Eschershausen/Salzgitter (red). Bei den Tischtennis-Landesmeisterschaften am Sonntag, 18. Januar 2026, in Salzgitter sorgte Sören Schway mit einem überraschend starken Auftritt für Aufmerksamkeit. Als Außenseiter gestartet, spielte er sich mit kämpferischen Leistungen und hoher spielerischer Qualität bis ins Viertelfinale und gehörte damit zu den 16 besten Spielern Niedersachsens.
Bereits in der Gruppenphase zeigte sich, dass an diesem Tag mit dem Spieler aus Eschershausen zu rechnen war. In seiner Vierergruppe traf er auf Jacob Hoffmeister, Bastian Neubert und Vincent Senkbeil. Gleich im ersten Spiel gegen den favorisierten Bastian Neubert ging es um eine Vorentscheidung. Trotz mehrfacher Führungen Schways kämpfte sich Neubert immer wieder zurück und führte im entscheidenden fünften Satz bereits mit 8:4. Schway bewies jedoch Nervenstärke, setzte seine starke Vorhand konsequent ein und entschied den Satz mit 14:12 für sich.
Anschließend folgte die Begegnung mit Vincent Senkbeil, der für den Oldenburger TB in der 2. Bundesliga antritt. In dieser Partie musste Schway die spielerische Überlegenheit seines Gegners anerkennen und unterlag mit 0:3, konnte sich im letzten Satz jedoch sichtbar besser auf Tempo und Platzierung einstellen.
Entscheidungsspiel um den Einzug ins Hauptfeld
Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Jacob Hoffmeister musste Schway gewinnen, um sich für das Hauptfeld zu qualifizieren. Nach einem klar gewonnenen ersten Satz schien auch der zweite Durchgang beim Stand von 8:2 bereits entschieden. Hoffmeister stellte sein Spiel jedoch um und holte sich den Satz mit konsequentem Offensivspiel. In einem engen und umkämpften Match behielt Schway schließlich die Oberhand und sicherte sich mit einem taktisch klugen Platzierungsspiel den entscheidenden vierten Satz.
Damit war die Überraschung perfekt: Der Einzug ins Hauptfeld der Landesmeisterschaften bedeutete zugleich einen Platz unter den besten 16 Spielern des Landes. „Zu diesem Zeitpunkt war ich einfach so dermaßen zufrieden, dass ich mich total fokussieren musste, um noch ans Spielen zu denken“, erklärte Schway nach dem Erfolg.
Weiterer Coup im Hauptfeld
Doch damit nicht genug. Im Hauptfeld gelang Schway ein weiterer Achtungserfolg. Gegen das junge Talent Daniel Nagy, der ebenfalls für Oldenburg in der 2. Bundesliga und Regionalliga spielt, entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Erneut bewies Schway seine Anpassungsfähigkeit und Kämpferqualitäten und entschied das Spiel mit 11:9 im fünften Satz für sich. Der Einzug ins Viertelfinale war damit perfekt.
Im Viertelfinale war jedoch Endstation. Gegen Dwain Schwarzer, der später den Titel des Vizelandesmeisters erringen sollte, blieb Schway ohne echte Siegchance und unterlag deutlich in drei Sätzen.
Trotzdem überwog am Ende eine außerordentlich positive Bilanz. Der Viertelfinaleinzug stellt einen der größten Erfolge in der bisherigen Laufbahn von Sören Schway dar. „Das war das erfolgreichste Turnier meines Lebens im Erwachsenenbereich“, resümierte er. Nur gegen die beiden späteren Finalisten zu verlieren und sich mit diesen starken Spielern messen zu dürfen, bezeichnete Schway als besondere Erfahrung, die ihm lange in Erinnerung bleiben werde.
Foto: Schway