Kreis Höxter (red). Die Katholische Hospitalvereinigung Weser-Egge (KHWE) reagiert auf deutlich steigende Infektionszahlen mit einer Maskenpflicht in ihren Krankenhäusern. In den Kliniken in Bad Driburg, Brakel, Höxter und Steinheim müssen Besucherinnen und Besucher ab sofort einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Die Regelung gilt ebenfalls für Patientinnen und Patienten mit erkältungs- oder grippeähnlichen Symptomen, sobald sie sich außerhalb ihres Patientenzimmers aufhalten.
Schutzmaßnahmen aufgrund steigender Infektionszahlen
Anlass für die Maßnahme ist ein spürbarer Anstieg von Atemwegsinfektionen im gesamten Kreis Höxter. Für Patientinnen und Patienten ohne entsprechende Symptome besteht weiterhin keine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, es wird jedoch ausdrücklich empfohlen. Diese Empfehlung gilt ebenso für Begleitpersonen in den Ambulanzen, Medizinischen Versorgungszentren sowie im Therapiezentrum der KHWE.
Personalengpässe durch Erkältungs- und Grippewelle
Die aktuelle Erkältungs- und Grippewelle betrifft die KHWE nach eigenen Angaben ebenso wie zahlreiche andere Unternehmen in der Region. In den vergangenen Wochen sei zudem die Zahl krankheitsbedingter Ausfälle unter den Mitarbeitenden gestiegen. Die Maskenpflicht solle dazu beitragen, Patientinnen und Patienten sowie das Personal bestmöglich zu schützen und die medizinische Versorgung weiterhin sicherzustellen. Zusätzlich bittet die KHWE darum, die in allen Einrichtungen bereitgestellten Möglichkeiten zur gründlichen Händehygiene konsequent zu nutzen.
Notfallversorgung weiterhin sichergestellt
Die medizinische Versorgung in allen Krankenhäusern der KHWE ist nach Angaben der Hospitalvereinigung weiterhin uneingeschränkt gewährleistet. Auch die Notfallversorgung in den Notaufnahmen des St. Ansgar Krankenhauses Höxter sowie des St. Josef Hospitals Bad Driburg ist jederzeit sichergestellt. Aufgrund der aktuell hohen Inanspruchnahme könne es jedoch vereinzelt zu längeren Wartezeiten kommen.
Appell an Besucherinnen und Besucher
Die KHWE weist darauf hin, dass nicht jede Erkrankung oder Verletzung eine Behandlung in der Notaufnahme erfordert. Viele gesundheitliche Beschwerden könnten weiterhin durch Hausärztinnen und Hausärzte versorgt werden. Die Notaufnahmen seien insbesondere für akute und schwere Symptome vorgesehen, etwa bei plötzlich auftretenden Brustschmerzen, Atemnot, starken Bauchschmerzen, plötzlichem Bewusstseinsverlust, Lähmungserscheinungen, unklaren Sprachstörungen oder akutem Sehverlust.
Abschließend appelliert die KHWE an Besucherinnen und Besucher, Krankenhäuser, Seniorenhäuser sowie Facharztpraxen bei grippeähnlichen Symptomen zum Schutz von Patientinnen, Patienten, Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden nicht zu betreten.