Das Training unterschied sich deutlich vom regulären Karate-Alltag und hinterließ bei allen Beteiligten einen sehr positiven Eindruck.
Interessierte Anfängerinnen und Anfänger sowie Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger sind bei der Karate-Sparte des TSV Kirchbrak jederzeit willkommen.



Fotos: TSV Kirchbrak