Hameln (red). Mit der Übergabe des Förderbescheids am 11. August 2026 startet das Projekt „KI-Kompass Weserbergland“ an der Hochschule Weserbergland (HSW). Das neue Angebot unterstützt kleine und mittlere Unternehmen, Handwerks- und landwirtschaftliche Betriebe sowie Vereine und Non-Profit-Organisationen dabei, die Potenziale Künstlicher Intelligenz zu erkennen und erste Anwendungen praxisnah umzusetzen.
KI-Kompetenzen für die Region
Mit dem „KI-Kompass Weserbergland“ entsteht ein niedrigschwelliges und praxisorientiertes Angebot zur Vermittlung von KI-Kompetenzen in der Region. Ziel ist es, regionale Akteure für die Chancen und Herausforderungen generativer Künstlicher Intelligenz zu sensibilisieren und sie dabei zu unterstützen, Potenziale der Technologie für ihre Organisation zu erkennen und erste Anwendungen eigenständig umzusetzen.
Kostenfreie Angebote während der Projektlaufzeit
Hierfür werden Informations-, Qualifizierungs- und Transferformate entwickelt, die wissenschaftlich fundiertes Wissen verständlich und anwendungsorientiert vermitteln. Geplant sind Informationsveranstaltungen, digitale Lernangebote, Weiterbildungsformate sowie offene Workshops. Die Angebote richten sich als überbetriebliche und allgemein zugängliche Formate an interessierte Organisationen der Region und stehen während der Projektlaufzeit kostenfrei zur Verfügung.
Erfahrungen aus dem „zedita.zukunftsforum“
Der „KI-Kompass Weserbergland“ knüpft an die Erfahrungen des Projekts „zedita.zukunftsforum“ an und entwickelt dessen Impulse weiter. Während das Zukunftsforum vor allem den Austausch und die Sensibilisierung für Zukunftsthemen fördert, schafft der KI-Kompass konkrete Lern- und Transferangebote, die den praktischen Einsatz generativer KI in der Region unterstützen.
Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft
So entsteht an der Hochschule Weserbergland eine systematische Schnittstelle zwischen Wissenschaft, regionaler Wirtschaft und weiteren Transferakteuren. Bei der Überreichung des Förderbescheids durch Ottmar von Holtz, Landesbeauftragter für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, machte dieser deutlich: „Mit der Förderung des KI-Kompass Weserbergland unterstützen wir die Region ganz konkret im Wandel. Künstliche Intelligenz verändert Wirtschaft und Arbeitswelt tiefgreifend. Ich freue mich, dass unter anderem mit Mitteln der Europäischen Union dafür praxisnahe Angebote geschaffen, Zukunftskompetenzen vermittelt und so die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit des Weserberglands gestärkt wird.“
Amt begleitet die Zukunftsregion
Das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, dessen Leiter von Holtz ist, begleitet und unterstützt die Zukunftsregion bei regionalfachlichen Fragen und wirkt im Steuerungsgremium mit.
„Durch den KI-Kompass Weserbergland wird ein Angebot geschaffen, das Künstliche Intelligenz greifbar macht und den Wissenstransfer direkt in die Region trägt. Gerade kleinere Unternehmen, Vereine und Organisationen erhalten so die Möglichkeit, sich praxisnah mit den Chancen und Einsatzmöglichkeiten von KI auseinanderzusetzen und Zukunftskompetenzen aufzubauen“, sagt Julia Kowitzke, Leiterin des Regionalmanagements der Zukunftsregion Weserbergland+. „Wir freuen uns sehr, dieses Projekt unterstützen zu können, und wünschen dem Team der Hochschule Weserbergland viel Erfolg bei der Umsetzung.“
Mehr als 180.000 Euro Förderung
Das Projekt wird im Rahmen der Zukunftsregion Weserbergland+ mit 180.665 Euro gefördert. Darüber hinaus beteiligt sich der Landkreis Hameln-Pyrmont mit einer Kofinanzierung in Höhe von 49.656 Euro. Projektträger ist der Trägerverein der Hochschule Weserbergland. Die wissenschaftliche Leitung übernehmen Prof. Dr. André von Zobeltitz und Prof. Dr. Michael Städler, die Projektleitung liegt bei Daniel Weibke.
Foto: ArL-LW