Niedersachsen/Hameln (red). Niedersachsens Staatssekretär für Digitalisierung, Stefan Muhle, hat heute einen Förderbescheid aus der Förderlinie für Digitale Hubs virtuell an das Förderkonsortium des „zedita.digitalhub“ in Hameln übergeben. Mit 198.000 Euro unterstützt das Niedersächsische Digitalisierungsministerium den Aufbau des Hubs. 

Mit dem zedita.digitalhub schafft die Hochschule Weserbergland (HSW) gemeinsam mit der Stadt Hameln, dem Landkreis Hameln-Pyrmont sowie Partnern aus der Wirtschaft einen zentralen Innovations- und Transferknotenpunkt für die digitale Transformation im historischen Kaisersaal im Bahnhofsgebäude in Hameln. Das Vorhaben knüpft an das Ende März abgeschlossene Projekt „zedita – Phase 0“ an und bietet organisationsübergreifend modernste Workshop- und Coworking-Räumlichkeiten an. Hier soll die virtuelle und die reale Welt, sowie zentrale und dezentrale Partner und Einrichtungen verbunden werden, sodass neuartige Ansätze zur Digitalisierung für die regionale Wirtschaft entstehen. Im Rahmen kooperativer Digitalisierungsprojekte sollen Prototypen für Produkte und digitale Dienstleistungen als Best-Practice-Beispiele entstehen, die sogar zu neuen Geschäftsmodellen führen können. Weitere Schwerpunkte des Hub-Konzeptes sind zudem der Wissenstransfer und die Einbeziehung von jungen Talenten, um den notwendigen Fachkräftebedarf bei der digitalen Transformation in der Wirtschaft zu decken. 

Digitalisierungsstaatssekretär Stefan Muhle: „Digitale Teilhabe bedeutet für mich, dass wir digitale Kompetenz über alle Altersklassen hinweg auf- und ausbauen, um mitreden und die Digitalisierung mitgestalten und weiterentwickeln zu können. Die Förderlinie für den Aufbau von digitalen Hubs in ganz Niedersachen arbeitet auf genau dieses Ziel hin. Mit dem zedita.digitalhub in Hameln entsteht in historischer Umgebung ein Knotenpunkt für die Digitalisierung mit überregionaler Strahlkraft. Hier vernetzen sich Wirtschaft, Wissenschaft, Schulen und Bildungseinrichtungen und tauschen digitales Know-How aus. Gerade das Engagement so zahlreicher Partner aus der Region kann einen nachhaltigen Mehrwert für eine erfolgreiche Digitalisierung in der Region und in ganz Niedersachsen schaffen. Der Hamelner Hub setzt zudem explizit darauf, die Fachkräfte der Zukunft für digitale Themen zu begeistern. Das ist in Zeiten des Fachkräftemangels der richtige Weg.“ 

Dirk Adomat, Landrat Hameln-Pyrmont: „Wir freuen uns, dass durch die Hochschule Weserbergland initiiert ein Digital Hub in Hameln-Pyrmont entsteht. Mit zedita und dem Kaisersaal holen wir die Vorteile der bisher überwiegend in Großstädten angesiedelten Coworking Spaces in den ländlichen Raum – dies wird maßgeblich dazu beitragen, Akteur*innen im Landkreis noch besser zu vernetzen und gleichzeitig die Attraktivität des Landkreises für Fachkräfte sowie junge Talente zu steigern.“ 

Claudio Griese, Oberbürgermeister der Stadt Hameln: „Für die Stadt Hameln bietet zedita ein innovatives und attraktives Angebot an der Schnittstelle von Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft. Wir sehen es als eine Chance für die Unternehmen der Region, aber auch für unsere eigenen Mitarbeiter*innen, sich in einer neuen Arbeitsumgebung miteinander auszutauschen und gegenseitig zu bereichern.“ 

Prof. Dr. Hans Ludwig Meyer, Hochschulpräsident der HSW: „Das letzte Jahr hat auf eindrucksvolle Weise zum Um- und Neudenken bewogen und einmal mehr den hohen Stellenwert der Digitalisierung aufgezeigt, besonders für die Attraktivität ländlicher Räume. Mit zedita entsteht ein Ort zur Gestaltung der digitalen Transformation und ein weiterer Beitrag, die HSW als Transfer- und Innovationsknotenpunkt für die Region zu etablieren.“ 

Klaus Deleroi, Geschäftsführer REINTJES GmbH: "Die digitale Zukunft hat Hameln erreicht. Eine neue und innovative Arbeitswelt ermöglicht unseren REINTJES Mitarbeiter*innen neuen Raum für Workshops, Meetings und kreatives Denken. Eine ganz neue Art der Begegnung und der Zusammenarbeit, die die Arbeitswelt transformiert, alte Strukturen aufbricht und vor allem unternehmensübergreifendes Arbeiten fördert. Ich freue mich auf die Bereicherung und den Fortschritt des flexiblen Arbeitens – gerade in Zeiten von COVID-19." 

Susanne Treptow, Geschäftsführerin GWS Stadtwerke GmbH: „Der Transformationsprozess zur ökologischen Energieversorgung bis 2050 stellt die gesamte Branche vor viele neue Herausforderung. In Projektteams werden wir die Zukunftsthemen wie Einführung intelligenter Zähler, Ausbau der E-Mobilität, Steuerung der Netzlasten mit volatilen Erzeugungsanlagen oder auch Breitbandausbau in den Räumlichkeiten von zedita im Kaisersaal bearbeiten und lösen. Gleichzeitig treffen wir auf Firmen und Menschen unterschiedlicher Branchen, um voneinander zu lernen. Die junge Generation erwartet von ihren Arbeitgebern eine agile innovative Arbeitsatmosphäre, die mit zedita in der Region geschaffen wurde.“ 

Axel Schulz, Geschäftsführer SCHUBS GmbH und Mehrfachgründer: „Gerade in der Entwicklung von Steuerungstechnik ist Erfahrungsaustausch wichtig, um Lösungen für Probleme und Inspirationen für neue Systeme zu finden. Zudem weiß ich, was es heißt, neue Projekte anzugehen oder sogar Unternehmen zu gründen. Gerade für diese Zeit hätte ich mir selbst einen Ort, wie zedita gewünscht, um sich zu vernetzen und schnell von anderen zu lernen. Ich freue mich daher umso mehr über die zustande gekommene Kooperation!“ 

Sebastian Reh, Leitung zedita: „Innovationen entstehen in einem lebendigen Austausch. Genau das fördert zedita: wir bieten die Möglichkeit die eigene Komfortzone zu verlassen und sich auf neue Denkweisen einzulassen. Welcher Standort eignet sich hierfür besser als der historische Kaisersaal im Hamelner Bahnhof, einem Ort der Begegnung, in zentraler Lage und mit optimaler Verkehrsanbindung.“ 

Weitere Informationen zur Förderung von Digital Hubs finden Sie auf den Seiten der NBank. Der Digital Hub zedita präsentiert sich im Internet unter https://www.zedita.de.