Polle (red). Im vergangenen Jahr hatte die Laienspielgruppe Polle mit großem Erfolg den Kriminalschwank „Wohin mit der Leiche“ von Walter G. Pfaus auf die Bühne gebracht. Die Komödie von Steffen Vogel, die die Theatergruppe von der Weser in diesem Jahr auf der Freilichtbühne aufführen wird, hat zwar den harmlosen Titel „Eine Woche ohne Erika“, kommt aber auch nicht ohne Polizei und Leiche aus. Aufgrund des mittlerweile chronisch werdenden Personalmangels vor, auf und hinter der Bühne war es für die Aktiven des Vereins nicht ganz einfach, ein Stück zu finden, das besetzt werden konnte, bei dem kein arbeitsintensiver Bühnenbau erforderlich ist und bei dem sich die Zuschauer köstlich amüsieren würde. Und die Komödie „Eine Woche ohne Erika“ erfüllt alle diese Bedingungen. Steffen Vogel, ein junger Nachwuchsautor aus Hamburg mit Erfahrung als Vorsitzender, Mitspieler und Regisseur einer Amateurbühne, schafft es mit seinen pointenreichen Dialogen, dass kaum ein Auge trocken bleibt. Fast hätte es in diesem Jahr wieder mit einer Uraufführung in Polle geklappt, aber die erst im September letzten Jahres erschienene Komödie wurde schon von zwei Amateurbühnen mit großem Erfolg aufgeführt. Auf der Bühne im Amtshof der Poller Burg wird das Stück aber erstmals auf einer Freilichtbühne in Szene gesetzt. 

Kurz zum Inhalt: Für Strohwitwer Heinz (Heinz Heil) sollte es eigentlich eine ganz entspannte Woche werden. Während seine Gattin Erika ihre Schwester besucht, hat der Rentner sich ein entspanntes Ferienprogramm zurechtgelegt, bestehend aus Entspannung und dem neuesten Roman seines Lieblingsautoren. Doch irgendwie scheint er die Rechnung ohne seine Nachbarn gemacht zu haben. Während Erikas beste Freundin Leonore (Christa Runge) ihm ständig mit der ungeschnittenen Hecke in den Ohren liegt, taucht Nachbarstocher Lisa (Lena Heger) plötzlich mit ihrem Verlobten Bruno (Hans-Jürgen Toschek) auf. Und eines ist Krimi-Fan und Hobby-Ermittler Heinz sofort klar: mit diesem Verlobten ist etwas faul. Diese Vermutung soll sich schnell bewahrheiten, als Heinz Ohrenzeuge eines waschechten Mordkomplottes, das Bruno mit Sylvia (Elke Toschek) ausheckt, wird. Dumm nur, dass die Polizei ihm nicht so richtig glauben will und Kommissarin Charlotte (Cora Holste) viel zu spät ins Spiel einsteigt - und das auch noch so halbherzig. Statt sofort zu intervenieren, will die junge Ermittlerin erst noch Beweise sammeln und die offenen Fragen klären. Wo ist die Leiche? Wer wurde eigentlich ermordet? Welche Rolle spielt Leonore in der Sache? Und darf man Hecken überhaupt schneiden, wenn der Felsenpinguin noch Brutsaison hat?

Die Aufführungen finden auf der Bühne im Amtshof statt. In diesem Jahr wird nach langer Zeit einmal wieder ohne Bühnenüberdachung gespielt, das heißt, die Zuschauer sitzen wie immer im Trockenen, aber die Mitspieler müssen sich gegebenenfalls trocken spielen. Bei extremen Wetterlagen behält sich die Laienspielgruppe vor, die Aufführungen kurzfristig abzusagen. Damit also niemand die Reise vergebens antritt, wird empfohlen, vorher noch auf der Homepage der Freilichtbühne nachzusehen, dort sind die aktuellen Nachrichten und auch das örtliche Wetter zu finden. Premiere ist am Sonnabend, den 22. Juli um 19.30 Uhr, die weiteren Aufführungen sind am 23.7. um 16.00 Uhr, am 29.7. um 19.30 Uhr, am 30.7. um 16.00 Uhr, am 5.8 um 19.30 Uhr, am 6.8. um 16.00 Uhr, am 12.8. um 19.30 Uhr und am 13.8. um 16.00 Uhr. Karten können wie immer bei der Laienspielgruppe Polle, Tel.: 05535/911006, Fax: 05535/911008, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, auf der Homepage der Laienspielgruppe www.lsgp.de, bei Facebook www.facebook.com/freilichtbuehne.polle und bei der Gästeinformation Polle, Tel. und Fax 05535/411, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reserviert werden.

Foto: Freilichtbühne Burg Polle