Golmbach (lbr). „Am Montag kam der Container und jetzt wird aufgebaut“, berichtet Golmbachs Bürgermeister Dietmar Nickel. Derzeit entsteht in Golmbach ein neues Nahversorgungsangebot: eine sogenannte Nahkauf-Box, die rund um die Uhr geöffnet sein soll. Die Bauarbeiten sollen bis Ende März abgeschlossen sein. Betrieben wird der vollautomatisierte Mini-Supermarkt von der Familie Altergott, die bereits die Rewe-Märkte in Bevern und Holzminden führt.
Im Gemeinderat sei der Entschluss für das Projekt zügig gefasst worden, auch die Zusammenarbeit mit Rewe und der Familie Altergott habe sich unkompliziert gestaltet. Herausforderungen ergaben sich jedoch beim Untergrund. Um den Bau einer Rampe zu vermeiden, entschied sich die Gemeinde für umfangreiche Bodenarbeiten. Dafür waren Bodenproben, Ausschreibungen sowie ein angepasster Unterbau erforderlich. Das führte zu Verzögerungen im Zeitplan. Die Kosten für diese Maßnahmen trägt die Gemeinde, eine genaue Summe steht bislang nicht fest.
Die Nahkauf-Box ist als kompakter Supermarkt auf rund 40 Quadratmetern Verkaufsfläche konzipiert. Kundinnen und Kunden finden dort ein breites Sortiment für den täglichen Bedarf: frisches Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Tiefkühlwaren, Trockensortiment, alkoholfreie Getränke sowie Drogerieartikel wie Zahnbürsten. Auch ein Zigarettenautomat ist vorgesehen. Auf den Verkauf von Alkohol wird bewusst verzichtet.
Neben Rewe-Eigenmarken und Bioprodukten in allen Warengruppen soll besonderer Wert auf die Zusammenarbeit mit regionalen und lokalen Lieferanten gelegt werden. Bezahlt wird ausschließlich bargeldlos an einer Self-Checkout-Kasse. Das Konzept setzt damit auf eine moderne, unkomplizierte Nahversorgung ohne Personal, aber mit durchgehender Verfügbarkeit.



Fotos: Maarten Ebert