Bad Harzburg/Grünenplan (red). Der 19. Bad Harzburger Bergmarathon wurde für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einem echten „Hitze-Test“. Bei Temperaturen von rund 30 Grad wurden die Läuferinnen und Läufer an die Grenzen ihrer Belastungsfähigkeit geführt. Der erste echte Hitzetag des Jahres forderte vielen Starterinnen und Startern alles ab. Am Ende erreichten 116 Läuferinnen und Läufer das Ziel der 42,195 Kilometer langen Strecke. Dabei mussten zwei Runden mit mehreren anspruchsvollen Anstiegen und insgesamt 1050 Höhenmetern bewältigt werden.
Nach der ersten Runde stiegen zahlreiche Marathonstarter aus dem Rennen aus. Die Bedingungen galten als extrem. Vom Tuspo Grünenplan gingen Natascha Seyd, Jacqueline Hausmann, Jan Thomschke und Marco Bertram an den Start. Sie wollten den Marathon ursprünglich als lockeren Testlauf für den Zugspitz-Ultratrail über 107 Kilometer mit 5200 Höhenmetern nutzen. Doch bei den hohen Temperaturen war an einen lockeren Lauf nicht zu denken.

Direkte Sonneneinstrahlung setzt Läufern zu
Nach den Anstiegen auf die Höhen des Westharzes waren die Läuferinnen und Läufer der prallen Sonne ausgesetzt. Dadurch wurden die Getränkestände im Verlauf des Rennens nahezu leer getrunken. Die Hitze limitierte die Teilnehmer deutlich. Rennabbrüche und Gehpausen prägten das Bild auf der Strecke.
Marco Bertram war der schnellste Läufer aus Grünenplan. Er fand gut ins Rennen, musste zum Ende hin aber ebenfalls kämpfen, um sein Tempo zu halten. Mit einer Zeit von 3:52 Stunden belegte er Rang vier im Gesamtfeld sowie Platz zwei in der Altersklasse M40.
Jacqueline Hausmann ging das Rennen zunächst zu schnell an und musste ihr Tempo später deutlich reduzieren. Trotz zwischenzeitlicher Überlegungen auszusteigen, erreichte sie das Ziel nach 4:36 Stunden. Damit belegte sie Rang vier in der Frauen-Gesamtwertung und gewann die Altersklasse W40.
Mannschaftssieg für den Lauftreff Hils
Natascha Seyd lief gemeinsam mit Jan Thomschke. Nach langer Verletzungspause erreichte Seyd das Ziel in 4:52 Stunden und belegte damit Platz zehn im Gesamtfeld. Thomschke kam zeitgleich ins Ziel und erreichte Rang 46 im Männer-Gesamtfeld. Für ihn war der Lauf noch am ehesten eine Vorbereitung, die als locker bezeichnet werden konnte.
Die Kombination aus Hitze, Höhenmetern und direkter Sonneneinstrahlung setzte allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern stark zu und machte den landschaftlich reizvollen Lauf zeitweise zu einer echten Qual. Für die Läuferinnen und Läufer aus Grünenplan gab es dennoch einen besonderen Erfolg: Sie gewannen die Mannschaftswertung des Marathons. Mit einer Gesamtzeit von 18:13 Stunden war das Team aus dem Hils nicht zu schlagen.

Jörn Hesse startet beim Scharfenstein-Lauf
Zeitgleich absolvierte Jörn Hesse den 18-Kilometer-Lauf beim Thüringer Scharfenstein-Lauf. Auch dort stellte die Hitze eine große Belastung dar. Zusätzlich mussten 410 Höhenmeter überwunden werden.
Hesse kam gut durch das Rennen und belegte mit einer Zeit von 1:32 Stunden Rang zwölf im Gesamtfeld. In der Altersklasse M50 bedeutete dies Platz drei.
Fotos: Lauftreff Hils