Beverungen (TKu). 700 Besucherinnen und Besucher verfolgten am vergangenen Samstagabend den Auftakt der Deutschlandtournee der „Ten Tenors“ in der Beverunger Stadthalle. Die weltbekannte australische Gesangsgruppe setzte damit den Startpunkt ihrer neuen „Time of Your Life“-Deutschlandtour, nachdem sie bereits im Vorjahr mit einem Auftritt in der Stadt gastiert hatte. Die erneute Rückkehr wurde vom Publikum deutlich wahrgenommen und entsprechend angenommen. Das Ensemble, bestehend aus zehn Sängern, einem Pianisten und einem Schlagzeuger, präsentierte ein Programm, das verschiedene musikalische Genres miteinander verbindet. Klassische Gesangsstücke standen ebenso auf der Setliste wie Titel aus den Bereichen Pop, Rock und Musical. „Diese Mischung ist seit Jahren ein zentrales Element des künstlerischen Konzepts der Gruppe“, wie es von den Verantwortlichen der Kulturgemeinschaft Beverungen hieß. Nicht nur gesanglich begeisterten die Ten Tenors, auch durch ihre wechselnden Formationen und ihre sportlichen Einlagen auf der Bühne.
Tournee und Vorbereitung
Die am Samstag begonnene Tournee umfasst insgesamt 40 Stationen. Nach weiteren Auftritten in zahlreichen deutschen Großstädten ist der Abschluss am 17. Juni in Wien geplant. Neben Metropolen wie München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover und Frankfurt sind auch kleinere Städte Teil des Tourplans. Im Weserbergland ist ein weiterer Auftritt am 28. Mai in Hameln in der Rattenfänger-Halle vorgesehen. Bereits im Vorfeld des Konzertes hielten sich die Sänger mehrere Tage in Beverungen auf. Nach ihrer Anreise aus München nutzten sie die Zeit für Proben in der Stadthalle sowie für Aufenthalte im Stadtgebiet. Die ursprünglich geplante Flugroute musste nach Angaben von Volker Faltin von der ausrichtenden Kulturgemeinschaft Beverungen angepasst werden, sodass die Anreise über die Vereinigten Staaten und nicht über Dubai erfolgte. Hintergrund waren Einschränkungen im internationalen Flugverkehr infolge geopolitischer Spannungen zwischen dem Iran, Israel und den USA.
Programm und musikalische Vielfalt
Das Konzert selbst begann mit klassischen Titeln, bevor im weiteren Verlauf verstärkt Stücke aus dem Popbereich in das Programm aufgenommen wurden. Ein Schwerpunkt lag dabei auf Liedern, die speziell für das deutsche Publikum einstudiert worden waren. Dazu gehörten unter anderem „Komet“ von Udo Lindenberg und Apache 207 sowie „99 Luftballons“ von Nena. Ergänzt wurde das Repertoire durch bekannte internationale Titel wie „Bohemian Rhapsody“ von Queen, „Don’t Stop Believin’“ von Journey und „Man! I Feel Like a Woman“ von Shania Twain. Für diese Tour setzen die Tenöre auf einen größeren Anteil an deutschsprachigen Liedern, wie sie bereits bei ihrer Ansprache angekündigt hatten. Auch bekannte klassische Titel wie „Für mich soll es rote Rosen regnen“ von Hildegard Knef wurden in das Programm integriert und auf besondere Weise wiedergegeben. Darüber hinaus präsentierte das Ensemble mehrere Medleys, die unterschiedliche bekannte Stücke miteinander kombinierten. Die Darbietung war durch eine hohe Bühnenaktivität geprägt. Die Sänger bewegten sich während der Auftritte über verschiedene Bühnenelemente, traten in wechselnden Formationen auf und wechselten sich bei Soloparts ab. Gleichzeitig blieb der Fokus auf dem gemeinsamen Gesang als Ensemble erhalten.
Publikum und Resonanz
Ein fester Bestandteil des Abends war erneut die Interaktion mit dem Publikum. So wurde während des Konzertes ein gemeinsames Foto mit den Besucherinnen und Besuchern aufgenommen. Diese Praxis gehört seit Jahren zum festen Ablauf vieler Auftritte der Gruppe und spiegelt sich auch im aktuellen Programmheft wider, das zahlreiche Fotos mit dem Publikum zeigt. Die Resonanz im Saal entwickelte sich über den Abend hinweg kontinuierlich. Während des Konzertes erreichte das Applaus-Barometer seinen Höhepunkt. Am Ende der Veranstaltung reagierte das Publikum mit anhaltendem Beifall und stehenden Ovationen. In der Folge kehrten die Sänger für zwei Zugaben auf die Bühne zurück. Im Anschluss nahmen sie sich zudem Zeit für Autogrammwünsche im Foyer der Stadthalle. Viele Besucher äußerten sich positiv zum Auftritt, so auch Elmar Miller aus Höxter, dem die neu interpretierten Popsongs gemeinsam mit seiner Frau besonders gefielen, wie er betonte.
Fotos: Thomas Kube