Donnerstag, 30. April 2026 Mediadaten Fankurve
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Hameln (red). Die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln beginnt am 1. Mai mit einer umfassenden Kartierung von Schwalbennestern in mehreren Hamelner Ortschaften. Betroffen sind die Ortsteile Afferde, Rohrsen, Klein Hilligsfeld, Groß Hilligsfeld, Unsen, Welliehausen und Holtensen. Ziel der Untersuchung ist es, einen aktuellen Überblick über besetzte und unbesetzte Nester von Mehl- und Rauchschwalben an Gebäuden zu gewinnen.

Datengrundlage für Schutz und Beratung

Hintergrund ist die geplante Einrichtung einer ehrenamtlichen Schwalbenberatung in Hameln. Die erhobenen Daten sollen als Grundlage für einen koordinierten Schutz der Vögel dienen. Gleichzeitig soll die Beratung dazu beitragen, die Akzeptanz von Schwalben an und in Gebäuden zu stärken und die unzulässige Zerstörung ihrer Brutstätten und Lebensräume zu verhindern.

Kartierung läuft bis Oktober

Mit der Durchführung der Kartierung hat die Stadt das Umweltplanungsbüro patroVIT Ökologische Betriebsbegleitung & Landschaftsplanung GmbH beauftragt. Die Arbeiten finden im Zeitraum vom 1. Mai bis 31. Oktober statt. Dabei werden auch Privatgrundstücke tagsüber betreten, um Schwalbennester fachlich zu erfassen. Das Betretungsrecht ergibt sich aus den gesetzlichen Regelungen des Bundes- und niedersächsischen Naturschutzrechts. Die beauftragten Personen werden sich vor Ort entsprechend ausweisen können.

Schwalben als wichtiger Bestandteil des Ökosystems

Schwalben leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturhaushalt. Als reine Insektenfresser tragen sie dazu bei, die Population fliegender Insekten wie Fliegen und Mücken, aber auch von Schädlingen wie Blattläusen zu regulieren, und fördern so die Biodiversität im Siedlungsraum. Gleichzeitig gehen ihre Bestände seit Jahren zurück. Ursachen sind unter anderem der Verlust geeigneter Nistmöglichkeiten sowie ein Rückgang des Nahrungsangebots.

Schutz und Mithilfe der Bevölkerung

Schwalbennester sind ganzjährig gesetzlich geschützt und dürfen weder entfernt noch zerstört werden. Die Untere Naturschutzbehörde steht beratend zur Seite, um Bauvorhaben und Artenschutz in Einklang zu bringen.

Die Stadt appelliert: „Um den Schwalben besser helfen zu können, brauchen wir Ihre Hilfe.“ Wer Schwalbennester duldet oder zusätzliche Nistmöglichkeiten schafft, leistet einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Auch einfache Maßnahmen wie Kotbretter, Lehmpfützen oder der Verzicht auf Pestizide verbessern die Lebensbedingungen der Tiere deutlich.

Wer Nester oder Sichtungen aus den genannten Ortsteilen kennt, kann diese per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. melden. Für Rückfragen steht die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Hameln unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. zur Verfügung.

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