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Freitag, 13. Februar 2026 Mediadaten Fankurve
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Holzminden (zir). Die Zukunft der gesperrten Kreisstraße 32 (K32) im Bereich der Heinsener Klippen war am Donnerstag Thema im Ausschuss für Klimaschutz, Bau, Umwelt und Kreisentwicklung des Landkreises Holzminden. Die Verwaltung machte deutlich, dass die Straße aus Sicherheitsgründen weiterhin nicht freigegeben werden kann. Hintergrund ist die anhaltende Gefahr durch instabile und abgestorbene Bäume.

Seit August 2019 ist der Abschnitt zwischen Kilometer 3,400 und Kilometer 3,750 für den Verkehr gesperrt. Anlass war eine Meldung der Niedersächsischen Landesforsten, die als Eigentümer der Waldflächen auf erhebliche Risiken für Verkehrsteilnehmende hingewiesen hatten. Politisch wurde die Entscheidung 2021 bestätigt: Die Sperrung bleibt bestehen, solange eine Gefährdung durch herabfallende Äste oder umstürzende Bäume nicht ausgeschlossen werden kann. Zudem wurde ein regelmäßiges Monitoring vereinbart.

Zustand der Bäume weiterhin kritisch

Im Ausschussbericht verwies die Verwaltung auf zwei Vor-Ort-Termine vom 11. April 2025 und 5. Dezember 2025. Demnach hat sich das Gesamtbild gegenüber früheren Kontrollen kaum verändert. Zahlreiche Altbuchen befinden sich in unterschiedlichen Stadien des Zerfalls. Bei vielen Exemplaren sind Kronenteile bereits herabgebrochen, teils stehen nur noch Stammreste. Andere Bäume sind komplett umgestürzt und verbleiben als Totholz im Bestand.

Zusätzlich zeigen sich Schäden durch Trockenheit und Pilzbefall, die die Stabilität weiter beeinträchtigen. Neben den Buchen sind inzwischen auch andere Baumarten, insbesondere Eschen, in größerem Umfang betroffen. Die Fachleute bewerten das Risiko für den Verkehr weiterhin als erheblich.

Ein dokumentierter Vorfall verdeutlicht das Gefahrenpotenzial: Eine Buche brach in mehreren Metern Höhe ab, der Stamm rutschte hangabwärts, querte die Fahrbahn, passierte Schutzplanke und Radweg und kam erst im Uferbereich der Weser zum Stillstand.

Als positive Entwicklung wurde im Ausschuss die natürliche Verjüngung des Waldes genannt, die langfristig zu einer Stabilisierung des Bestandes beitragen könne.

Kritik an Umleitungsstrecke

Auch ein Austausch mit betroffenen Anwohnern am 16. Dezember 2025 floss in die Sitzung ein. Diese schilderten die Auswirkungen der Umleitung über die K25. Vor allem der Liefer- und Landwirtschaftsverkehr müsse erhebliche Mehrwege in Kauf nehmen, was Zeit- und Kostenaufwand erhöhe und zusätzliche Emissionen verursache. Zudem sei die Fähre Polle nicht durchgängig als Alternative nutzbar.

Die Behördenvertreter erklärten, dass eine vollständige Beseitigung der Gefahrenquellen nur durch umfangreiche Fällarbeiten möglich wäre. Ein solcher Eingriff würde jedoch das europarechtlich geschützte Gebiet betreffen und sei daher nicht zulässig. Eine Ausnahmegenehmigung komme nicht in Betracht, da mit der K25 eine zumutbare Ausweichroute vorhanden sei.

Radweg gesichert – Dauerlösung gesucht

Der parallel verlaufende Weserradweg bleibt geöffnet. An besonders sensiblen Stellen wurden Schutzmaßnahmen in Form von Betonbarrieren installiert. Aufgrund des größeren Abstands zum Hang wird das Risiko für Radfahrende geringer eingeschätzt als für den Pkw-Verkehr auf der K32.

Die K25 fungiert weiterhin als offizielle Umleitungsstrecke. Um deren Nutzbarkeit ganzjährig sicherzustellen, wurde im Frühjahr 2024 ein Amphibienleitsystem eingebaut. Dadurch sollen saisonale Sperrungen während der Wanderzeiten vermieden werden.

Foto: lbr

 

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