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Sonntag, 07. Juni 2026 Mediadaten Fankurve
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Landkreis Holzminden (red). Die Blauzungenkrankheit breitet sich in Deutschland weiter aus. Aktuell ist der Serotyp 8 des Virus, BTV-8, auf dem Vormarsch. Aufgrund eines Nachweises im hessischen Landkreis Fulda Anfang Juni ist nun auch der südliche Teil des Landkreises Holzminden von einer Sperrzone betroffen.

Sperrzone mit 150 Kilometern Radius

Nach EU-Recht muss wegen des hohen Ansteckungsrisikos um jeden Ausbruchsbetrieb eine Sperrzone mit einem Mindestradius von 150 Kilometern eingerichtet werden. In dieser Zone gelten für Weidetierhalter besondere Bedingungen.

Betroffen sind Halterinnen und Halter von Rindern, Schafen und Ziegen aus der Samtgemeinde Boffzen sowie aus den Sollingorten Holzmindens. Empfänglich für das Blauzungenvirus, das durch Stechmücken übertragen wird, sind vor allem Rinder, Schafe und Ziegen, aber auch Kameliden und Wildwiederkäuer.

Einschränkungen beim Verbringen von Tieren

Für Bestände in der BTV-Sperrzone gelten Einschränkungen, wenn Tiere aus dieser Zone in freie Gebiete verbracht werden sollen. Eine Verbringung in eine BTV-8-freie Zone ist nur möglich, wenn die Tiere einen ausreichenden Impfschutz gegen den Serotyp 8 vorweisen können. Alternativ müssen die Tiere 14 Tage vor dem geplanten Verbringen mit einem nachhaltigen Abwehrmittel gegen Insekten behandelt worden sein und zusätzlich eine negative Blutuntersuchung auf das Blauzungenvirus vorweisen.

Außerdem müssen die Tiere von einer Erklärung des Tierhalters begleitet sein. Nähere Informationen erteilt das Veterinäramt des Landkreises Holzminden unter 0 55 31 707 347. Eine Verbringung von Tieren innerhalb der Sperrzone oder in andere Sperrzonen ist in Bezug auf BTV-8 ohne Einschränkungen möglich.

Impfung als Schutz vor schweren Verläufen

Auch gegen den neu auftretenden Serotyp 8 ist ein Impfstoff verfügbar. Darauf macht Dr. Anna Topp, Amtstierärztin beim Landkreis Holzminden, aufmerksam. „Die Impfung ist der einzige wirksame Schutz gegen einen schweren Krankheitsverlauf und wirtschaftliche Verluste“, erklärt Topp.

Ob die eigene Tierhaltung in der Sperrzone liegt, kann über die Karte des Friedrich-Loeffler-Instituts geprüft werden: https://visualgeoserver.fli.de/visualize-this-map/B7CFB588E91333523BB78D4EA5AF6B1ADD93EEF1BC271DA1F72A12CE264F3DDA

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