Stadtoldendorf (red). „So eine hervorragende Beteiligung hatten wir überhaupt noch nicht“, begrüßte die Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Eschershausen die zahlreich erschienenen Mitglieder im „Strauch‘s“ in Stadtoldendorf. Und die Themenpalette war umfangreich an diesem Abend, angefangen bei den Kindergärten über die Schulen bis hin zur Feuerwehr.
Neue Kindergärten sind Zukunftsinvestitionen
„Wir haben uns als FDP im Bauausschuss der Samtgemeinde eindeutig für die Umsetzung der schon weit fortgeschrittenen Kindergartenplanungen in Stadtoldendorf und in Holzen eingesetzt“, berichtete Jens Baumert. Dass die sehr hohen Standards und die drastischen Baukostensteigerungen der letzten Jahre jetzt zu einer Kostenschätzung von mehr als 15 Millionen Euro für die beiden Kindertagesstätten geführt haben, sei in der Tat eine große Herausforderung für die Samtgemeinde. Ein Teil der hohen Kosten sei aber auch darauf zurückzuführen, dass in beiden Einrichtungen Plätze sowohl für unter dreijährige als auch für über dreijährige Kinder geschaffen werden sollen, ergänzte Christian Ahlswede aus Holzen.
„Wer nun aber glaubt, durch eine neue Planung nennenswert Kosten einsparen zu können, der ist eindeutig auf dem Holzweg“, zeigte sich Jens Baumert überzeugt. Denn zum einen seien dann Planungskosten von annähernd einer Mio. Euro verloren und andererseits sei mit weiteren Kostensteigerungen zu rechnen, da man mindestens zwei bis drei Jahre verlieren würde, erläuterte Baumert. Obwohl die große Mehrheit im Bauausschuss gegen die aktuellen Planungen gestimmt hat, werden sich die Liberalen weiterhin für diese Baumaßnahmen einsetzen. „Diese Kindergärten werden dringend gebraucht. Deshalb muss jetzt im Sinne unserer Kinder gehandelt werden“, fasste Petra Grotenburg die Diskussion zusammen.
Direktverbindung von Stadtoldendorf zur neuen Schule nach Eschershausen
Auch die neue „Schule am Vogler“ kann jetzt gebaut werden, nachdem das Bürgerbegehren gegen diese 4-zügige OBS/IGS mit gymnasialem Zweig gescheitert ist. „Ebenso, wie die neuen Kindergärten wird auch diese moderne zeitgemäße Schule dringend gebraucht, um unseren Kindern ein attraktives Lernangebot zu bieten“, erklärte Hermann Grupe. „Wir wirken damit auch dem zunehmenden Schülertourismus in die Nachbarlandkreise entgegen“. Die Schulwege würden damit in Summe kürzer und durch einen leistungsfähigen Schülertransport wolle man die Erreichbarkeit weiter verbessern. „Stadtoldendorf und Eschershausen sind Nachbarstädte, wir fordern eine direkte Verbindung von der größten Stadt in unserer Samtgemeinde zur neuen Schule in Eschershausen“, läuterte Grupe. „Dann haben wir einen Schulweg von weniger als 15 Minuten.“
„Wir steigern mit der Verwirklichung dieser Planungen im Kinder- und Jugendbereich die Lebensqualität in unserer Samtgemeinde deutlich, insbesondere für junge Familien“, sind sich die Liberalen sicher.
Leistungsfähigkeit der Feuerwehren fördern
„In Stadtoldendorf gibt es dringenden Investitionsbedarf im Feuerwehrbereich“, erklärte Wulf Kasperzik. Allerdings müssten am derzeitigen Standort Belange des Hochwasserschutzes beachtet werden. Landkreis und Kommune arbeiteten hier an einer Lösung. Die Hinweise der Feuerwehr bezüglich der Verkehrssicherheit im Bereich der Ausfahrt müssten in ein Gesamtkonzept für die Standortentwicklung aufgenommen werden, stellte Kasperzik fest. Die Liberalen wollen sich kurzfristig vor Ort die Vorschläge der Feuerwehr erläutern lassen.
Die Feuerwehren in Dielmissen, Lüerdissen und Oelkassen wollen fusionieren. In Dielmissen soll ein neues Gerätehaus entstehen. „Seit Jahren wird jetzt schon darüber gesprochen, die Pläne müssen jetzt endlich umgesetzt werden“, forderte Janis Grupe als Mitglied des Feuerschutzausschusses. Eine solche Fusion verbessere nicht nur die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr, sie sorge mittelfristig auch für einen effizienteren Einsatz der finanziellen Mittel, stellte Janis Grupe fest. Die Liberalen unterstützen die Pläne der Feuerwehr, sie seien beispielhaft für die Entwicklung im Feuerschutzwesen.
Andre Nolte stellte die Bedarfe bei den Feuerwehren in der Gemeinde Eimen dar und auch im Raum Heinade gebe es Planungen für eine Entwicklung der Standorte. Die Leistungen der Feuerwehren auf ehrenamtlicher Basis seien gar nicht hoch genug einzuschätzen. Notwendige Ausgaben in diesen Bereich seien Investitionen in die Sicherheit der Menschen, waren sich die Liberalen einig.
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