Landkreis Holzminden (red). Die Zahl der Arbeitslosen im Weserbergland ist zu Beginn des Jahres 2026 gestiegen. Insgesamt waren im Januar 13.817 Menschen bei der Agentur für Arbeit Hameln sowie den örtlichen Jobcentern arbeitslos gemeldet. Damit wurden in den Landkreisen Hameln-Pyrmont, Holzminden und Schaumburg 719 Arbeitslose mehr als im Vormonat registriert.
„Wir haben im Januar 2026 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit zu verzeichnen, der etwas schwächer ausgefallen ist als beim Jahreswechsel von 2024 auf 2025“, erklärte Gerhard Durchstecher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hameln. Der Anstieg sei vor allem auf jahreszeitliche Effekte zurückzuführen. Viele befristete Arbeitsverträge endeten zum Jahreswechsel. Zudem könnten einige Gewerke in dem schneereichen Winter nur eingeschränkt arbeiten und benötigten daher weniger Personal.
Saisonale Effekte prägen den Jahresauftakt
Trotz des Anstiegs sieht die Arbeitsagentur positive Signale auf dem regionalen Arbeitsmarkt. „Erfreulich ist, dass uns die heimischen Arbeitgeber mehr Stellen als vor einem Jahr im Januar gemeldet haben“, so Durchstecher. Dies zeige, dass sich der Arbeitsmarkt im Weserbergland weiterhin als robust erweise, auch wenn viele Betriebe und Beschäftigte ein wirtschaftlich herausforderndes Jahr 2025 hinter sich hätten. Gesucht würden vor allem Fachkräfte, lediglich rund 20 Prozent der gemeldeten Stellen richteten sich an Hilfskräfte.
Chancen auf Rückkehr in Beschäftigung bleiben bestehen
Auch unter den aktuellen Rahmenbedingungen sei es möglich, aus der Arbeitslosigkeit heraus wieder eine neue Beschäftigung aufzunehmen. Im Jahr 2025 hätten mehr als 9.000 Menschen im Weserbergland den Weg aus der Arbeitslosigkeit in einen neuen Job gefunden. Zwar könne die Stellensuche derzeit etwas länger dauern als in wirtschaftlichen Hochphasen, sie bleibe jedoch realistisch. Durchstecher appellierte daher an Betroffene, sich frühzeitig an die Agentur für Arbeit in Hameln zu wenden, um Beratungs- und Vermittlungsangebote nutzen zu können.
Entwicklung in den Landkreisen
Im Landkreis Hameln-Pyrmont waren zuletzt 5.730 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 347 Personen mehr als im Dezember 2025, was einem Anstieg von 6,4 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote liegt hier bei 7,2 Prozent.
Im Landkreis Holzminden stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 2.622 Personen. Das sind 142 mehr als im Vormonat, ein Plus von 5,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt 7,3 Prozent.
Auch im Landkreis Schaumburg wurde ein Zuwachs verzeichnet. Dort waren 5.465 Menschen arbeitslos gemeldet, 230 mehr als im Dezember. Die Arbeitslosenquote liegt bei 6,5 Prozent.