Bad Pyrmont (red). Die im Insolvenzverfahren befindliche Grandhotel Bad Pyrmont GmbH arbeitet an einem tragfähigen Insolvenzplan. Darüber informiert die Insolvenzverwalterin, Rechtsanwältin Karina Schwarz von der Kanzlei Schwarz Rühmland und Partner aus Hannover.
Den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens hatte die Geschäftsführung beim Amtsgericht Hameln gestellt. In Abstimmung mit allen Verfahrensbeteiligten befindet sich die Gesellschaft inzwischen im Regelverfahren. Mit Beschluss vom 27. Februar bestellte das Gericht Rechtsanwältin Karina Schwarz zur Insolvenzverwalterin.
Nach Angaben der Insolvenzverwalterin erfolgt die insolvenzrechtliche Beratung durch das Team der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner aus Hannover. Die Projektleitung liegt bei Diplom-Wirtschaftsjuristin (FH) Zekira Fuest. Nick Piepenburg von der Restrukturierungsberatung Turnaround Management Partners unterstützte bereits im Vorfeld bei der Eigenverwaltungsplanung und begleitete das Verfahren in betriebswirtschaftlichen Belangen.
Ziel bleibt es, das Hotel nach Abschluss der laufenden Renovierungsarbeiten so schnell wie möglich wiederzueröffnen.
Umfangreichere Sanierung als geplant
Wie die Insolvenzverwalterin weiter mitteilt, habe sich im Zuge der vor zwei Jahren begonnenen Arbeiten gezeigt, dass die Sanierung des Brand- und Schallschutzes in dem denkmalgeschützten Gebäude deutlich umfangreicher ausfalle als ursprünglich angenommen. Entsprechend hätten sich die tatsächlichen Kosten erheblich stärker entwickelt als kalkuliert.
Das Grandhotel verfügt über 150 Zimmer, zwei Restaurants, fünf Veranstaltungsräume, eine Bar sowie einen Wellness- und Spa-Bereich. Eröffnet wurde das Haus im Jahr 1898 als Kurhotel.