Holzminden (awin). Am Donnerstagnachmittag, 22. Januar, fand in der Pionierkaserne am Solling das feierliche Gelöbnis der Rekruten und Rekrutinnen statt. Insgesamt 110 Soldaten und Soldatinnen aus den Standorten Holzminden und Hannover bekannten sich dazu, der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen.
Antreten auf dem Appellplatz
20 Rekruten und Rekrutinnen aus dem Panzerpionierbataillon 1 aus Holzminden, darunter 12 Zeitsoldaten und Zeitsoldatinnen, sowie 90 Rekruten und Rekrutinnen aus der Schule für Feldjäger und Stabsdienst aus Hannover marschierten auf dem Appellplatz der Kaserne auf. Begleitet wurden sie von der 2., 3. und 4. Kompanie des Panzerpionierbataillons 1 sowie von der Ehrenformation. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Heeresmusikkorps Kassel.
Gäste aus Politik und Gesellschaft
Bataillonskommandeur Oberstleutnant Busenthür begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik und Gesellschaft, darunter Bürgermeister Christian Belke, den SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps sowie den Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann. Familie, Freunde und Bekannte der Rekruten verfolgten das Gelöbnis bei bestem Wetter vom Rand des Appellplatzes aus und sorgten trotz eisiger Temperaturen für einen würdevollen Rahmen.
Klare Worte des Bataillonskommandeurs
In seiner Rede betonte Oberstleutnant Busenthür die Bedeutung des feierlichen Gelöbnisses. Es sei „kein Ritual ohne Inhalt“. Mit Blick auf den Russland-Ukraine-Krieg sowie die Grönland-Debatte zwischen den USA und Europa machte der 43-Jährige deutlich, dass Freiheit und Demokratie keine Selbstverständlichkeit seien. „Der Frieden fällt nicht vom Himmel“, erklärte der Bataillonskommandeur. Er lobte die Rekruten und Rekrutinnen für ihre Bereitschaft, dem Heimatland zu dienen, und forderte „Mut, Disziplin und moralische Standfestigkeit ein“, um ein wehrhaftes und freies Deutschland zu erhalten. „Die Bundesrepublik setzt Vertrauen in sie!“
Stimme der Rekruten
Stellvertretend für alle Rekruten und Rekrutinnen sprach Schütze Melina Thurisch. Das Gelöbnis sei für sie und ihre Kameraden der sichtbare Schritt in den Dienst bei der Bundeswehr. Neue Regeln, neue Erwartungen und ein neuer Ton hätten den Einstieg nicht leicht gemacht. Durch Zusammenhalt und Vertrauen seien jedoch „aus Fremden Kameraden“ geworden. In der kurzen Zeit hätten alle an Belastbarkeit und Disziplin gewonnen. Zum Abschluss rief sie dazu auf, mitzudenken, Haltung zu zeigen, Verantwortung zu übernehmen und nicht nur Befehlen zu folgen.
Eid und Abschluss der Veranstaltung
Höhepunkt der Veranstaltung war der Eid der Rekruten auf die Truppenfahnen. Im Anschluss gratulierten Oberstleutnant Busenthür, Bürgermeister Belke und der Bundestagsabgeordnete Schraps den angetretenen Soldatenabordnungen per Handschlag. Nach einem weiteren Musikstück des Heeresmusikkorps Kassel und dem Abmarsch der Ehrenformation durften die Besucher den Appellplatz betreten, um ihren Angehörigen zu gratulieren und Erinnerungsfotos zu machen. Das feierliche Gelöbnis klang mit einem Empfang in den Räumlichkeiten der Kaserne aus.
Fotos: awin