Golmbach (awin). Beim 23. Kirschblütenfest hat sich Golmbach erneut als lebendiger Treffpunkt für Tradition, Gemeinschaft und Frühlingsstimmung präsentiert. Der Heimat- und Verkehrsverein Golmbach-Warbsen als Ausrichter stellte ein umfangreiches Programm auf die Beine, das von einem Gottesdienst über musikalische Unterhaltung bis hin zu einer geführten Wanderung durch die Kirschblüte reichte. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Markt-Meile mit zahlreichen Attraktionen und kulinarischen Spezialitäten – von Forellen aus dem Rauch über Wild-Bratwurst und Pulled Pork bis hin zum Kaffee- und Kuchenbuffet des DRK.
Emotionale Abschiedsworte und königlicher Glanz
Ein zentraler Moment des Tages war die Verabschiedung der bisherigen Regentin Anne-Kathrin I., die sich mit bewegenden Worten an das Publikum richtete: „Es waren wunderschöne zwei Jahre, die Zeit ist wie im Flug viel zu schnell vergangen. Diese Zeit hat mein Herz zum Lachen und zum Weinen gebracht.“ Mit den Worten „Abschied tut weh“ und der Übergabe der Krone an Bürgermeister Dietmar Nicke endete ihre Amtszeit.
Im Anschluss präsentierten sich zahlreiche angereiste Majestäten verschiedener Königshäuser und würdigten die scheidende Königin. Die Gäste kamen unter anderem aus Sachsen-Anhalt, der Lüneburger Heide und Nord-Thüringen. Vertreterinnen und Vertreter wie Heideköniginnen, eine Kräuterkönigin, die Bollenkönigin, der Kartoffelkönig aus Neuenkirchen sowie eine Sternschnuppen-Prinzessin verliehen dem Fest besonderen Glanz.
Neue Königin begeistert mit Charme
Unter musikalischer Begleitung des Bläserkorps Tannengrund betrat schließlich die neue Königin die Bühne. Olaf Kapke, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen, übernahm die Krönung von Sophie I. Die 18-Jährige aus Warbsen war zuvor zwei Jahre lang Prinzessin und trägt nun den Titel der 21. Kirschblütenkönigin Golmbachs. Die neue Regentin ist Feuerwehrfrau mit Leib und Seele, zahlreiche ihrer Kollegen wohnten der Krönung bei.
Mit ihrer offenen Art gewann sie schnell die Sympathien der Besucher. „Ich bin keine große Rednerin. Gegen die Nervosität habe ich vorhin einen kleinen Schnaps getrunken, am Ende sind es deren vier geworden“, sagte sie und sorgte damit für Heiterkeit im Publikum. Im Anschluss an die Krönung wurde traditionell ein Kirschbaum gepflanzt, der künftig den Sortengarten bereichern wird.
Wetter dämpft Besucherandrang am Vormittag
Das Wetter beeinflusste den Verlauf des Festes spürbar. Besonders in den Morgenstunden und rund um die Krönung blieb es bei bewölktem Himmel und leichtem Regen - bei Temperaturen unter 10 Grad. Dies wirkte sich deutlich auf die Besucherzahlen aus. Ein Aussteller berichtete, dass er zu diesem Zeitpunkt üblicherweise bereits rund 50 Portionen Spießbraten verkauft habe, während es diesmal nur etwa ein Zehntel gewesen sei.
Vielfältiges Programm lockt am Nachmittag
Mit dem Aufklaren am Nachmittag füllte sich der Dorfplatz zunehmend und viele Gäste nutzten die Gelegenheit, die zahlreichen Angebote zu erkunden. Dazu zählten unter anderem die rollende Waldschule, ein Flohmarkt sowie Vorführungen alter Handwerkstechniken. Auch der Golmbacher Kirschwein erfreute sich großer Beliebtheit.
Trotz der wetterbedingten Einschränkungen am Vormittag zeigte sich das Kirschblütenfest erneut als traditionsreiche Veranstaltung mit vielfältigem Programm und besonderem Gemeinschaftscharakter.
Fotos: awin

