Hameln (red). Ein zusätzlicher Bahnhaltepunkt im Landkreis Hameln-Pyrmont soll das regionale Mobilitätsangebot verbessern und die Schieneninfrastruktur langfristig stärken. Bei einem Abstimmungsgespräch mit der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) haben Vertreter des Landkreises und der Stadt Hameln das weitere Vorgehen erörtert.
An dem Gespräch nahmen Hameln-Pyrmonts Kreisrat Dr. Joachim Steinbeck, Hamelns Stadtbaurat Markus Pfeiffer sowie Vertreter der LNVG teil. Dabei verwiesen Landkreis und Stadt auf die aktuelle Beschlusslage und das jüngst verabschiedete Positionspapier „Bahn“. Auch der aktualisierte Antrag der Stadt Hameln für einen Haltepunkt „Süntelstraße“ war Gegenstand der Beratungen.
Potenzial für einen neuen Bahnhaltepunkt
Nach Angaben von Dr. Steinbeck erkenne die LNVG das Potenzial für einen neuen Haltepunkt im Landkreis Hameln-Pyrmont an. Durch den künftig geplanten Einsatz neuer Fahrzeuge mit verbesserter Fahrdynamik werde voraussichtlich jedoch nur ein zusätzlicher Halt auf der Bahnstrecke Elze–Hameln–Löhne betrieblich möglich sein.
Die möglichen Standorte Hameln-Süntelstraße/Ada-Lessing-Park und Fischbeck sollen deshalb im Rahmen einer Potenzialanalyse untersucht werden. Nach Angaben des Landkreises werden dabei alle infrage kommenden Optionen auf niedersächsischer Seite gleichberechtigt geprüft. Auch mögliche Standorte in Nordrhein-Westfalen sollen in die Untersuchung einbezogen werden.
Stabilität der Regionalbahn 77 wird geprüft
Als erster Schritt ist eine Stabilitätsprüfung für die Linie RB 77 vorgesehen. Dabei soll untersucht werden, ob der Fahrplan und die Pünktlichkeit der Regionalbahn auch bei Verspätungen stabil bleiben, wenn ein weiterer Haltepunkt bedient wird.
Bis Ende 2026 soll zudem ein umfassendes Gutachten in Auftrag gegeben werden. Die Potenzialanalyse soll klären, welcher der möglichen Haltepunkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen das größte Fahrgastpotenzial besitzt.
Da die Bahnstrecke auch durch Nordrhein-Westfalen führt, will sich die LNVG weiterhin eng mit den dort zuständigen Stellen abstimmen. Dabei sollen gemeinsame Kriterien für die Untersuchung und Bewertung der Standorte festgelegt werden.
Zweiter zusätzlicher Halt derzeit nicht möglich
Ein weiterer zusätzlicher Bahnhalt zwischen Hameln und Vlotho ist nach Angaben des Landkreises auch nach einer Optimierung des Stellwerks Vlotho mittelfristig nicht realisierbar. Damit konzentrieren sich die weiteren Untersuchungen zunächst auf einen einzigen zusätzlichen Haltepunkt entlang der Strecke Elze–Hameln–Löhne.
Der Landkreis Hameln-Pyrmont soll fortlaufend über die Ergebnisse der Stabilitätsprüfung und der Potenzialanalyse informiert werden.
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