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Schauspieler bereiten Anreise vor: Probenbeginn der 60. Gandersheimer Domfestspiele steht kurz bevor / Wieder dabei: Guido Kleineidam Mittwoch, 25. April 2018 10:30 Uhr
Schauspieler bereiten Anreise vor: Probenbeginn der 60. Gandersheimer Domfestspiele steht kurz bevor / Wieder dabei: Guido Kleineidam
Mittwoch, 25. April 2018 09:51 Uhr

Holzminden (red). Für das neue Projekt "Private Klimabündnisse" ist die Klimaschutzagentur Weserbergland gemeinsam mit ihrem Förderverein noch auf der Suche nach Personen aus den Landkreisen Hameln-Pyrmont oder Holzminden, die zukünftig mit Nachbarn, Freunden oder Bekannten gemeinschaftlich etwas ändern und bewusster leben wollen. Dabei erhalten Teilnehmer Unterstützung von der Klimaschutzagentur und einem eigens hierfür entwickelten Computer-Programm und profitieren zudem von vielen weiteren Extras. Interessierten soll so die Chance gegeben werden, sich in gemütlicher und vertrauter Runde – in einem sogenannten Bündnis – auszutauschen und Alternativen kostenlos kennen zu lernen.

Ein Klimabündnis kann aus je vier bis acht Haushalten bestehen. Dass sich die Haushalte bereits vorab kennen, ist aber kein Muss! „Auch einzelne Privathaushalte, die in ihrem näheren Umfeld keine weiteren Interessenten zur Gründung eines Bündnisses finden, können sich bei uns melden“, erklärt Leonie Grothues, Projektleiterin. Für diese Fälle hat die Klimaschutzagentur eine Bündnis-Börse eingerichtet mit der sie versucht, zwischen einzelnen Personen zu vermitteln und daraus Bündnisse entstehen zu lassen. In der Börse warten bereits Interessierte aus Hameln, Bad Münder, Holzminden und Stadtoldendorf auf Menschen, die sich ihnen anschließen möchten. 

Ist der Grundstein gelegt und das Bündnis angemeldet, können sich die Bündnis-Partner mit den Auswirkungen ihres Konsum- und Alltagsverhaltens auseinandersetzen. Hilfestellung bieten nicht nur Experten der Klimaschutzagentur und zusätzliche Events zu Handlungsalternativen, sondern auch das entwickelte Computer-Programm, mit dem die Bündnisse ihren eigenen CO2-Ausstoß ermitteln und Entwicklungen diskutieren können. So lässt sich ganz schnell und einfach beziffern, wie sich der eigene Lebensstil eigentlich auf die Umwelt auswirkt. „Wir wünschen uns, dass Freunde, Nachbarn und Bekannte ab und an zusammenkommen und ihren routinierten Lebensstil mal gemeinsam hinterfragen und auf den Prüfstand stellen“, so Grothues. 

Möchten auch Sie sich solidarisch und „spielerisch“ mit ihren ganz persönlichen Klimaschutzzielen auseinandersetzen und von vielen Extras profitieren? Haben Sie weitere Fragen oder sind Sie auf der Suche nach Bündnis-Partnern? Dann melden Sie sich bei Leonie Grothues unter 05151/95788-33 oder per Mail an grothues@klimaschutzagentur.org. Noch bis zum 31. Mai 2018 kann man sich als einzelner Privathaushalt oder als Gruppe bei der Klimaschutzagentur anmelden. Mehr Infos zum Projekt gibt es unter www.klimaschutzagentur.org/klimabuendnisse.

Die „Privaten Klimabündnisse“ sind ein Projekt des Fördervereins der Klimaschutzagentur Weserbergland e.V. Seit September 2017 ist das Projekt eines von insgesamt 60 Nachbarschaftsprojekten, das vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags mit der Initiative „Kurze Wege für den Klimaschutz“ gefördert wird. Das Ziel: mehr Bewusstsein für einen klimaschonenden Lebensstil bei Privathaushalten schaffen. Das Projekt Private Klimabündnisse ist somit auch Bestandteil des Masterplans 100% Klimaschutz für die Landkreise Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg. Mit Unterstützung der Klimaschutzagentur Weserbergland sollen nun bis Mitte 2018 bis zu zehn private Klimabündnisse in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden gegründet werden.

Foto:

Mittwoch, 25. April 2018 08:12 Uhr

Landkreis Holzminden (red). Die Potenziale, die in der eigenen Familie stecken, erkennen und bei Problemen selbst eine Lösung finden: Diese Ziele stecken hinter dem Familienrat. Seit 2012 zählt der Landkreis Holzminden mit diesem Programm bundesweit zu den Vorreitern. Mit Hilfe von ehrenamtlichen Familienratskoordinator/innen konnte seitdem schon vielen Betroffenen weitergeholfen werden. Jetzt sucht das Familienratsbüro wieder Interessierte, die sich zu solchen Koordinator/innen ausbilden lassen möchten. Eine Aufgabe, die über eine ehrenamtliche Aufwandsentschädigung vergütet wird.

Als Qualifikationen müssen all Diejenigen, die sich für den am 2., 3. Juni und 10. Juni stattfindenden Kurs interessieren, nur das mitbringen, was im modernen Personalmanagement heutzutage als soziale Kompetenz bezeichnet wird. „Wir freuen uns auf Menschen mit Lebenserfahrung und gutem Bauchgefühl“, sagt Petra Müller, die das Familienratsbüro zusammen mit Annette Sienk betreut. Die Familien sollten lernen, ihre Ressourcen besser zu nutzen und Veränderungen zum Wohle der Kinder vornehmen. Das Büro und auch die Koordinator/innen leisteten dabei nur Unterstützungsarbeit. „Es geht darum, Strukturen und getroffene Vereinbarungen einzuhalten“, unterstreicht Müller. Neben dem Bauchgefühl und der Erfahrung zählten aber auch noch andere Eigenschaften, die ein guter Koordinator mitbringen sollte, betont Annette Sienk. „Man muss kreativ sein, sich von den Problemen der Familie abgrenzen können und Vertrauen darin haben, wie viel Kraft in den Familien selbst steckt“, erklärt Sienk. Es gehe darum, Menschen zu helfen, sich selber zu helfen. Der Landkreis regelt mit ähnlichen Mechanismen übrigens seit zweieinhalb Jahren auch sehr erfolgreich Nachbarschaftsräte für Flüchtlinge, um eine besser Integration in die Ortsgemeinschaften zu ermöglichen.

Wer sich als Familienkoordinator engagieren möchte, gerne organisiert und mit Menschen arbeitet, sollte sich für die kostenlose Schulung am 02., 03. und am 10. Juni in Holzminden anmelden. Weitere Informationen über die Aufgabe und die Schulung können im Familienratsbüro des Landkreises unter der E-Mail-Adresse familienrat.holzminden@gmail.com, bei Petra Müller (Tel.-Nr.: 0160-96 48 63 42) oder bei Annette Sienk (Tel.: 0160 – 96 47 09 47) eingeholt werden.

Foto: Landkreis Holzminden

Mittwoch, 25. April 2018 08:12 Uhr

Stadtoldendorf (rus). Es ist die erste große Pause in der Hagentorschule und alle Kinder lauschen gespannt den Worten von Schulleiter Günther Ehling. Gemeinsam mit zwei Schülerinnen und Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders wird der neu gestaltete Schulhof der Grundschule eingeweiht und feierlich eröffnet. Die Kinder dürfen kurz danach stolz das rote Band zerschneiden und endlich die neuen Spielgeräte in Beschlag nehmen. Es dauert gefühlt nur wenige Sekunden, bis auch der letzte Zentimeter auf der neuen großen Kletternetz-Pyramide belegt ist.

Finanziert wurde die Neugestaltung zum einen durch die Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf, die mit rund 25.000 Euro neue Fundamente, tonnenweise Fallschutz und eine große Kletternetz-Pyramide aufbaute. Tatkräftig unterstützt hatte hier Bauamtsleiter Jürgen Meyer und der Samtgemeindebauhof, bei dem sich die Kids am Morgen auch nochmal lautstark bedankten. Zum anderen wurde aber auch ein kleiner Turm mit Rutsche durch die Eltern selbst finanziert. Durch das Schulfest kam hierfür Geld zusammen, das nun in die Erweiterung des Schulhofes geflossen ist. Dabei durften die Kinder im Vorfeld selbst an der Auswahl der Spielgeräte mitwirken, die sie jetzt nun endlich benutzen durften. Grundschulleiter Günter Ehling und Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders wünschten den Kindern über Mikrofon viel Spaß bei der Nutzung der neuen Spielgeräte.

Fotos: rus

Mittwoch, 25. April 2018 08:09 Uhr

Bevern (red). Rund 400 Jahre ist es her, dass Statius von Münchhausen – ehrgeiziger Spross einer alten Adelsfamilie – ein monumentales Bauwerk errichten ließ: das Weserrenaissance Schloss Bevern. Die imposante Anlage mit ihrem charakteristischen Erscheinungsbild hat nichts von seinem ursprünglichen Charme verloren. In der Führung: Schloss Spezial - „Bauhistorische Führungsreihe durch fast 400 Jahre Schlossgeschichte: Perle der Weserrenaissance“ am 5. Mai, steht die erste Bauphase im Mittelpunkt. 1603 war in Bevern Baubeginn. Zur gleichen Zeit entwickelte sich in der Region eine eigene Stilrichtung der Renaissancearchitektur, die mit Gesimsen, reichgestalteten Giebelfronten und Zwerchhäusern typisch für die Region wurde – die Weserrenaissance. Bis heute gilt das Weserrenaissance Schloss Bevern als eines der bedeutendsten und schönsten Denkmäler dieser Bauweise. 

In der Führung stellen die Schlossführer die Besonderheiten der Bauweise und auch das Leben des Bauherren vor. Sie kennen das einzigartige Baudenkmal bis in das kleinste Detail, so dass nach dieser Führung keine Fragen mehr offen bleiben. Die Führung beginnt um 14 Uhr, Treffpunkt ist die Schloss-Information. Erwachsene zahlen für die Führung fünf, Kinder drei Euro. Um Voranmeldung unter 05531/1216436 und 05531/994010 wird gebeten. Weitere Informationen sind bei der Solling-Vogler-Region im Weserbergland, www.solling-vogler-region.de und unter Tel. 05536/960970 erhältlich. 

Foto: SVR

Mittwoch, 25. April 2018 08:00 Uhr

Eschershausen (red). Im 5. Mai ist es wieder so weit: Das Veranstaltungsformat „Konzert im Café" startet in die zweite Runde mit einer Zeitreise in die Vergangenheit. Torsten „Totti" Edler ist ein begeisterter Cat Stevens-Fan. Seit vielen Jahren interpretiert er auf seine eigene Art die Songs seines Lieblingskünstlers im weiten Umfeld um Alfeld und Hildesheim.

Im Mehrgenerationenhaus in Eschershausen spielt der Alfelder seine Auswahl an Songs von Cat Stevens, dem berühmten Songwriter der 70er Jahre, der 2006 nach über 20 Jahren als Yusuf Islam wieder auf die Bühne zurückgekehrt ist. Ausgestattet mit einer Stimme, die der von Cat Stevens stark ähnelt, bekommen die Auftritte von Torsten Edler eine ganz eigene authentische Atmosphäre, die viele alte Erinnerungen wieder aufleben lässt.

Wer also Cat Stevens in Reinkultur erleben möchte, darf sich dieses Event nicht entgehen lassen. Einlass ist am 5. Mai wie immer um 19:00, Beginn ist um 19:30. Informationen über den Künstler und das Konzert sind auch unter www.totti-music.de und www.mehrgenerationenhaus-eschershausen.de einsehbar.

Foto: Totti Music

Mittwoch, 25. April 2018 07:17 Uhr

Stadtoldendorf (red). An der Grundschule in Stadtoldendorf wurde die Einrüstung während der Dachsanierung für das Anbringen von 12 Nistmöglichkeiten in großer Höhe genutzt. Da die Mauersegler Nistmöglichkeiten über sechs Metern Höhe benötigen, ist das Aufhängen von Mauerseglerkästen immer ein größeres Unterfangen. Hohe Gebäude sind ideal, meist aber nur schwer zugänglich.

Deshalb haben Tanja Frischgesell und Torsten Maiwald von der NABU - Kreisgruppe Holzminden schnell reagiert, als das Gebäude der Grundschule für die Dachsanierung eingerüstet war. Samtgemeindebürgermeister Anders und der Schulleiter Ehling konnten schnell begeistert werden und gaben spontan ihr Einverständnis. Mit Unterstützung durch Karl-Heinz und Marcel Köhler konnten dann die Kästen angebracht werden.

Pünktlich zur Rückkehr der Mauersegler aus dem Überwinterungsgebiet Südafrika stellte Torsten Maiwald nun den Schülerinnen und Schülern der an die Nistkästen angrenzenden drei Klassen in der Aula unter Anwesenheit der Schulleitung und einiger interessierter Kollegen die Welt der Mauersegler näher. Nachdem er den Kindern in einem Bildervortrag aus dem Bilderbuch „Die weite Reise der Mauersegler“ von Anne Möller vorgelesen hatte, überreichte er dieses für die Schulbibliothek an die „Mauerseglerbeauftragte“ Frau Janssen und wünschte den Kindern viel Spaß mit ihren Mauerseglern, die hoffentlich bald die neuen Nistmöglichkeiten bemerken werden.

Foto: NABU

Dienstag, 24. April 2018 21:26 Uhr

Holzminden (kp). Als ich mich vor einigen Wochen mit Pastor Christian Bode in seinem Arbeitszimmer getroffen hatte, war er gerade damit fertig geworden, seine Koffer zu packen. Am nächsten Morgen ging sein Flug nach Pyeongchang, dorthin, wo er die deutschen Athleten seelsorgerisch bei den Paralympics begleiten sollte. Bevor ich mich an diesem Tag von ihm verabschiedete, versprach ich dem Pastor, mich später, wenn er wieder in Deutschland sein würde, „Auf einen Kaffee“ mit ihm zu treffen. Ich wollte von ihm natürlich alles über seine Erfahrungen und „Einsätze“ in Pyeongchang erfahren. 

Vergangenen Montag war es dann soweit. Es sollte jedoch alles anders kommen als ich erwartet hatte

Es war der vergangene Montag, als ich noch kurzfristig vor meinem Urlaub einen Termin mit Pastor Christian Bode vereinbaren konnte. „Hallo Kai. Treffen in der Redaktion? Ich komme gern in die Allersheimer Straße“, schickte er mir an diesem Tag per Whats-App. Da war es 7:51 Uhr.

Wir hatten uns wenige Tage zuvor schon auf ein Treffen an diesem Tag, auf 11 Uhr, geeinigt. Einzig der Treffpunkt stand noch nicht fest. Als mir diese Nachricht zugestellt wurde, schlief ich noch. Was wir beide zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten: Etwa zwei Stunden zuvor wurde eine Person in Holzminden von einem Zug erfasst und starb noch am Unfallort.

Um 8.10 Uhr meine Antwort: „Ja, gern.“ Unmittelbar danach schaute ich auf mein Redaktionshandy und wurde über das tragische Ereignis in Holzminden informiert. Ich fuhr sofort zum Ort des Geschehens.

10: 28 Uhr in der Redaktion: Christian Bode schickt mir eine Sprachnachricht und entschuldigt sich. „Es wird später“, sagt er. Er befinde sich zurzeit noch in einem notfallseelsorgerischen Einsatz.

Als ich gegen 8:35 Uhr ankam, lief mir ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn über den Weg. Der Einsatz war schon fast wieder vorbei. Der Zugverkehr war gerade wieder freigegeben worden und Feuerwehrkräfte reinigten den Unfallort.

11: 25 Uhr in der Redaktion: Christian Bode und ich tauschen uns aus. Geprägt von den gemeinsamen Erlebnissen dieses Morgens,  greifen wir sofort das Thema Notfallseelsorge auf.

„Es gibt ein Notfallhandy im Kirchenkreis“, beginnt er zu erzählen. „Dieses wandert wochenweise, von Mittwoch zu Mittwoch, von einem Kollegen zum anderen.“ An diesem Montag ist das Handy im Besitz eines Kollegen in Lauenförde. „Wenn die Leitstelle uns auf diesem Handy alarmiert und Bedarf anmeldet, um am Unfallort seelsorgerisch tätig zu werden oder im Laufe des Tages in engster Zusammenarbeit mit der Polizei eine Todesnachricht zu überbringen, beginnt unser Einsatz“, so Bode. Im Idealfall werde ein solcher Einsatz von einem Kollegen vor Ort abgenommen.

An diesem Morgen hat Christian Bode die Aufgabe, zu koordinieren. Alles zu regeln, damit das seelsorgerische Angebot klappt, wenn es benötigt wird. Die Polizei ermittelt momentan noch. Was der Pastor jedoch weiß: Wenn die Polizei so weit ist, wird sie sich bei ihm melden, um im Beisein eines Seelsorgers den Angehörigen die Todesnachricht zu überbringen. Wenn bei ihm der Anruf eingeht, wird er das Vorhaben an seine Frau, Pastorin Anne-Kathrin Bode, weitergeben. So hatte es der Pastor zuvor koordiniert.

Nachdem ich mich vom Unfallort entfernte, sah ich unmittelbare Anwohner und vorbeigehende Passanten miteinander reden. Sie hatten nichts gesehen, bemerkten aber natürlich die vielen Einsatzkräfte vor Ort. Dann fuhr der Zug, der zuvor einige Stunden still stand, langsam an ihnen vorbei.

11: 45 Uhr in der Redaktion: Wie die Vorgehensweise bei einem notfallseelsorgerischen Einsatz - beispielsweise an einem Unfallort - konkret aussieht möchte ich von ihm wissen. „Da gibt es kein Patentrezept“, antwortet Christian Bode. Erstmal gelte es, das große offene Ohr anzubieten. „Jeder reagiert anders auf den Tod“, weiß Bode, „der eine weint, der andere schreit oder bleibt einfach stumm.“ Ein gutes Ohr und eine gute Wahrnehmung für das, was in der jeweiligen Situation richtig erscheint, seien zumindest Richtlinien seiner Arbeit vor Ort.

„Ich erinnere mich an einen Einsatz in der Rühler Schweiz“, blickt der Notfallseelsorger zurück. Und weiter: „ Es handelte sich um einen Motorradunfall mit einem tödlich Verunglückten. Von der Einsatzleitstelle wurde der dringende Bedarf eines Notfallseelsorgers geäußert. Wenn ich dann vor Ort eintreffe, wende ich mich immer zuerst an den Einsatzleiter. Bei diesem Einsatz wurde sehr schnell klar, dass es drei Einsatzfälle gibt. Die Motorradkameraden des tödlich Verunglückten, die des Schwerverletzten aus der anderen Motorradgruppe und dann natürlich noch das Einsatzteam. In dem Moment wurde mir bewusst, dass ich das nicht allein schaffe.“

Nachdem er seinen Kollegen und leitenden Notfallseelsorger, Stefan Melcher, zur Unterstützung anforderte, musste Christian Bode priorisieren. „Ich wollte zuerst für die beiden Motorradfahrer da sein, die ihren Kameraden verloren hatten“, sagt er.

Seelsorge, für Christian Bode bedeutet dies stets, den Betroffenen erstmal ein Angebot zu machen. „Vielleicht brauchen oder wollen sie ja auch keinen Seelsorger.“ Hier ging der Pastor auf sie zu, stellte sich vor und machte ihnen ein solches Angebot. „Was auch ganz wichtig ist“, so Bode weiter, „dass ich für alle Beteiligten erkennbar bin.“ Wenn Christian Bode also heutzutage vor Einsätzen seine im kirchlichen Lila angefertigte Einsatzjacke überstreift, dann vor allem deswegen, weil ihm die Erfahrung erster Einsätze die Wichtigkeit einer solchen Maßnahme aufzeigten. „Das Gesamtsystem von Rettung funktioniert nur, wenn alle am Einsatz Beteiligten auch für alle erkennbar sind!“

Bei dem Unfall in der Rühler Schweiz lag die Aufgabe konkret darin, und wenn nötig, die zuvor „gesehenen Bilder“ zusammen zu verarbeiten und zu teilen. Für die beiden Motorradkameraden sei es insofern von Vorteil gewesen, da sie die Spitze der Dreiergruppe bildeten, als der Unfall passierte. „Sie hatten also keine tatsächlichen Bilder des Unglücks im Kopf“, erinnert sich Pastor Bode. Anschließend sei über die weitere Vorgehensweise beraten worden. „Fährt man weiter, informiert man die Angehörigen, lässt man sich abholen…“

Gegen 12 Uhr in der Redaktion: Das Handy von Christian Bode klingelt. Es ist die Polizei. Sie habe sich jetzt dazu entschlossen, die Todesnachricht den Angehörigen zu überbringen. Christian Bode beendet unser Treffen. Er muss jetzt seine Frau erreichen. Zuvor soll sich noch mit der Polizei abgestimmt werden, darüber, wer wann was sagt. Die Rollenverteilung beschreibt Christian Bode in solchen Situationen wie folgt: „Die Polizei ist dienstverpflichtet, eine solche Nachricht zu überbringen. Dazu äußert sie sich zu allen Sachfragen, also was genau passiert ist. Alsdann möglich, verabschiedet sich die Polizei wieder. Die Notfallseelsorge ist jedoch die, die bleibt. Wir helfen bei allen weiteren Vorgehensweisen, die nötig sind und bieten der Polizei die Möglichkeit, dass sie schnell weitermachen kann, weil sie weiß, dass die Angehörigen bei uns gut versorgt sind. Insofern ist die Seelsorge ein wichtiger Baustein im System.“

Ich befand mich im Auto, nachdem ich erste Informationen des Zugunglücks an das Back-Office weitergegeben hatte. Ich wollte mich zügig vom Unfallort fortbewegen. Während der Fahrt zurück in die Redaktion freute ich mich auf das Treffen mit Pastor Christian Bode, welches einige Minuten später stattfand. Es war beruhigend zu wissen, dass ich gleich die Gelegenheit bekomme, über alles mit ihm zu reden. Auch über diesen Montag.

Text/ Foto: Kai Pöhl

Dienstag, 24. April 2018 17:36 Uhr

Kreis Holzminden (red). Die B83 bei Steinmühle wird für sieben Jahre gesperrt. Begründung der Straßenbaubehörde: An der Bundesstraße 83 befindet sich im Abschnitt Steinmühle auf Höhe der Ortslage Dölme eine Steilböschung mit rund 1,5 km Länge. Aus der Böschung lösen sich immer wieder Felsbrocken unterschiedlicher Größe und gefährden den Straßenverkehr. Zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit wurde der Hang regelmäßig am Ende der Frostperiode vom Lockergestein befreit und die Schuttkegel geräumt. Vor längerer Zeit wurden bereits Schutzwände im Straßenseitenraum errichtet.

Im Jahr 2011 wurde ein Gutachten zur Analyse der Gefährdungslage erstellt. Ergebnis war, dass zur dauerhaften Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit grundlegende Sicherungsarbeiten an der bis zu 70m hohen Felsböschung bei „Steinmühle" erforderlich sind. Hierzu gehören Stahlnetze am Hang, Steinschlagschutzzäune in mehreren Ebenen und Felsanker zur Sicherung größerer Blöcke. Die Kosten für diese Maßnahmen werden auf ca. 5 Mio. € geschätzt.

Eine Umsetzung der Maßnahmen konnte bisher nicht erfolgen, weil dadurch eine erhebliche Beeinträchtigung des vorhandenen europäischen Naturschutzgebietes (FFH) eintreten würde. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass für die plane¬ rische und genehmigungsrechtliche Lösung des Problems mehrere Jahre benötigt werden. Entweder ist die Straße zu verlegen oder es ist im Rahmen einer Ausnahmeprüfung zum FFH-Recht eine Stellungnahme der EU-Kommission in Brüssel einzuholen mit dem Ziel, doch noch Hangsicherungsmaßnahmen durchführen zu können. Deshalb wurde im Herbst 2017 die Steilwand erneut durch einen Gutachter mit dem Ziel untersucht Sofortmaßnahmen vorzuschlagen, die den Hang für einen Zeitraum von 15 bis 20 Jahren absichern.

Damit sollte der Planungszeitraum überbrückt werden, welcher für die Abstimmung, Durchsetzung und Herstellung der geplanten Varianten notwendig ist. Bei der Untersuchung wurde festgestellt, dass sich die Gefährdungslage vergrößert hat. Um den Zeitraum bis zur Umsetzung der Maßnahmen zu überbrücken, wäre schon ein Großteil der in 2011 vorgeschlagenen Hangsicherungsmaßnahmen mit Netzen, Fangzäunen und Felsankern erforderlich. Diese Sofortmaßnahmen würden aber nach unserer Einschätzung eine erhebliche und damit unzulässige Beeinträchtigung des FFH-Gebietes bedeuten und können infolge dessen nicht umgesetzt werden. Bedingt durch die Gefährdungslage vor Ort bleibt nur eine geordnete Sperrung der Strecke als Sofortmaßnahme.

Die Sperrung ist nach Absprache mit dem Landkreis Holzminden vom 13.04.2018 innerhalb der nächsten 4 Wochen umzusetzen. In einem ersten Schritt wird der Streckenabschnitt zwischen der Kreisstraße 11 und dem Abzweig nach Grave für sämtliche Verkehrsteilnehmer gesperrt. Da die Sperrung voraussichtlich für mehrere Jahre erfolgen wird, ist in einem zweiten Schritt die dauerhafte Umleitung mit z.B. geänderten Plantafeln (Vorwegweiser) erforderlich. Entsprechende Umleitungen werden ein¬ gerichtet. Die großräumige Umleitung wird zwischen Holzminden und Bodenwerder über die Bundesstraßen 64 und 240 geführt. Parallel wird an einer Lösung der Problematik gearbeitet mit dem Ziel, die Straßenverbindung wieder nutzbar zu machen.

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Nach Sommer-Gewitter: Lüerdissen versinkt im Schlamm Dienstag, 24. April 2018 21:08 Uhr
Nach Sommer-Gewitter: Lüerdissen versinkt im Schlamm
Dienstag, 24. April 2018 20:12 Uhr

Kirchbrak (rus). Bei einem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag sorgte die Unachtsamkeit eines Autofahrers aus Kirchbrak für eine Kollision zwischen zwei Fahrzeugen. Glücklicherweise wurden beide Beteiligten an dem Unfall nur leicht verletzt. Den Schaden schätzt die Polizei auf rund 10.000 Euro.

Der Unfallverursacher (41) fuhr mit seinem schwarzen Audi, so schildert die Polizei den Hergang, aus Kirchbrak kommend auf die Bundesstraße 240 und wollte dort links nach Halle abbiegen. Dabei übersah er einen roten Skoda einer Frau aus Eschershausen (60), die gerade in Richtung Eschershausen auf der Straße unterwegs war. Im Kreuzungsbereich kam es zur Kollision der beiden Fahrzeuge, beide Insassen wurden zum Glück nur leicht verletzt und mussten nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Für die Dauer der Unfallaufnahme kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen.

Foto: Archiv

Dienstag, 24. April 2018 13:44 Uhr

Negenborn (red). Am vergangenen Samstag um 14 Uhr wurde die Feuerwehr Negenborn zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Bus in Negenborn alarmiert. Glücklicherweise handelt es sich hierbei nur um eine groß angelegte Übung aus der Bereitstellung.

Ein mit acht Fahrgästen besetzter Bus kippte beim Abbiegen in „den Winkel“ auf einen herannahenden Pkw, welcher sich unter dem Bus verkeilte. Die nach AAO alarmierten Einsatzkräfte fanden dort verletzte, bzw. den Verletzungen erlegene Personen vor.

Die Insassen hatten unterschiedlichste Verletzungsmuster und waren von der Gruppe der Johanniter "realistische Unfalldarstellung" authentisch geschminkt und spielten ihre Rolle sehr realitätsnah. Einige Personen waren nicht mehr ansprechbar. Parallel zur Absicherung des Busses gegen ein weiteres Abrutschen bzw. Umkippen wurden über die Frontscheibe und die Dachluken Zugänge geschaffen. Anschließend mussten Prioritäten für die Rettung vergeben und diese dann durchgeführt werden.

Der zweite Einsatzschwerpunkt war das Absperren und Auffangen von auslaufenden Betriebsstoffen auf fließendem Gewässer. Daher wurde auf dem Forstbach eine Öl-Sperre errichtet.
Die Johanniter übernahmen die Verletzten an der Verletztensammelstelle und betreuten diese. Neben den Rettungsarbeiten an den Fahrzeugen wurde auf der Straße ein Schnelleinsatzzelt aufgebaut. An der Patientenablage mussten die schon geretteten Verletzten gesichtet und untersucht werden, sodass jede betroffene Person die Hilfe bekam, die nötig war.

Vor Ort waren neben den Feuerwehren Negenborn, Bevern und Golmbach auch der Rüstwagen aus Holzminden und ein RTW der Johanniter im Einsatz. Ein großes Dankeschön gilt der Firma NNH (Niedersächsische Nutzfahrzeug Handel GmbH & Co. KG), die den verunfallten Bus und weitere Fahrzeuge zur Verfügung gestellt und in die entsprechenden Lagen gebracht haben, sodass die Übung überhaupt möglich war. Außerdem geht ein großer Dank an unsere Kinderfeuerwehr (Hooptal-Drachen) die ein paar Kinder als Verletztendarsteller zur Verfügung gestellt haben.
Und der Feuerwehr Stadtoldendorf die ebenfalls Verletztendarsteller zur Verfügung stellten.

 

Fotos: Gerrit Hartmann

Dienstag, 24. April 2018 09:48 Uhr

Eschershausen (red). Am Montag, 23. April, gegen 12.40 Uhr wurde die Polizei informiert über eine Gefahrenstelle durch aufgewühltes Erdreich auf der Bundesstraße B64 (Negenborn - Eschershausen). Auf der geraden Gefällestrecke unmittelbar vor der Ortschaft Eschershausen hat ein bisher nicht bekannter Lkw nach Abkommen von der Fahrbahn nach rechts wohl Schlimmeres verhindern können und ist nach dem Gegenlenken zurück auf die Fahrbahn gelangt.

Durch das Manöver wurde allerdings die Bankette großflächig aufgewühlt und zwei Leitpfosten beschädigt. Das Schadensereignis wurde nicht der Polizei mitgeteilt und ergab sich erst bei der Inaugenscheinnahme der gemeldeten verschmutzten Fahrbahn. Die alarmierte Straßenmeisterei in Eschershausen beseitigte die Verunreinigung der Fahrbahn. Der Mitteiler der Gefahrenstelle sowie weitere Zeugen des Hergangs sind bisher nicht namentlich bekannt und können ggfs. wertvolle Hinweise zur Klärung des Sachverhaltes in dem stark frequentierten Streckenbereich beitragen. Entsprechende Meldungen werden erbeten an die Polizei in Stadtoldendorf (05532/90130).

Foto: Polizei

Montag, 23. April 2018 14:25 Uhr

Bodenwerder (r). Strahlend blauer Himmel, eine Vielzahl von Motorradfahrern und motivierte Einsatzkräfte waren die beste Voraussetzung für die Kontrolle am vergangenen Sonntag. Auf der Landesstraße 580 im Bereich der Ortschaft Rühle war unter anderem anlässlich des Kirschblütenfestes in der "Rühler Schweiz" ein besonders hohes Verkehrsaufkommen zu verzeichnen. Mit Beginn der Motorradsaison waren schon die ersten Beschwerden über laute Krafträder und rasante Fahrer aus der von den Bikern sehr beliebten Gegend zu vernehmen. Zudem war im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Anstieg der Motorradunfälle zu verzeichnen.

Während in 2016 eine Person getötet wurde, erhöhte sich die Zahl der tödlich verunglückten Biker im Jahr 2017 auf vier. Aus diesem Grund wurde im Rahmen der Verkehrssicherheitswoche des Polizeikommissariats Holzminden in Zusammenarbeit mit der Kreispolizeibehörde Höxter eine groß angelegte "Biker"-Kontrolle durchgeführt. Ziel war es, die Motorradfahrer zu erreichen, um genau den o. g. Lärmbelästigungen entgegenzuwirken und eben diese schweren und traurigen Unfälle zu verhindern. Um die Tragik eines schweren oder gar tödlichen Motorradunfalls zu veranschaulichen, hatte die Polizei aus Bodenwerder für die Kontrolle am vergangenen Sonntag eine kleine Ausstellung auf die Beine gestellt.

Auf dem Parkplatz wurde das Motorrad-Wrack eines tödlich verunglückten Bikers gezeigt. Es ist ein Ausstellungsstück der zentralen Polizeidirektion in Hannover, welches zu präventiven Zwecken zur Verfügung gestellt wird. Eigentlich ein schockierendes Objekt, dieses verunfallte Motorrad; denn der Biker überlebte den Crash nicht. Aber genau das schien die kontrollierten Motorradfahrer an diesem Tag zu beeindrucken und emotional zu berühren. Die Reaktionen umfassten Kommentare wie "Ja, so kann es kommen..." oder ein reumütiges "Nee, lieber nicht; dann lieber langsam fahren..." So war es von den meisten, ganz unabhängig von Alter, Gesinnung und Geschlecht zu vernehmen.

Insgesamt kontrollierten die auf Motorräder spezialisierten Beamten in Rühle 57 Kradfahrer; bei 16 Bikes gab es Beanstandungen. Neben einigen Fahrzeugen mit technischen Mängeln und Veränderungen wurden bei einem Motorrad Reifenmängel, und bei vier Krädern die im falschen Winkel angebrachten Kennzeichen bemängelt. Ein Motorradfahrer musste von ihm vorgenommene Veränderung "zurückschrauben", bevor er weiterfahren konnte. Zehn der kontrollierten Biker mussten Verwarngelder zwischen 15 Euro und 50 Euro zahlen; gegen sechs weitere wurden auf Grund gravierender technischer Mängel Bußgeldverfahren eingeleitet. Zeitgleich führten Beamte der Kreispolizeibehörde Höxter Geschwindigkeitskontrollen durch. Sie stellten neun Verstöße bei Motorradfahrern fest, von denen einer mit 49 km/h zu schnell fuhr und nun einen Monat zu Fuß gehen muss.

Foto: Polizei

Montag, 23. April 2018 10:43 Uhr

Delligsen (r). Eine abgängige Person einer Delligser Seniorenresidenz sorgte am Sonntagmittag für einen Großeinsatz von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr. Ein 83-jähriger Senior wurde seit den frühen Morgenstunden vermisst.

Mit dem Einsatzstichwort Personensuche wurde die Johanniter Hundestaffel Südniedersachsen, die BRH Rettungshundestaffel Dreiländereck Holzminden und die Freiwillige Feuerwehr Delligsen durch die Kooperative Regionalleitstelle Hameln alarmiert. Eingeleitete Suchmaßnahmen durch das Personal der Residenz und der Polizei blieben bisher erfolglos. Zügig wurde ein Bereitstellungsraum für die anrückenden Kräfte in der Delligser Hilsstraße eingerichtet. Unter der Koordinierung der Führungskomponente der Johanniter-Unfall-Hilfe Südniedersachsen wurden Suchabschnitte gebildet, um die vermisste Person schnellstmöglich zu finden.

Die ausgerückte Feuerwehr Delligsen unterstützte mit insgesamt fünf Fahrzeugen und rund 45 Einsatzkräften die Suchmaßnahmen. Zusätzlich wurden Flächensuchhunde der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Holzminden und Hannover, sowie dem Deutschen Roten Kreuz Empelde eingesetzt. Gesucht wurde in der kompletten Ortschaft Delligsen. Zusätzlich wurden sämtliche Kreis-, Haupt- und Nebenstraßen abgesucht. Durch aufmerksame Passanten konnte der gesuchte Heimbewohner nach knapp zwei Stunden, ohne jegliche Blessuren, in der Nähe der Wellenspringstraße in der Delligser Ortschaft Kaierde aufgefunden werden. Nach kurzer Behandlung vor Ort, wurde der Senior unverletzt der Seniorenresidenz übergeben. Der Einsatz der Rettungskräfte konnte somit beendet werden. Insgesamt waren rund 80 Einsatzkräfte vor Ort.

Quelle/ Foto: Hendrik Meier

Montag, 23. April 2018 08:57 Uhr

Holzminden (red). Zu einem tragischen Unfall ist es am frühen Montagmorgen gegen 5:45 Uhr in Holzminden gekommen. Auf der Bahnstrecke zwischen Holzminden und Stadtoldendorf, im Bereich Siekenweg und Stettiner Straße, wurde eine Person von einem Zug erfasst. Nachdem die Bahnstrecke bis circa 8:45 Uhr für den Zugverkehr gesperrt war, ist die Strecke zurzeit wieder freigegeben. Die genauen Umstände des schrecklichen Unfalls stehen aktuell noch nicht fest.

Foto: red

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Politik
Rentenerhöhung für Ost und West beschlossen - SPD-Bundestagsfraktion plant weitere Verbesserungen Mittwoch, 25. April 2018 12:52 Uhr
Rentenerhöhung für Ost und West beschlossen - SPD-Bundestagsfraktion plant weitere Verbesserungen
Samstag, 21. April 2018 09:29 Uhr

Kreis Holzminden (red). 50 Personen aus den Orten Delligsen, Eschershausen, Hehlen, Hohenbüchen, Holzen und Stadtoldendorf besuchten am Donnerstag die heimische Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt im Landtag in Hannover. Unter den Gästen der SPD-Bürgermeisterkandidat der Samtgemeinde Eschershausen-Stadtoldendorf Alexander Müller sowie die letztjährige „The Voice Kids“ Siegerin Sofie Thomas.

Nach dem Eintreffen in Hannover  wurde die Gruppe von Sabine Tippelt auf der Landtagstreppe begrüßt. Im Anschluss führte der Besucherdienst des Landtages die Gäste aus Holzminden auf ihre Tribünenplätze. Von dort konnten sie eine Stunde dem aktuellen Geschehen im Plenarsaal folgen und einen Einblick in den Ablauf einer Plenarsitzung erhalten. Im Anschluss folgte noch ein Erinnerungsfoto mit Sabine Tippelt.

Damit war der offizielle Teil des Landtagsbesuches beendet und Tippelt lud die Gruppe zu einem gemeinsamen Abendessen ein. Hierbei bot sich für alle Beteiligten die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch. Thema des Gesprächs war dabei unter anderem die Einführung der Beitragsfreiheit bei der Ü3 Betreuung, in Niedersachsens Kindertagesstätten ab 01.08.2018. Aber auch der Ablauf einer Plenarwoche, sowie die tägliche Arbeit der Landtagsabgeordneten sorgte für angeregte Diskussionen. Zwei gesellige Stunden verbrachten die Gäste gemeinsam mit Sabine Tippelt. Im Anschluss waren alle sehr zufrieden und bezeichneten den Besuch im Niedersächsischen Landtag als überaus lohnenswert.

Foto: SPD

Freitag, 20. April 2018 03:03 Uhr

Delligsen (red). Bei der Delegiertenversammlung des Gemeindeverbandes der Delligser SPD, standen die Neuwahlen des Vorstandes im Mittelpunkt. Die Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt wurde dabei zur neuen Vorsitzenden gewählt. Wolfgang Woitag und Markus Oppermann übernehmen die Posten der stellvertretenden Vorsitzenden.

Auch auf dem Posten der Kassiererin gibt es eine Neubesetzung. Rita Nienstadt übernimmt das Amt von Theodora Panitz, die dieses über 20 Jahre innehatte. Neue Schriftführerin ist Regina Fricke. Als Beisitzer wurden Walter Vackier, Bodo Hage, Heinz jürgen Siegel, Dirk Knackstedt, Andreas Feldgiebel, Herwart Argow, Bjarne Allruth, Walter Nehrig, Ulrike Müller und Thomas Jördens gewählt.  Neben Theodora Panitz wurden Birgit Feichtinger und der langjährige Vorsitzende Michael Bauermeister mit großem Dank aus dem Vorstand verabschiedet.

Neben den Wahlen gab es einen kurzen Rückblick auf die Bundes- und Landtagswahlen im vergangenen Jahr, bei denen die SPD im Flecken Delligsen wieder einmal hervorragend abgeschnitten hatte.

Foto: SPD Gemeindeverband Delligsen

Donnerstag, 19. April 2018 13:35 Uhr

Kreis Holzminden (r). Am Montag, den 17. April, nahmen die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Bundestagsfraktion, Katja Mast, und der heimische Bundestagsabgeordnete Johannes Schraps am 24. Tag des Kindeswohls in Holzminden teil.

Die Jahreskonferenz wird von der „Stiftung zum Wohl des Pflegekindes" mit hochkarätigen Gästen aus Wissenschaft und Praxis aus dem gesamten Bundesgebiet organisiert. Die große Resonanz mit mehreren hundert Teilnehmern verdeutlichte das interessante Programm für Pflegeltern, Jugendämter und andere soziale Einrichtungen.

Katja Mast, in der Bundestagsfraktion als stellv. Fraktionsvorsitzende zuständig für die Themen Arbeit und Soziales sowie Familie, Senioren, Frauen und Jugend machte deutlich, wie wichtig es ist, dass Pflegeeltern und auch die Kinder, mehr öffentliche Anerkennung erfahren. "Pflegefamilien brauchen mehr politische Unterstützung und bessere Rahmenbedingungen. Dazu ist es wichtig, dass auch in der Öffentlichkeit und in den Medien mehr über die gelungenen Biografien berichtet wird. Für meinem Geschmack sind die medialen Darstellungen zu oft negativ z.B. indem sie als Täter in Krimis vorkommen. Dabei ist es eine wichtige und schöne Aufgabe Kindern ein Zuhause zu geben, das ihnen hilft ihre Traumata zu überwinden", so Mast.

Johannes Schraps: "Persönlich halte ich es für ausgesprochen wichtig, dass eine möglichst große Kontinuität für die Pflegekinder gewährleistet wird. Werden Pflegekinder immer wieder aus einem Familienverbund herausgerissen, in den sie sich mühevoll hineingefunden haben, dann ist das für die Entwicklung der Kinder alles andere als förderlich. Jede Neuorientierung wirft den Entwicklungsprozess zurück und ist auch für die Pflegefamilien nicht leicht".

Katja Mast, MdB berichtete aus ihrem eigenen großen Erfahrungsschatz. Sie ist selbst Pflegemutter. Gemeinsam mit ihrem Mann betreut sie zwei Pflegekinder. Schon in den Koalitionsverhandlungen hat sie die Rechte von Kindern und Jugendlichen im Blick gehabt und als Verhandlerin für die SPD durchgesetzt, dass Kinderrechte ins Grundgesetz aufgenommen werden.

Foto: SPD 

Donnerstag, 12. April 2018 16:03 Uhr

Stadtoldendorf (r). Zum Thema Breitbandausbau hat die CDU Kreistagsfraktion die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in das „Haus am Eberbach“ in Stadtoldendorf eingeladen. Das Interesse war groß, denn der zuständige Sonderstaatssekretär aus dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Stefan Muhle, stand den Kommunalpolitikern aus der Region Rede und Antwort. „Für den ländlichen Raum ist das schnelle Internet die entscheidende Zukunftsaufgabe“, machte Uwe Schünemann gleich bei der Begrüßung deutlich. Viele offene Fragen blieben in der Vergangenheit unbeantwortet. Endlich habe die Landeregierung die Kompetenzen bei dem Thema „Digitales“ gebündelt. Stefan Muhle sei jetzt der Ansprechpartner für die Kommunen. „Sie sind das Gesicht der Landesregierung für den überfälligen flächendeckenden Breitbandausbau“.

Der aus Melle stammende Jurist kennt die Probleme des ländlichen Raumes genau. In den vergangenen Jahren war er als 1. Kreisrat im Landkreis Osnabrück tätig und in dieser Funktion auch für den Breitbandausbau zuständig. Davor sammelte er Erfahrung in der Landesregierung sowohl im Kultusministerium als auch in der Staatskanzlei. Noch nicht einmal 100 Tage im Amt besuchte der Staatssekretär den Landkreis Holzminden. Spätestens nach den eindringlichen Schilderungen der Kommunalpolitiker über die mangelnde digitale Infrastruktur in dieser Region, wird Stefan Muhle die Dimension seiner Aufgabe deutlich geworden sein. So stellt er auch klar: „Mir ist bewusst, welche Erwartungen mit meiner neuen Funktion verbunden sind“. Allerdings könnten die Versäumnisse der letzten 10 Jahre nicht Übernacht beseitigt werden.

Die Landesregierung werde nunmehr mit Hochdruck insbesondere den ländlichen Raum beim Breitbandausbau unterstützen. Erstmalig würden Landesmittel zur Verfügung gestellt. Dafür werde ein Sondervermögen von 1 Mrd. € aus den Haushaltsüberschüssen gebildet. Mit 500 Mio. € werde man noch in diesem Jahr starten. Zusätzliches Geld würden die Probleme allerdings nicht allein lösen. Die komplizierten Vorgaben der europäischen Union, die bürokratischen Förderkriterien des Bundes und das „Rosinenpicken“ der Telekommunikationsunternehmen verhinderten in der Vergangenheit einen schnellen Erfolg. Das Festhalten an der „Vectoring“-Lösung der Telekom und die damit verbundene Förderung der veralteten Kupferdraht-Technik seien auch nicht hilfreich gewesen.

Sicherlich könne Niedersachsen allein das Rad nicht neu erfinden. Dennoch wolle man mit dem eigenen Förderprogramm unbürokratisch helfen. Dazu sei aber eine EU-Notifizierung erforderlich. Einfach etwas auf die bestehenden Programme draufzusatteln, würde wenig bringen. Bis zum Sommer werde die Landesregierung einen Masterplan „Digitales“ erstellen. Dabei würden die sogenannten „weißen Flecken“ identifiziert. Zusammen mit den Kommunen und der Wirtschaft sollen dann individuelle Lösungen erarbeitet werden.

Wie sehr die Zeit drängt, machten die Bürgermeister unmissverständlich deutlich. „Wenn nicht kurzfristig das Gewerbegebiet der ehemaligen Kaserne in Stadtoldendorf an das Glasfasernetz angeschlossen wird, stehen Arbeitsplätze auf dem Spiel“, schlägt Samtgemeindebürgermeister Wolfgang Anders Alarm. Burghard Lein von der Firma Schott ergänzt: „Ohne Glasfaser werden wir bald durch die Umstellung auf Voice over IP nicht einmal mehr telefonieren können.“ Ähnlich argumentiert die Samtgemeindebürgermeisterin Tanya Warnecke: „Mir geht es um die Zukunft der Arbeitsplätze aber auch um die Zukunft unserer Kinder“. Ohne leistungsstarke Internetverbindungen an den Schulen könne moderner Unterricht nicht angeboten werden. Es sei nicht zu akzeptieren, dass Schüler aus den Dörfern ohne Internet schulisch benachteiligt würden.  

Dabei war der Landkreis Holzminden in den letzten Jahren nicht untätig. „Seit 2009 wird der Breitbandausbau aktiv unterstützt“, so M. Karwasz von der Wirtschaftsförderung. Immerhin seien knapp 9800 Wohngebäude über Vodafone (bis 200 Mbit/s) und 8.900 von der Telekom (bis 100 Mbit/s) an das Breitband angeschlossen. Weitere Ausbaustufen für alle Bereiche, die unter 30 Mbit/s versorgt sind, sollen bis 2020 folgen. Die negativen Erfahrungen mit der Firma Sewikom, die 550 Wohngebäude über Richtfunk versorgen, schilderten die Bürgermeisterin aus Holenberg und der Bürgermeister aus Heinsen sehr anschaulich. „Wir sind hier über Jahre vertraglich gebunden und erreichen die Verantwortlichen kaum“, so Reiner Wölk. Uwe Schünemann treibt noch etwas anderes um: „Bereits geförderte Gebiete dürfen bei dem jetzt richtigen aber neuen Ansatz der Bundesregierung, zukünftig nur noch Glasfaser möglichst bis in jedes Haus zu fördern, nicht leer ausgehen.“ Bisher sei lediglich ein Ausbau bis zu 50 Mbit/s gefördert worden. 

Einen ganzen Strauß von Wünschen und Anregungen konnte der Sonderstaatssekretär mit nach Hannover nehmen. Bei der Lagebeurteilung waren sich die Kommunalpolitiker und der Landespolitiker in nahezu allen Punkten einig. Auf eines machte Stefan Muhle aber schon aufmerksam: „Schnelles Internet zum Nulltarif wird es nicht geben können“. Gas und Strom seien auch nicht umsonst zu haben. Selbstverständlich müssten die Kosten auch für Unternehmen bezahlbar bleiben. „Ich werde mich um die drängendsten Probleme persönlich kümmern“, versprach der Staatssekretär. Dazu zähle insbesondere der Glasfaseranschluss der Gewerbegebiete. Das Wirtschaftsministerium kämpfe um jeden Arbeitsplatz – aber vor allem im ländlichen Raum.

Foto: CDU

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Wirtschaft
Roxy Holzminden: Das neue Kinoprogramm Dienstag, 24. April 2018 13:24 Uhr
Roxy Holzminden: Das neue Kinoprogramm
Montag, 23. April 2018 09:25 Uhr

Kreis Holzminden (r). Heute Schüler, morgen Azubi – der Countdown läuft: Rund fünf Monate vor dem Start des neuen Ausbildungsjahres registriert die Arbeitsagentur noch 388 offene Lehrstellen im Landkreis Holzminden. Darunter sind 20 freie Ausbildungsplätze in Hotels und Gaststätten. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. Die Palette an Berufen in der Gastro-Branche reiche vom Koch über die Hotel- und Restaurantfachfrau bis zum Kellner als Fachkraft im Gastgewerbe. Vom Luxus-Hotel mit Gourmetküche bis zum Schnellrestaurant, von der Frühstückspension bis zum Tagungshotel: „Wer sich in seinem Beruf später weiterentwickeln will, der braucht eine solide Ausbildung als Fundament“, sagt Claudia Tiedge.

Die Geschäftsführerin der NGG Hannover empfiehlt Jugendlichen, bei der Auswahl des Ausbildungsbetriebes genau hinzugucken: „Das Geld, das ein Azubi verdient, muss passen. Dafür hat sich die NGG starkgemacht und per Tarifvertrag eine Ausbildungsvergütung herausgehandelt. Die sollte der Ausbildungsbetrieb auf jeden Fall bezahlen. Wichtig ist, sich hier nicht über den Tisch ziehen zu lassen.“

Die NGG appelliert an die Ausbildungsbetriebe im Kreis Holzminden, bei interessierten Jugendlichen „nicht zu stark auf den Schulabschluss und auf die Noten zu schielen“. Natürlich seien Mathe, Deutsch und gerade auch Fremdsprachen im Gastgewerbe wichtig. Aber auch wer kein Musterschüler sei, müsse die Chance haben, mit anderen Qualitäten wie Kommunikationsfreude und Teamfähigkeit zu punkten. 

„Und ganz wichtig: Der Abschluss eines Ausbildungsvertrages ist keine Einbahnstraße. Jugendliche sollten den Betrieb, für den sie sich interessieren, genau unter die Lupe nehmen. Erst wenn sie überzeugt sind, dort auch drei Jahre Lehre motiviert durchzuziehen, sollten sie den Ausbildungsvertrag unterschreiben“, so Claudia Tiedge.

Hier biete ein Vorab-Praktikum im Betrieb eine gute Orientierung. Ebenso das Gespräch mit anderen Azubis, die ihre Ausbildung dort bereits machen. „Entscheidend ist, dass sich ein Ausbildungsbetrieb um die Azubis kümmert. Dazu gehört ein fester Ansprechpartner. Aber gerade auch Respekt und Wertschätzung sind wichtig. Und, dass die Azubis nicht als billige Arbeitskräfte eingesetzt werden, sondern dass sie das lernen, was sie für die Prüfung und für ihr späteres Berufsleben auch brauchen“, so NGG-Geschäftsführerin Claudia Tiedge. Auch im Internet informiert die NGG Jugendliche aus dem Landkreis Holzminden zu ihren Rechten und zu Themen rund um den Berufseinstieg in die Gastronomie, Hotellerie und Nahrungsmittelproduktion. Und zwar unter: http://www.ngg.net/.

Montag, 23. April 2018 08:14 Uhr

Holzminden (as). Ganz nach dem Motto „Auf in ein neues Leben- erst Holzminden, dann die ganze Welt“ präsentierten Auszubildende von Symrise, Tesium und Symotion sich und ihren auserwählten Ausbildungsberuf.

Erst Holzminden, dann die ganze Welt

Unter diesem Slogan repräsentierten junge Auszubildende sowie Ausbildungsleiterin Petra Brychcy die neun Ausbildungsberufe, die bei Symrise, Tesium und Symotion angeboten werden. „Symrise hat viel Vertrauen in seine Auszubildende“, erzählt Chemielaborantin Julia. Genau diese Tatsache umschreibt ihr Motto. Denn neben abwechslungsreichen Tätigkeitsbereichen hält Symrise einige Hilfestellungen für seine jüngsten Mitarbeiter bereit.

Neben der Unterstützung bei der Wohnungssuche, dem Pendeln zwischen Universität und Wohnort, werden auch Auslandsaufenthalte geplant. Damit legt Symrise den Grundstein für seine Auszubildende, erst in Holzminden Fuß zu fassen und anschließend in der ganzen Welt erfolgreich zu sein.

Werksunterricht festigt Sprachkenntnisse und erworbene Kompetenzen

Neben dem gewöhnlichen Berufsschulunterricht und den Vorlesungszeiten in der Universität in Göttingen erhalten Studierende und Schüler bei Symrise durch den werkseigenen Unterricht die Gelegenheit, das Gelernte zu festigen und darüber hinaus Kompetenzen zu erweitern. „Für unseren Auslandsaufenthalt lernen wir im Werksunterricht zusätzlich Spanisch und Englisch“, berichtet Nike Carlotta Rasch, Dualstudentin des Bachelorstudiengangs Business Administration. Auch Grundlagen der Wirtschaft, Makro- und Mikroökonomie wird den Schülerinnen und Schülern nahegebracht. 

Happy End bei Symrise garantiert

„Unsere Ausbildung kann man mit einem sehr guten Kinofilm vergleichen. Für uns gibt es immer ein Happy-End“, erzählt Margareta Schultheiß, die während der Ausbildungszeit bei Symrise ihre beste Freundin, Jordis Multhaup kennenlernte. „Trotz der Größe der Firma sind wir alle wie eine kleine Familie“, pflichtet Jordis bei. Durch den firmeneigenen Chor „Symvocals“ und der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit bilden alle Auszubildende ein großes Netzwerk.

Auszubildende für 2019 stehen in den Startlöchern

„Wir bilden zurzeit insgesamt 140 Auszubildende aus, für August 2018 haben wir bereits auch einige neue Azubis“, stellt Ausbildungsleitung Petra Brychcy erfreut fest. Durch die Zusammenarbeit und Kooperation mit Schulen oder durch Berufsorientierungstage geben wir Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, unser Unternehmen kennenzulernen. Auch am Tag der Ausbildung kamen Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Höxter gemeinsam mit ihrem Lehrer Dirk Nahrwold nach Holzminden, um sich zu informieren. 

Durch Praktika und Schnuppertage sammeln Jugendliche und ihre Eltern gemeinsam Informationen über die verschiedenen Ausbildungsberufe. Durch den Austausch mit den Auszubildenden erhält man zudem wichtigste Informationen aus erster Hand.

Donnerstag, 19. April 2018 12:34 Uhr

Holzminden (r). Der Sommer steht vor der Tür und die ersten Sonnenstrahlen locken viele Menschen ins Freie an den Grill. Für Snacks, Saucen, Fleischprodukte und Co. hat Symrise eine Geschmackslösung entwickelt, die diesen einen natürlichen Grillgeschmack verleiht. Grillicious stellt eine hervorragende Alternative zu traditionellen Grill-Aromen dar, die aufgrund einer EU-Vorgabe ab dem 22. April 2018 nicht mehr verwendet werden dürfen.

Aufgrund dieser Umsetzungsverordnung der Europäischen Union (EU) aus dem Jahr 2012 benötigt die Lebensmittelindustrie nun Geschmackslösungen, die im Einklang mit den neuen Richtlinien stehen und gleichzeitig vergleichbare Geschmacksergebnisse garantieren. Mit Grillicious von Symrise erhalten Lebensmittelhersteller eine passende Lösung für ihre Produkte. „Wir haben Grillicious auf Basis der neuen EU-Vorgaben entwickelt und damit unser hochwertiges und zuverlässiges Angebot an Geschmacks- und Inhaltstoffen ausgebaut“, sagt Simone Ehbrecht, Marketing Director Culinary EAME Flavor Division Symrise. „Mit Grillicious erhalten unsere Kunden ein Grill-Aroma mit dem von ihnen bevorzugten authentischen Grill-Geschmack, den sie sogar als natürlich deklarieren können und der zugleich die Vorgaben der für sie relevanten Gesetze erfüllt.“

Nachhaltig und mit stabilem Preis-Leistungs-Verhältnis

Grillicious basiert auf pflanzlichen Ölen und kann als natürliches Aroma gekennzeichnet werden. Dank der Symrise-eigenen Produktion können Kunden auf das nachhaltige und verantwortungsbewusste Handeln der Holzmindener vertrauen, denn sie erhalten ein zuverlässiges und zulässiges Produkt für ihre eigenen Anwendungen. Darüber hinaus garantiert Grillicious ein stabiles Preis-Leistungs-Verhältnis und ein konstantes Geschmacksprofil im finalen Lebensmittel.

Foto: Symrise

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Dienstag, 17. April 2018 11:47 Uhr

Vorpremiere am 22. April

Early Man – Steinzeit bereit FSK ab 0 freigegeben

Vor vielen, vielen Jahren erfanden die ersten Menschen und die Dinosaurier nach einem Meteoritenabsturz den Fußball, doch einige Jahrtausende später hat der auf diese Erfinder zurückgehende Stamm des Steinzeitmenschen Dug (Stimme im Original: Eddie Redmayne / deutsche Stimme: Friedrich Mücke) diesen Sport vergessen. Dug, sein Wildschwein-Kumpel Hognob (Nick Park) und die anderen gehen lieber Kaninchen jagen! Das friedliche Leben des Stammes wird dann eines Tages durch Bronzezeitmenschen unter der Führung von Lord Nooth (Tom Hiddleston / Kaya Yanar) gestört, die Dug und seinen Stamm verbannen, um die Bronze abzubauen, die in deren Tal lagert. Das will Dug jedoch nicht auf sich sitzen lassen und so stellt er gemeinsam mit der fußballbegeisterten Goona (Maisie Williams / Palina Rojinski) eine Mannschaft auf die Beine. Das schnöselige Bronzezeit-Team wird zum ultimativen Entscheidungsspiel herausgefordert...

Ghost Stories FSK ab 16 freigegeben

Professor Philip Goodman (Andy Nyman) ist voll und ganz davon überzeugt, dass übernatürliche Phänomene jedweder Art Unfug sind. Deswegen nimmt der bekannte Skeptiker und Moderator einer Entlarvungs-Fernsehsendung namens „Psychic Cheats“ auch nur zu gerne die Gelegenheit war, drei paranormale Fälle zu untersuchen, in der festen Überzeugung, diese schon bald als Schwindel entlarvt zu haben. An diesen Fällen scheiterte einst schon sein Idol Charles Cameron (Leonard Byrne), das sich deswegen aus der Öffentlichkeit zurückzog und lange als verschollen galt, bis er Goodman überraschend kontaktiert. Die gruseligen Geschichten, die Goodman auf dessen Drängen untersucht, zwingen ihn schon bald dazu, seine Überzeugungen zu revidieren. Es geht um den IrrenhausNachtwächter Tony Matthews (Paul Whitehouse), die furchtbare nächtliche Begegnung des jungen Simon Rifkind (Alex Lawther) und den Geschäftsmann Mike Priddle (Martin Freeman), der eine schreckliche Last mit sich herumträgt…

Filmkunsttag am Montag: Fikkefuchs FSK ab 16 freigegeben

Rocky (Jan Henrik Stahlberg) war einst ein echter Frauenheld, zumindest in seiner eigenen Wahrnehmung, doch seine besten Tage liegen mittlerweile längst hinter ihm. Das hält den Möchtergern-Casanova jedoch nicht davon ab, weiterhin jungen Frauen hinterherzusteigen. Nun lernt er kurz vor seinem 50. Geburtstag einen jungen Mann namens Thorben (Franz Rogowski) kennen, der behauptet, sein Sohn zu sein, und ist doch noch einmal als Verführer gefordert. Denn Thorben weiß nicht, wie man Frauen rumkriegt und will von seinem Vater in diese hohe Kunst eingeführt werden. Doch das ist nicht so leicht: Nicht nur merkt Rocky ziemlich schnell, dass bei Thorben eine Menge Arbeit nötig ist. Auch der Sohn kann bald nicht mehr ignorieren, dass es mit den Aufreißergeschichten seines Vaters nicht allzu weit her ist. Dennoch kommen die beiden Männer sich langsam näher…

Fotos: Roxy Holzminden

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Sport
Zwei erste Plätze für den TV 87 Stadtoldendorf Mittwoch, 25. April 2018 07:14 Uhr
Zwei erste Plätze für den TV 87 Stadtoldendorf
Sonntag, 22. April 2018 21:40 Uhr

Stadtoldendorf (mhn). Unter tosendem Applaus und stehenden Ovationen haben die Handballer des TV 87 Stadtoldendorfs den ehemaligen Tabellenführer TuS Himmelsthür mit 24:22 in die Knie gezwungen und die Tabellenführung erobert. Bereits 30 Minuten vor Anwurf sind die Handballinteressierten in die „Rumbruchshölle“ geströmt. Die Gästefans, darunter auch ca. 50 jugendliche Handballer des TuS Himmelsthür feuerten ihre Mannschaft an, sahen sich aber der zahlenmäßigen und lautstarken Fans des TV 87 Stadtoldendorfs unterlegen.

Nach Anwurf bejubelten die Homburgstädter die 1:0-Führung. Bereits in den Anfangsminuten ließ Torhüter Kristof König aufhorchen und begeisterte die Fans mit starken Paraden. Beide Mannschaften lieferten sich in den Folgeminuten eine wahre Abwehrschlacht, nach zehn Spielminuten stand es erst 2:2.

Zu einer stritten Szene, die beim Stadtoldendorfer Publikum für großen Unmut sorgte, kam es in der 16. Minute: Nach einem Zusammenprall mit einem Gegenspieler zeigt der Schiedsrichter Mats-Göran Busse die rote Karte. Der Feldverweis wurde für ein angebliches Nachtreten gezeigt, ohne dass Busse seinen Gegenspieler berührt hat und der Gegenspieler in diesem Duell zu Boden gegangen ist. Nach der roten Karte konnte Himmelsthür zwischenzeitlich sich einen Drei-Tore-Vorsprung (4:7) erspielen. Trotz dieses herben Rückschlags und eines verletzungsbedingten Ausfalls von Dennis Brüning (Zusammenprall mit einem Gegenspieler) kämpfte sich Stadtoldendorf mit dem Halbzeitgong auf 9:10 heran.

Trainer Dominik Niemeyer hat scheinbar in der Halbzeitpause die richtigen Worte gefunden: Nach Wiederanwurf erzielte Jan-Christoph Ahlers unter dem frenetischen Applaus der Fans die beiden Treffer zur 11:10-Führung. Das Publikum machte den Namen „Rumbruchshölle“ alle Ehre, die Halle bebte und die Fans peitschten die Niemeyer-Jungs nach vorne. Auch die zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer zum 11:11 (33. Minute) und zum 13:13 (38. Minute) durch Himmelsthür konnte die Stadtoldendorfer auf ihren Weg zum Sieg nicht aufhalten. Spätestens beim Spielstand von 18:15, durch Treffer von Lorentzen, Ahlers, Adler und Von Frankenstein, stand die Halle Kopf und den Zuschauern sowie Spielern war klar, Himmelsthür stand mit dem Rücken zur Wand und ein Sieg war in greifbarer Nähe.

In der 57. Minute erreichte die Spannung ihren Höhepunkt. Auch bedingt durch zwei Zeitstrafen gegen Stadtoldendorf markierte Himmelsthür den 21:20 Anschlusstreffer durch Simon Oertel. Nervenstarke Stadtoldendorfer bewiesen wieder einmal Moral: Von Frankenstein verwandelte einen Siebenmeter und Knoke legte unter großem Applaus zum 23:20 nach. Ein eiskalter Kristof König, der bis zu diesem Zeitpunkt mit zahlreichen Paraden zu überzeugen wusste, parierte in dieser wichtigen Phase des Spiels einen Siebenmeter von Christopher Kollmann. Zurecht ließ sich König für einen hervorragenden Auftritt von dem Publikum feiern. Spätestens nach dem 24:20 Treffer von Daniel Adler begriff auch der letzte Fan, dass der Sieger nur Stadtoldendorf heißen kann. Auch zwei weitere Treffer von Himmelsthür durch Hajo Hollatz konnten den Sieg in der heimischen Halle nicht mehr gefährden, so hieß es am Ende 24:22.

Unter stehenden Ovationen wurden die TVer gefeiert und die Mannschaft bedankte sich bei ihren Fans für die lautstarke Unterstützung. Trainer Dominik Niemeyer erklärte im Interview die Stimmung in der Halle sei so gut wie zu besten Oberligazeiten gewesen. Auch die zahlreichen Zuschauer in der Halle sprachen von einer Stimmung und Gänsehaut-Momente, wie man es lange in der „Rumbruchshölle“ nicht erlebt habe.

Wie gut die Stimmung wirklich war, könnt ihr in unserer Spielzusammenfassung sehen…

Spitzenspiel in der Handball Landesliga Hannover - TV 87 Stadtoldendorf gegen TuS GW Himmelsthür

Am heutigen Sonntag haben die Fans die Rumbruchshalle in einen Hexenkessel verwandelt. Unter tosendem Applaus der Fans, haben die Homburgstädter mit einer wahren Energieleistung den Tabellenführer in die Knie gezwungen. Wie spannend und emotional das Spiel war, seht Ihr in unserer Spielzusammenfassung. http://meine-onlinezeitung.de/sport/17224-hexelkessel-%E2%80%9Erumbruchsh%C3%B6lle%E2%80%9C-tv-87-stadtoldendorf-ringt-tabellenf%C3%BChrer-nieder TV87 Stadtoldendorf Handball - Die Erste

Gepostet von Weser-Ith News - www.meine-onlinezeitung.de am Sonntag, 22. April 2018
Sonntag, 22. April 2018 19:50 Uhr

Stadtoldendorf (red). An Spannung und Dramatik war das Spiel um die Tabellenführung kaum zu übertreffen. Die Mannen von Trainer Niemeyer erobern sich mit einem 24:22 Sieg gegen den TuS Himmelsthür die Tabellenführung zurück.

Ein ausführlicher Bericht und eine Video-Zusammenfassung folgt.

Sonntag, 22. April 2018 11:10 Uhr

Eschershausen (r). Mit einundzwanzig Herren und dreizehn Damen aus sieben Vereinen waren die diesjährigen Kreismeisterschaften des Badmintonfachverbandes Holzminden sehr gut besucht. Ausrichter war der MTSV Eschershausen, der die Veranstaltung an beiden Tagen organisiert hatte und für einen reibungslosen Spielablauf sorgte. Mit neun Akteuren stellte der Tuspo Grünenplan die meisten Teilnehmer. Der Wanderpokal für den erfolgreichsten Pokal wurde jedoch an den MTV Boffzen weitergegeben, der mit einigen Spielern aus der Verbandsklasse die meisten Titel erringen konnte. Erfreulich, dass einige Jugendliche am Start waren, die nicht nur gut mitspielten, sondern für ihre weitere Karriere viel lernen konnten.

Die Ergebnisse im Einzelnen: Herreneinzel A 1. Michael Hille (MTV Boffzen), 2. Sebastian Sander (TV 87 Stadtoldendorf), 3. Johannes Brugmann (MTV), 4. Sascha Rehbein (Tuspo Grünenplan), 5. Hendrik Adam (MTSV Eschershausen), 6. Stephan Willudda (Tuspo), Herreneinzel B 1. Oliver Reese (GSV Holzminden), 2. Patrick Dehne (TV 87 Stadtoldendorf), 3. Patrick Magnus (MTSV), 4. Torsten Berndt (beide MTSV), 5. Mohamed Rawda (Tuspo), 6. Narongdet Mueanmat (MTSV), Herrendoppel A 1. Hille/Brugmann (MTV), 2. Adam/Rehbein (MTSV/Tuspo), 3. Sander/Ismail Kirmizibayrak (TV 87), Herrendoppel B 1. Reese/Daniel Quadros (GSV), 2. Ullrich Koch/Sebastian Schulz (TV Bodenwerder), 3. Dehne/Magnus (TV 87/MTSV), 4. Willudda/Rochat Mohamad, 5. Rawda/Ramadan Mohamad (alle Tuspo), 6. Torsten Berndt/Christian Hallas (MTSV), Dameneinzel A 1. Helena Holletzek, 2. Nathalie Söhngen (beide MTV), 3. Marie Sophie Nerbas (Tuspo), Dameneinzel B 1. Caroline Schütte (GSV), 2. Astrid Büthe, 3. Heva Mohamad (beide Tuspo), Damendoppel A 1. Holletzek/Söhngen (MTV), Damendoppel B 1. Schütte/Sabine Engelhardt (GSV), 2. Denise Geese/Birgit Sander (MTSV/TV 87), 3. Büthe/Nerbas (Tuspo), 4. Constanze Knappwost-Gieseke/Marieka Röchert (Delligser SC/Tuspo), 5. Heike Kohlenberg/Dina Sehlmann (TVB), Mixed A 1. Hille/Söhngen, 2. Brugmann/Holletzek (alle MTV), Mixed B 1. Mevers/Geese (MTSV), 2. Quadros/Schütte, 3. Reese/Engelhardt (alle GSV), 4. Kirmizibayrak/Sander (TV 87) sowie Schulz/Kohlenberg (TVB), Willudda/Büthe (Tuspo), Willi Gundelach/Knappwost-Gieseke (DSC), Koch/Sehlmann (TVB), Mueanmat/Nerbas (MTSV/Tuspo), Mohamad/Mohamad und Mohamad/Röchert (alle Tuspo).

Foto: Willudda

Samstag, 21. April 2018 20:31 Uhr

Stadtoldendorf (red). „Niemand hätte uns zu Beginn der Saison zugetraut, dass wir am Sonntag, 22. April, um die Tabellenspitze spielen“, berichtet Dominik Niemeyer, Trainer der TV 87 Handballherren. „Wir haben bereits viel erreicht in dieser Saison und können das Ganze jetzt noch am Sonntag krönen“, fügt Niemeyer vor dem unbestrittenen Spitzenspiel in der Landesliga gegen den Tabellenführer aus Himmelsthür an.

Dass es zu diesem Highlight überhaupt gekommen ist, liegt unter anderem am vergangenen Wochenende, als zwei Spielen binnen circa 24 Stunden siegreich bestritten worden sind. „Die Abwehr und Körpersprache hat mir deutlich besser gefallen, als in den vorherigen Wochen. Wenn wir am Sonntag wieder alles in der Defensive reinwerfen und im Angriff erneut diszipliniert unsere Chancen herausspielen, sowie den Spielfluss aufrechterhalten, dann haben wir auch gegen Himmelsthür gute Chancen“, berichtet Niemeyer.

Worauf seine Mannschaft besonders zu achten hat, verrät der Trainer auch: „Die Herausforderung wird zudem unser Rückzugsverhalten sein, um dem schnellen Umschaltspiel von Himmelsthür entgegenzuwirken.“

Ein Showdown zu diesem Zeitpunkt dürfe seine Mannschaft nicht nervös machen, das Team habe sich das Topspiel verdient und nun gilt es, dieses Spiel zu genießen. „Die Jungs haben richtig Bock auf das Spitzenspiel und wir haben uns in dieser Woche auch entsprechend vorbereitet. Wer am Sonntag alles gibt und an seine Grenzen geht, hat sich niemals etwas vorzuwerfen!“

Anwurf der Partie ist am Sonntag um 17 Uhr in Stadtoldendorf. Mit einer vollen Rumbruchshalle ist zu rechnen!

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Panorama
Tomaten, Bienenweiden und viele Stauden Pflanzenflohmarkt auf dem Hof Sasse an der Diemel Mittwoch, 18. April 2018 14:45 Uhr
Tomaten, Bienenweiden und viele Stauden Pflanzenflohmarkt auf dem Hof Sasse an der Diemel
Mittwoch, 11. April 2018 07:24 Uhr

Hameln (red). Am Dienstag, 10. April, kurz nach 17 Uhr, ereignete sich an der Kreuzung Deisterstraße/Kreuzstraße in Hameln ein Verkehrsunfall, bei dem ein 11-jähriger Junge schwer verletzt wurde. Nach derzeitigem Kenntnisstand wollte der Junge im Bereich der Kreuzung als Fußgänger die Kreuzstraße überqueren. Hierbei wurde er von einem Skoda Fabia erfasst, der vom Berliner Platz kommend in Richtung Bahnhof fuhr. Während der 22-jährige Skoda-Fahrer aus Coppenbrügge körperlich unverletzt blieb, wurde der 11-Jährige schwer verletzt.

Der Schwerverletzte wurde mit nach notärztlicher Erstversorgung mit dem Rettungstransporthubschrauber "Christoph 4" in eine Klinik nach Hannover geflogen. Ein Notfallseelsorger betreute vor Ort die benachrichtigten Eltern des Kindes, anwesende Augenzeugen und den beteiligten Autofahrer. Während der Rettungsmaßnahmen bzw. Unfallaufnahme und insbesondere durch die Landung des Rettungshubschraubers auf dem Berliner Platz mussten wichtige Straßenzüge gesperrt werden, unter anderem die Deisterstraße / Morgensternstraße (Bundesstraße 1 / 217).

Montag, 09. April 2018 08:12 Uhr

Münster (red). Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln weiter mit Hochdruck, um die Hintergründe der schrecklichen Tat in Münster zu klären. Mittlerweile steht fest, dass der 48-jährige Täter aus Münster über zwei weitere Wohnadressen in Dresden und Pirna verfügte. Die Wohnungen wurden von der Polizei durchsucht. Die Durchsuchungsmaßnahmen in Münster und die Auswertung der Ergebnisse dauern noch an. In der Wohnung in Münster fanden die Ermittler am heutigen Tag mehrere Gasflaschen sowie Kanister mit Bioethanol und Benzin. Zu welchem Zweck der Täter die Stoffe in seiner Wohnung aufbewahrt hat, ist Gegenstand der Ermittlungen. „Bislang haben sich weiterhin keinerlei Hinweise auf eine politische Motivationslage des Täters sowie mögliche Mittäter ergeben", sagte Polizeipräsident Hajo Kuhlisch in Münster. „Wir haben aber Hinweise darauf, dass die Ursachen für die Ausführung der Tat in seiner Persönlichkeit begründet sind.“

Der 48-Jährige war nach aktuellen Erkenntnissen zuvor fünfmal polizeilich in Erscheinung getreten. Drei Verfahren liefen bei der Staatsanwaltschaft Münster, zwei bei der Staatsanwaltschaft in Arnsberg. Die Verfahren betrafen:

  • Bedrohung (Tatzeitpunkt: 19.11.2014, Verfahren der Staatsanwaltschaft Arnsberg)
  • unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (Tatzeitpunkt 16.04.2015)
  • Sachbeschädigung (Tatzeitpunkt 16.06.2015),
  • Bedrohung (Tatzeitpunkt 09.07.2016, Verfahren der Staatsanwaltschaft Arnsberg)
  • sowie Betruges (Tatzeitpunkt, 09.11.2016).

„Die Verfahren der Staatsanwaltschaft Arnsberg betrafen jeweils Auseinandersetzungen im familiären Bereich“, erläuterte Leitende Oberstaatsanwältin Elke Adomeit von der Staatsanwaltschaft Münster. „Sämtliche Verfahren wurden mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.“

Ende März meldete sich der Täter per Email unter anderem bei einem Nachbarn. Aus dem Inhalt ergaben sich vage Hinweise auf suizidale Gedanken, aber keinerlei Anhaltspunkte für die Gefährdung anderer Personen. Die Polizei erhielt Kenntnis über die E-Mail und suchte die Anschrift des Täters auf. Polizeibeamtinnen und -beamte trafen jedoch an der Wohnanschrift niemanden an. Nachbarn gaben an, die Person bereits längere Zeit nicht mehr gesehen zu haben. Aufgrund der weiteren Wohnanschriften in Dresden und Pirna wurde auch die dort zuständige Polizei über den Sachverhalt informiert. Auch dort wurde die Person nicht angetroffen. Weitere Erkenntnisse über den Verbleib des Täters konnten durch die Polizei bis zum Tatzeitpunkt nicht ermittelt werden. Die Stadt Münster hat mitgeteilt, dass der Täter zu dieser Zeit Kontakte zum Gesundheitsamt hatte.

„Wir konzentrieren uns jetzt mit unseren Untersuchungen insbesondere darauf, ein möglichst umfassendes Bild über das Verhalten des Täters in den Vorwochen zu erhalten, um dessen Motivation für die schreckliche Tat zu ermitteln“, erläuterte Kuhlisch das weitere Vorgehen. „Doch das benötigt Zeit. Diese Zeit müssen wir uns nehmen, um möglichst lückenlos aufzuklären.“

Sonntag, 08. April 2018 21:12 Uhr

Paderborn (red). Die größte Evakuierungsmaßnahme wegen einer Bombenentschärfung in der Stadt Paderborn ist am Abend zu Ende gegangen. Die Polizei zieht ein insgesamt positives Fazit. Nach dem Fund der Bombe vorletzte Woche am Peter-Hille-Weg war der Einsatz für Sonntag, 08.04.2018, vorbereitet worden. Das zu evakuierende Sperrgebiet umfasste einen Radius von 1,5 Kilometern um den Fundort. Gegen 6 Uhr wurden erste Straßen gesperrt, um Raum zur Evakuierung von Krankenhäusern und Pflegeheimen zu gewinnen. Weitere Sperrungen erfolgten am Vormittag. Bis 12.00 Uhr mussten alle Bewohner den Sperrbereich verlassen. Die Bevölkerung zeigte äußerste Besonnenheit und räumte den Bereich vorbildlich.

Trotz der riesigen Informationskampagne im Vorfeld der Evakuierung waren Unwissenheit oder Gedankenlosigkeit einiger Menschen die Ursache für Verzögerungen im Zeitplan. Personen, die im Evakuierungsgebiet nach der Räumung teils aus dem eingesetzten Polizeihubschrauber entdeckt wurden, lotzten die Einsatzkräfte aus der Gefahrenzone. Insgesamt sprach die Polizei 30 Platzverweise aus, die allesamt von den Betroffenen befolgt wurden. Nachdem das Sperrgebiet geräumt war, begannen die Entschärfer mit ihrer Arbeit. Gegen 17 Uhr hatten Sie die drei Zünder der 1,8 Tonnen-Bombe erfolgreich entfernt. Bis zum Abtransport der Bombe mit einem Lastwagen blieben einige Straßen um den Fundort bis in die Abendstunden gesperrt. Die Hauptzufahrt zu den Krankenhäusern über die Husener Straße war bis 20.30 Uhr gesperrt, um die Rückführung der Patienten zu gewährleisten. Die Polizei war mit mehreren hundert Einsatzkräften vor. Laut Einsatzleitung lief der gesamte Einsatz bis auf zeitliche Verzögerungen wie geplant.

Sonntag, 08. April 2018 07:52 Uhr

Münster (red). Wie bereits berichtet, ist es am Samstagnachmittag in Münster zu einem schweren Vorfall in der Innenstadtgekommen: Gegen 15:27 Uhr fuhr ein silbergrauer Campingbus im Zentrum von Münster in eine Gruppe von Menschen, die sich im Außenbereich einer Gaststätte aufhielt. 

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft nun verkündet haben, wurden zwei Personen getötet und mehr als 20 zum Teil schwer bis hin zur akuten Lebensgefahr verletzt. Ums Leben gekommen sind bei dieser Tat eine 51-jährige Frau aus dem Kreis Lüneburg und ein 65-jähriger Mann aus dem Kreis Borken. Unmittelbar im Anschluss an die Tat richtete sich der Täter mit einer Schusswaffe selbst.

Einsatzkräfte der Polizei und der Rettungsdienste waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Die Polizei riegelte den Tatort weiträumig ab. Aufgrund des Tathergangs mussten die Beamten berücksichtigen, dass es sich um einen Anschlag handeln könnte. Deshalb war eine besondere Vorsicht und Umsicht am Tatort geboten.

Bei der ersten Inaugenscheinnahme des Tatfahrzeugs erkannten die Beamten mehrere Drähte, die zum Teil ins nicht einsehbare Fahrzeuginnere führten. Um eine Gefährdung für die Anwohner und die Einsatzkräfte auszuschließen, untersuchten Experten des Landeskriminalamts aus Düsseldorf intensiv das Fahrzeug. Erst nachdem die nötige Sicherheit gegeben war, konnten die Ermittler das Fahrzeug durchsuchen. Neben der bereits sichergestellten Tatwaffe lagen noch eine Schreckschusswaffe und rund ein Dutzend sogenannter Polenböller im Campingbus.

„Nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen handelt es sich bei dem Fahrer vermutlich um einen 48-jährigen Mann aus Münster“, äußerte Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt für die Staatsanwaltschaft Münster. „Bislang liegen keine Hinweise auf einen möglichen Hintergrund für die Tat vor. Die Ermittlungen werden mit Hochdruck und in alle Richtungen geführt.“

Am Abend durchsuchten die Ermittler die Wohnung des vermutlichen Tatverdächtigen. Zunächst öffneten Spezialisten aus Sicherheitsgründen die Wohnungstür mit Hilfe von Sprengmitteln, anschließend nahmen die Ermittler die Räume in Augenschein. Sie fanden dabei unter anderem weitere Polenböller und eine Dekowaffe (unbrauchbar gemachte Maschinenpistole TYP AK 47).

„Wir haben zur Unterstützung Polizisten aus ganz Nordrhein-Westfalen angefordert, um alle notwendigen Maßnahmen zur Aufklärung dieser schrecklichen Tat zu ergreifen“, erläuterte der Einsatzleiter Polizeidirektor Martin Fischer im Polizeipräsidium. Bereitschaftspolizisten sperrten dabei den Tatort weiträumig ab, Kriminaltechniker sicherten die Spuren und Ermittler gingen zahlreichen Hinweisen nach.

Dabei lobte der Einsatzleiter das besonnene Verhalten der Münsteraner Bürger unmittelbar nach der Tat: „Die Polizei konnte die notwendigen Maßnahmen schnell und reibungslos treffen, alle haben sich vorbildlich verhalten und den Tatortbereich sehr schnell verlassen.“

Mittlerweile laufen viele Hinweise zur Tat bei der Polizei Münster ein. Das Bundeskriminalamt hat im Internet ein Hinweisportal geschaltet. Unter der Adresse https://www.bka-hinweisportal.de können Videos oder Fotos, die im Zusammenhang mit der Tat stehen, hochgeladen werden.

„Allein die Tatortaufnahme wird viel Zeit in Anspruch nehmen“, sagte Fischer. „Wir brauchen Zeit, die Spuren auszuwerten und die Ergebnisse der Ermittlungen zusammenzuführen.“ Auch am Sonntag sind Behinderungen oder Einschränkungen in Münsters Innenstadt aufgrund der andauernden Tatortaufnahme möglich.

Foto: Symbolfoto

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