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Samstag, 30. Mai 2026 Mediadaten Fankurve
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Lauenförde (red). Angesichts steigender Öl- und Gaspreise rücken Alternativen fürs Heizen und die gesamte Energieversorgung zunehmend in den Mittelpunkt. Das Solarteam 3-Ländereck in Lauenförde trägt dieser Entwicklung nach eigenen Angaben seit mittlerweile 20 Jahren Rechnung. Trotz eines erweiterten Angebots spüre das Unternehmen jedoch auch Verunsicherung durch bundespolitische Entscheidungen, wonach die Umstellung auf erneuerbare Energien aus Sicht des Betriebs nicht mehr so konsequent verfolgt werde wie zuvor. Bei einem Besuch von Landrat Michael Schünemann, Wirtschaftsförderer Nikolas Westermeier und Boffzens Samtgemeindebürgermeister Philip Becker zeigte sich Geschäftsführer Frank Bönning dennoch verhalten optimistisch.

Photovoltaik, Speicher und Wallboxen aus einer Hand

„Ich wohne in Hessen, bekomme meine Aufträge aber auch aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen“, beschreibt Bönning sein räumliches Aktivitätsumfeld. Seit er mit seiner Firma 2012 aus Bad Karlshafen nach Lauenförde in die „Würgasser Straße“ umgezogen ist, hat der Name 3-Ländereck für das Unternehmen noch einmal stärker an Bedeutung gewonnen.

Das Geschäftsmodell war lange klar umrissen: Das Solarteam verkauft schlüsselfertige Photovoltaikanlagen und Stromspeichersysteme aus einer Hand an private und gewerbliche Kunden. Dazu gehört eine persönliche Beratung von der Prüfung der Dachflächen bis zur Inbetriebnahme der fertigen Solaranlage. Seit drei Jahren bietet das Unternehmen aufgrund des wachsenden Bedarfs zudem einfache Elektroinstallationen und die Installation von Wallboxen an. Demnächst soll das Angebot um Wärmepumpen erweitert werden. „Wir schnüren da ein Gesamtpaket aus PV-Anlage und Wärmepumpe, weil beides aus einer Hand einfach Sinn macht“, ist sich Frank Bönning sicher.

Mittlerweile beschäftigt der Betrieb sieben Mitarbeitende, darunter zwei Elektroinstallateure und einen Auszubildenden zum Elektroinstallateur. Pro Woche werden von dem Team durchschnittlich zwei Anlagen angeschlossen.

Austausch über Standortfragen und Betriebsnachfolge

Landrat Michael Schünemann erklärte, dass seine Betriebsbesuche dazu dienen sollten, konkrete Probleme anzusprechen und Impulse für eine bessere Zusammenarbeit mit den Verwaltungen zu ermöglichen. Kritische Punkte auf lokaler Ebene konnte Frank Bönning nach eigenen Worten weder dem Landrat noch Samtgemeindebürgermeister Philip Becker mit auf den Weg geben. „Unsere Probleme sind nicht auf lokaler Ebene“, machte der Geschäftsführer deutlich. Diese lägen aus seiner Sicht eher auf Bundesebene, wo die von vielen angestrebte Umstellung auf erneuerbare Energien durch Erschwernisse wieder infrage gestellt werde.

Umso wichtiger sei es ihm, dass Landrat und Bürgermeister den Kontakt suchten, betonte Bönning. Das sei ein positives und wichtiges Signal.

Für sein Unternehmen hat er bereits einen Nachfolger mit im Betrieb. Der Einladung von Wirtschaftsförderer Nikolas Westermeier zum Tag der Betriebsnachfolge am 25. Juni 2026 will Bönning dennoch gern folgen. Zusätzliche Informationen könnten nicht schaden.

Foto: Landkreis Holzminden

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