Holzminden (zir).  Dr. Anton Hofreiter besuchte am 2. Juni auf Einladung des Kreisverbandes der GRÜNEN und auf Vermittlung des Bundestagsabgeordneten Helge Limburg den Landkreis Holzminden. Nach einer Wanderung im Hooptal mit Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer begab sich der Vorsitzende des Europaausschusses für einen Austausch zur Geschäftsstelle der GRÜNEN nach Holzminden.

Vor der Geschäftsstelle warteten bereits etwa 20 Bürgerinnen und Bürger, um der Rede Hofreiters zuzuhören und ihm anschließend Fragen zu stellen. „Das Weserbergland ist eine sehr schöne Region. Jahrhundert alte Bäume, die ich heute während meiner Wanderung durch das Hooptal gesehen habe, zeigten mir, dass die Natur vor Ort sehr wertvoll ist“, begann Hofreiter seine Ansprache, „um solche Bäume zu retten, aber auch unserer Lebensgrundlage sichern zu können, müssen wir das Klima an erste Stelle setzen.“ Der Ausbau von Windkraft- und PV-Anlagen sei ein wichtiger Schritt in diese Richtung. „In Niedersachsen sind die Strompreise nur deswegen so billig, weil der Großteil des produzierten Stroms aus erneuerbaren Energien stammt“, erklärte Hofreiter. In Bayern dagegen sei der Strom deutlich teurer, da dort der Ausbau von Windkraftanlagen nicht stattfinde.

Zweiter Schwerpunkt seiner Rede war die Wichtigkeit der EU in Zeiten des Krieges zwischen der Ukraine und Russland sowie „der Angriff der Faschisten auf die Europäische Union“. „Die AFD will das Europäische Parlament abschaffen und unsere Demokratie unterwandern“, warnte der Politiker. Durch Gelder aus beispielsweise Russland werde die AFD in ihren Zielen unterstützt. Um eine Gefährdung der Demokratie in Europa zu verhindern sei die Europawahl sehr wichtig. „Bitte gehen Sie wählen. Am besten demokratisch. Denn nur die Europawahl hilft uns unsere Freiheit zu sichern“, appellierte Hofreiter.

Nach der Rede hatten die Bürgerinnen und Bürger Zeit, ihre Fragen zu stellen. Es wurden unter anderem Fragen zu dem Krieg in der Ukraine selbst gestellt, zur AFD, zur politischen Lage in Deutschland sowie zu Themen, die auch die USA und China betreffen. Hofreiter ging auf jede Frage ein und appellierte abschließend: „Wir sollten nicht in eine Art Depression verfallen. Wir haben schon einiges geschafft und werden auch einiges schaffen.“

Seitens des Kreisverbandes der Grünen überreichten Helge Limburg, Christian Meyer, Alexander Tietze und Juliane Kirk-Siebke ein Präsent mit Geschenken aus der Region und bedankten sich bei Hofreiter für den Besuch.

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