Grünenplan (red). Gemeinsam mit dem SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Schraps, dem SPD-Landratskandidaten Bjarne Allruth sowie dem SPD-Bürgermeisterkandidaten Lars Schneppe hat die örtliche SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt die SCHOTT AG in Grünenplan besucht.
Nach der Begrüßung durch Standortleiter Dr. Alexander Glacki und sein Team erhielten die politischen Vertreterinnen und Vertreter bei einem Rundgang durch die Produktion direkte Einblicke in die Arbeit des Unternehmens am Standort Grünenplan. Der Standort mit seinen rund 400 Mitarbeitenden habe in den vergangenen Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in die Weiterentwicklung der Produktionsstätte investiert.
Grünenplan spielt zentrale Rolle bei Dünnglas-Produktion
Für die Teilnehmenden wurde dabei deutlich, dass diese Investitionen nicht nur ein weltweit tätiges Unternehmen stärken, sondern auch einen traditionsreichen Industriestandort im Landkreis Holzminden. Seit mehr als 200 Jahren ist Grünenplan mit der Glasproduktion verbunden.
Besonders hervorgehoben wurde die weltweit führende Rolle von SCHOTT im Bereich Dünnglas. In Grünenplan werde Dünnglas bereits seit den 1960er-Jahren gefertigt – zunächst vor allem für die Mikroskopie. Heute reicht das Spektrum von ultradünnem Flachglas für Smartphones über Restaurationsglas bis hin zu speziellen Glasbeschichtungen für Photovoltaikanlagen auf Satelliten im Orbit.
Beim Rundgang wurden verschiedene Glaserzeugnisse vorgestellt, darunter auch Glas, das dünner ist als ein menschliches Haar.
Energiepreise und Fachkräftemangel als Herausforderungen
Im anschließenden Austausch mit der Standortleitung und weiteren Unternehmensvertretern ging es neben der positiven Entwicklung des Standortes auch um aktuelle Herausforderungen. Dazu zählen insbesondere hohe Energiepreise, globale Entwicklungen mit Auswirkungen auf die Industrie sowie die Gewinnung qualifizierter Fachkräfte im ländlichen Raum.
Sabine Tippelt und Johannes Schraps zeigten sich beeindruckt von der Innovationskraft und Bedeutung des Standortes Grünenplan. Auch Bjarne Allruth und Lars Schneppe hätten wichtige Impulse aus dem Gespräch mitgenommen.
Die politischen Vertreter waren sich nach eigenen Angaben einig, dass starke Industrie- und Wirtschaftsstandorte gute Rahmenbedingungen auf allen politischen Ebenen benötigen. Dazu gehörten eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur, bezahlbarer Wohnraum, gute Bildungs- und Betreuungsangebote sowie eine verlässliche Berufsorientierung und starke duale Ausbildungsstrukturen.
Politik sieht Bedeutung des ländlichen Raums
„SCHOTT zeigt in Grünenplan eindrucksvoll, wie Tradition und hochmoderne Industrie zusammengehören. Solche Besuchstermine sind deshalb enorm wichtig: Unternehmen müssen politisch Gehör finden und Politik muss die konkreten Bedingungen vor Ort kennen. Nur so können wir gute Entscheidungen für die wirtschaftliche Entwicklung unserer Region treffen“, erklärte Sabine Tippelt.
Johannes Schraps ergänzte: „Gerade aus bundespolitischer Sicht ist klar: Industrielle Wertschöpfung darf nicht nur in den großen Ballungsräumen stattfinden. Standorte wie Grünenplan zeigen, welches Potenzial im ländlichen Raum steckt. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, bezahlbare Energie, weniger Bürokratie und eine Politik, die Investitionen in moderne Produktion unterstützt.“
Mit Blick auf die kommunale und regionale Ebene sei der Besuch nach Angaben der Beteiligten ebenfalls ein wichtiges Signal gewesen. Gute Arbeitsplätze, Ausbildungsmöglichkeiten und innovative Unternehmen seien zentrale Faktoren dafür, dass der Landkreis Holzminden wirtschaftlich stark bleibe und junge Menschen Perspektiven in der Region finden.
Foto: Büro Tippelt