Holzminden (red). Das Land Niedersachsen unterstützt die Stadt Holzminden mit Fördermitteln aus dem Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“. Am (heutigen) Dienstag überreichte Regionalministerin Wiebke Osigus einen Förderbescheid in Höhe von 300.000 Euro an Bürgermeister Christian Belke. Damit soll ein Raum in der Innenstadt zur Mischnutzung angemietet werden, der Gründer:innen, Kleinselbstständigen, Institutionen, Vereinen und weiteren Akteur:innen zur Erprobung neuer Ideen und Ansätze offen steht. Das Vorhaben baut auf das ebenfalls vom Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung (MB) geförderte Projekt „Stadtallianz Innenstadtrevitalisierung und Existenzgründung“ auf und möchte mit der Entwicklung neuer Angebote und Dienstleistungen die Vielfalt der Innenstadt stärken. 

„Holzminden ist eine Stadt voll guter Ideen und kreativer Köpfe. Nicht nur sprichwörtlich, sondern ganz praktisch wird den Bürgerinnen und Bürgern hier ‚Zukunftsraum‘ für Austausch und Innovation geboten“, stellte Osigus einmal mehr erfreut fest. Bereits während ihrer Sommerreise habe sie sich im Instagram-Museum ‚HOLstagram‘ vom besonderen Ideenreichtum der Kreisstadt überzeugen können. „Genau für solche regionalen Lösungen ist die hohe Flexibilität unserer Förderprogramme gedacht. Wir stärken damit effektiv die Klein- und Mittelzentren, damit sie trotz der gewaltigen Herausforderungen auch zukünftig ihre zentralen Funktionen als Ankerpunkte für die ländlichen Räume Niedersachsens erfüllen können“, so Osigus weiter. 

„Ich bin sehr dankbar für diese neuerliche finanzielle Unterstützung des Landes, die es uns erlaubt, die zielführenden und kreativen Ideen zur Stärkung unserer Innenstadt sowie auch der Sollingortschaften weiter zu verstetigen. Hiermit haben wir auch künftig die Möglichkeit, gegen Leerstand anzukämpfen. Existenzgründer:innen, Kunsthandwerker:innen oder auch Künstler:innen kann so die Möglichkeit eingeräumt werden, sich in unserer Stadt auszuprobieren. Insofern freue ich mich natürlich sehr über die heutige Übergabe des Förderbescheides“, erläuterte Bürgermeister Belke. 

Das Programm „Zukunftsräume Niedersachsen“ setzt sich aus den Komponenten Förderung, Beratung und Vernetzung zusammen. Zur Umsetzung der dritten Säule führen die Ämter für regionale Landesentwicklung regelmäßig Netzwerkkonferenzen durch, bei denen das Lernen von und Vernetzen mit anderen Akteur:innen aus Niedersachsen im Vordergrund steht. Der nächste Termin für den Bezirk Leine-Weser findet am 04.09.2023 in Hannover statt. Eine Anmeldung ist unter https://arl-netzwerkkonferenzen.ascrion.com/ möglich.

Hintergrund 
Mit den „Zukunftsräumen“ bietet das Ministerium kleinen und mittleren Städten ab 10.000 Einwohnenden ein niedrigschwelliges und flexibles Instrument, das ihnen dabei hilft, Versorgungsfunktionen für ihr Umland wie die medizinische Versorgung, beim Einzelhandel oder in der Kultur wahrzunehmen. Seit 2019 wurden in sechs Förderrunden 98 Projekte sowie Beratertage mit insgesamt 18,6 Millionen Euro gefördert. Weitere 23 Anträge mit einem Fördervolumen von 3,8 Millionen Euro können in der aktuellen siebten Förderrunde positiv beschieden werden.

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