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Hameln News

Hessisch Oldendorf (red). Im Zeitraum zwischen Freitag, 17. Juli, und Donnerstag, 23. Juli, ist es auf dem Waldfriedhof Süntel in Hessisch Oldendorf zu einer Sachbeschädigung gekommen.

Nach bisherigen Erkenntnissen stießen bislang unbekannte Täter mutwillig ein an einer Andachtsstelle aufgestelltes Holzpult sowie ein Holzkreuz um und beschädigten diese dabei erheblich.

Die Polizeistation Hessisch Oldendorf hat die Ermittlungen aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zur Tat oder zu den bislang unbekannten Tätern geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 05152/69872-0 mit der Polizeistation Hessisch Oldendorf in Verbindung zu setzen.

Die Polizei weist darauf hin, dass Friedhöfe Orte des Gedenkens, der Ruhe und des Respekts sind. Wer verdächtige Personen oder ungewöhnliche Beobachtungen auf Friedhöfen feststellt, wird gebeten, diese der Polizei zu melden.

Foto: Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden


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Lesedauer: 5 Minuten
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Holzminden. Ganzheitliche Gesundheitslösungen stehen im Mittelpunkt der Arbeit in der Physiotherapiepraxis Schöning. Wer sich wieder schmerzfrei bewegen und den Alltag aktiv gestalten möchte, findet hier einen verlässlichen Ansprechpartner. In der Praxis steht die individuelle Behandlung von Beschwerden des Bewegungsapparats im Fokus. Praxisinhaber Florian Schöning ist ausgebildeter Physiotherapeut und zusätzlich Heilpraktiker. Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, hat er das Team der Praxis zuletzt erweitert und damit spürbar mehr Behandlungstermine geschaffen.

Dein Therapeut ist im Sommerurlaub? Schnelle Hilfe bei Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

Gerade in den Sommermonaten stehen viele Patientinnen und Patienten vor dem Problem, dass die gewohnte Praxis oder der eigene Therapeut im Urlaub ist. Doch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen machen keine Ferien. In der Physiotherapiepraxis Schöning werden Patientinnen und Patienten mit akuten und chronischen Schmerzen ebenso nahtlos begleitet wie Menschen mit Bewegungseinschränkungen oder nach operativen Eingriffen. Ziel ist es, Beschwerden nachhaltig zu lindern, Beweglichkeit zurückzugewinnen und Patientinnen und Patienten auf dem Weg zurück in einen aktiven Alltag zu unterstützen.

Zum Behandlungsspektrum zählen unter anderem Kopf-, Kiefer-, Nacken-, Schulter-, Rücken-, Hüft-, Knie- und Fußschmerzen sowie Nacht-, Ruhe- und Bewegungsschmerzen. Auch Einschränkungen der Gelenkbeweglichkeit, Schulterimpingements, Kalkschulter, Meniskus- und Knorpelschäden oder Bandverletzungen werden in der Praxis behandelt. Darüber hinaus begleitet das Team Patientinnen und Patienten nach Operationen, etwa nach Bandscheibenvorfällen, Knie- oder Hüftprothesen, Meniskusoperationen, Knochenbrüchen oder Sehnenverletzungen.

Jede Therapie wird individuell auf die persönlichen Beschwerden und Ziele abgestimmt. Einer ausführlichen Anamnese und Diagnostik folgt eine gezielte Therapieplanung, die auf nachhaltige Verbesserung und langfristiges Wohlbefinden ausgerichtet ist.

Mehr Personal, mehr Termine für Patientinnen und Patienten

Um dem anhaltend großen Zuspruch gerecht zu werden und Engpässe während der Urlaubszeit zu vermeiden, hat Florian Schöning das Team gezielt verstärkt. Zuletzt wurden drei staatlich anerkannte Physiotherapeutinnen eingestellt. Dadurch kann die Praxis künftig mehr Termine anbieten und Wartezeiten reduzieren. Patientinnen und Patienten profitieren so von einer zeitnahen Behandlung und einer kontinuierlichen Betreuung, auch mitten im Sommer.

„Ich habe im November 2025 drei neue Kolleginnen einstellen dürfen. Dementsprechend haben wir nun die Möglichkeit, sehr kurzfristig Termine für Krankengymnastik, Lymphdrainage und Manuelle Therapie zu vergeben“, erklärte Florian Schöning.

„Unser Team ist mehr als die Summe seiner Mitglieder. Jede und jeder bringt seine ganz eigene Expertise mit. Das Ergebnis ist ein breites Spektrum an Wissen und Kompetenzen, das es uns erlaubt, Menschen genau so zu behandeln, wie sie es für ihre Gesundheitsziele brauchen“, ergänzte Schöning.

Moderne Therapieformen in persönlicher Atmosphäre

Neben klassischer Krankengymnastik kommen in der Praxis auch weiterführende Therapieformen zum Einsatz. Dazu zählen unter anderem Sportphysiotherapie, Krankengymnastik am Gerät, Kinesiotaping, Kiefergelenksbehandlung, Triggerpunkt- und Faszienbehandlung, Lymphdrainage, Nervenmobilisation, Manuelle Therapie sowie Orthopädisch Manipulative Therapie. Die Behandlungen erfolgen durch qualifiziertes Fachpersonal in modernen und freundlich gestalteten Praxisräumen.

Die Physiotherapiepraxis Schöning befindet sich in der „Nordstraße 8“ in Holzminden. Termine sind telefonisch unter +49 55 311 274 660 buchbar. Weitere Informationen stehen online unter www.praxis-schöning.de zur Verfügung.

Foto: Schöning

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Lesedauer: 17 Minuten
Landkreis Holzminden

Oldendorf (awin). Irgendwann in der Nacht war sich Constantin Lücke sicher, am Straßenrand ein Schwein gesehen zu haben. Seine Begleiter sahen keines. Lücke war zu diesem Zeitpunkt seit Stunden unterwegs, erschöpft und längst in einem Zustand, in dem der Kopf eigene Bilder produzierte. Er blickte auf die Uhr und lief weiter. Nach 23 Stunden und 42 Minuten erreichte er Bispingen. 172,72 Kilometer lagen hinter ihm.

Gestartet war Lücke am Freitag, 17. Juli, um 16 Uhr in Oldendorf. Einen regulären Marathon hatte er bis dahin noch nie absolviert, gezielt auf einen 24-Stunden-Lauf vorbereitet hatte er sich ebenfalls nicht. Trotzdem wollte er herausfinden, wie weit ihn sein Körper tragen würde – und ob sein Kopf auch dann noch mitspielte, wenn Müdigkeit und Schmerzen einsetzten.

„Die Beine waren gar nicht das größte Problem“, sagt Lücke. „Es war der Kopf, der irgendwann fragt: Alter, was machst du hier eigentlich?“

Aus einer Idee werden 170 Kilometer

Sportlich aktiv ist Lücke schon lange. Er trainiert im Fitnessstudio, nimmt an Hindernisläufen teil und absolvierte vor drei Jahren den „Iron Viking“ über die Marathondistanz. Auch einen Halbmarathon hat er bereits hinter sich. Speziell vorbereitet habe er sich auf diese Herausforderungen nicht, erzählt er. Beide Läufe seien trotzdem erstaunlich gut verlaufen.

Daraus entstand die Frage, was nötig wäre, um wirklich an die eigenen Grenzen zu gelangen. Die Antwort: 24 Stunden laufen und sehen, wie viele Kilometer möglich sind.

Ein festes Ziel wollte sich Lücke zunächst nicht setzen. Nach einigen Berechnungen landete er dennoch bei einer Distanz von rund 170 Kilometern. Bei der Suche nach einem passenden Ziel fiel die Wahl auf Bispingen. Weil die errechnete Strecke von Salzhemmendorf etwas zu kurz gewesen wäre, verlegte er den Start nach Oldendorf.

Wirklich konkret wurde das Vorhaben erst zwei Wochen vorher, als Lücke den Lauf in einem Video öffentlich ankündigte. „Ab da gab es kein Zurück mehr“, sagt er. Für ein gezieltes Langstreckentraining war es zu diesem Zeitpunkt ohnehin zu spät. Er blieb bei seinem üblichen Sportprogramm und lief praktisch ins Ungewisse.

Ein Team hält ihn in Bewegung

Unterstützt wurde Lücke von einem vierköpfigen Team bestehend aus seinen Eltern sowie seinen Begleitern Yanneck und Claudia. Die beiden Letztgenannten fuhren abwechselnd auf zwei E-Bikes an seiner Seite, Claudia lief zeitweise sogar mit. Seine Eltern steuerten zwei Wohnmobile, die als mobile Versorgungsstationen dienten.

„Im Endeffekt bin ich nur gelaufen“, sagt Lücke. „Die ganze Organisation haben die anderen übernommen.“

Das Team füllte den Rucksack auf, reichte Getränke und achtete darauf, dass er regelmäßig aß. Claudia ist überzeugt, dass er allein nicht genügend Nahrung zu sich genommen hätte. „Wir mussten ihn teilweise fast dazu zwingen“, merkt sie im Gespräch an.

Vorbereitet waren unter anderem Wraps, Kartoffeln, Brühe und Gummibärchen. Bei den Kartoffeln verlor Lücke irgendwann jedes Gefühl für Mengen. „Es kam mir vor, als hätte ich zwei Kilogramm davon gegessen. Wahrscheinlich waren es zehn Stück.“

Die größte Begeisterung löste jedoch Eis aus. Am warmen Abend, nach zahlreichen Kilometern und Höhenmetern, sei das „einfach richtig geil“ gewesen. Nach dem Lauf zeigte seine Garmin-Uhr einen errechneten Schweißverlust von 20,5 Litern an.

Zweimal zwölf Minuten Schlaf

Der ursprüngliche Plan sah vor, drei Kilometer zu laufen und anschließend einen Kilometer zu gehen. Die ersten 30 Kilometer lief Lücke jedoch vollständig durch. Danach wechselte er auf fünf Kilometer Laufen und einen Kilometer Gehen.

Nach etwa 60 bis 70 Kilometern kam der erste Einbruch. Lücke legte sich für zwölf Minuten in eines der Wohnmobile. Während seine Beine massiert wurden, schlief er ein. Eine zweite zwölfminütige Schlafpause folgte nach rund 100 Kilometern.

Mehr Schlaf war nicht eingeplant. Das Team hatte berechnet, wie lange die Pausen dauern durften und welches Tempo anschließend nötig war. Nach dem Aufwachen musste Lücke verlorene Zeit wieder hereinlaufen.

Gerade die ersten Meter nach einer Pause waren schwer. Claudia erinnert sich, dass er nach den Gehphasen nur mühsam in den Laufrhythmus zurückfand. Lücke beschreibt es pragmatisch: „Die ersten 200 Meter waren schlimm. Danach ging es wieder.“

Zeitweise zuckte sein Körper so stark, dass die Begleiter einen Krampf erwarteten. Einen einzigen bekam er während des gesamten Laufs nicht. Dafür entstanden Wundstellen und vier blaue Zehen. Blasen hatte er dagegen keine.

Der Kopf schaltet auf Autopilot

Mit zunehmender Müdigkeit veränderte sich Lückes Wahrnehmung. Begleiter Yanneck beschreibt, wie er zeitweise in Schlangenlinien lief und wirkte, als befinde er sich in einer anderen Welt. „Er sah teilweise aus wie ein Betrunkener. Der Kopf war einfach im Autopilot-Modus.“

Deshalb blieb er auf der gesamten Strecke begleitet. Einmal fielen ihm während einer Gehpassage kurz die Augen zu. Erst auf einem Grünstreifen kam er wieder richtig zu sich. Er kontrollierte die Uhr und setzte den Lauf fort.

Dann war da noch das Schwein, das nach Überzeugung des Läufers am Straßenrand stand. Seine Begleiter bestreiten die Begegnung bis heute. Lücke lacht, hält aber an seiner Version fest.

Die Möglichkeit, den Lauf abzubrechen, habe es in seinem Kopf nie gegeben. Selbst wenn er die 170 Kilometer nicht innerhalb von 24 Stunden geschafft hätte, wäre er weitergelaufen.

Musik half ihm, wach zu bleiben. Auf den Kopfhörern lief vor allem Rock. „Schlager hätte in dieser Situation nicht geholfen“, sagt er.

Mitten in der Nacht beschleunigte Lücke zwischen Kilometer 75 und 80 plötzlich deutlich. Sein Team bremsten ihn: „Junge, bist du bescheuert? Mach mal langsamer!“

Kräfte sparen, weiterlaufen und möglichst wenig nachdenken – daraus bestand der Rhythmus dieser Nacht.

Wurzeln, Umwege und der Sonnenaufgang

Die Strecke führte nicht nur über Asphalt. Waldwege, Wurzeln, Buckelpisten und Passagen an Maisfeldern verlangten Lücke und seinem Team einiges ab. Auf einem Waldstück konnte er die Beine kaum noch über die Wurzeln heben. Aus dem Laufen wurde ein Stolpern.

Rund 15 Kilometer vor dem Ziel stand das Team erneut vor einem nahezu unpassierbaren Weg. Ein Umweg musste her. Gerade in dieser Phase blickten alle nervös auf die Zeit. Die entstandene Verzögerung lief Lücke später wieder heraus.

Auch die Versorgung funktionierte nicht immer wie geplant. Weil die Strecke zuvor nicht abgefahren worden war, konnten die Wohnmobile manche Abschnitte nicht erreichen. Zwischen Kilometer 90 und 100 wollte Lücke kurz schlafen. Der nächste mögliche Treffpunkt lag jedoch 2,6 Kilometer entfernt. Als seine Eltern dort ankamen, war er bereits weitergelaufen, um keine Zeit zu verlieren.

Rückblickend spricht Lücke offen über die improvisierte Vorbereitung. „Wir mussten erst Erfahrungen sammeln“, sagt er. „Beim nächsten Mal wird es sicher nicht perfekt, aber definitiv besser.“

Während der Nacht wurde selbst das Rechnen schwierig. Wie viele Kilometer fehlten noch? Welches Tempo war nötig? Wie viel Zeit durfte eine Gehpassage kosten?

Der Sonnenaufgang brachte neue Kraft. „Wenn die Sonne hochkommt, geht es einem plötzlich wieder besser“, sagt Lücke. Der entscheidende Schalter im Kopf sprang allerdings erst auf den letzten Kilometern um. Plötzlich wurde ihm klar: Jetzt ist es nicht mehr weit.

Sein Schritt wurde wieder schneller, er lief erneut größere Abschnitte ohne Geh-Passagen.

Nach 23 Stunden und 42 Minuten erreichte er die aufgebaute Ziellinie in Bispingen. 172,72 Kilometer standen auf der Uhr. 18 Minuten wären noch übrig gewesen. Kurz überlegte Lücke, weiterzulaufen und vielleicht 176 oder 177 Kilometer zu schaffen.

Dann entschied er sich dagegen. „Irgendwann muss es auch mal gut sein.“

„Die Ziellinie zu überqueren, war einfach ein geiles Gefühl“, sagt Lücke. Nicht, weil er andere geschlagen oder einen Wettbewerb gewonnen hatte. Er hatte erfahren, dass Körper und Kopf diese Belastung bewältigen konnten.

Burger statt drei Portionen

Als Belohnung sollte in Bispingen ein Burger warten. Lücke hatte sich ausgemalt, nach dem Lauf gleich mehrere Portionen zu essen. Tatsächlich reichte ein Burger mit doppeltem Fleisch. Mehr ging nicht.

Erst am Abend kam der Hunger zurück. Da hätte er noch eine Pizza essen können, erzählt er. Eine gab es allerdings nicht.

Körperlich machte sich der Lauf vor allem am folgenden Abend bemerkbar. Lücke fühlte sich steif, Treppen wurden zur Herausforderung. „Ins Bett bin ich wirklich gekrabbelt.“ In den Tagen danach besserte sich sein Zustand jedoch schnell.

Bereut hat er die Aktion nicht. Im Gegenteil: Der Lauf habe Lust auf mehr gemacht. Eine Idee ist, 24 Stunden mit dem Rennrad zu fahren. Zudem denkt Lücke darüber nach, eines Tages von der Heimat über Monaco bis nach Spanien zu laufen – mit möglicherweise rund 100 Kilometern pro Tag.

Claudia und Yanneck reagieren auf diese Pläne mit einem deutlichen Hinweis: Beim nächsten Mal müsse er sich wirklich vorbereiten und dürfe nicht wieder einfach ins Blaue laufen.

Lücke widerspricht nicht. Die Aktion sei keine Empfehlung für andere. „Nicht nachmachen“, sagt er lachend. Ohne sein Team wäre der Lauf nicht möglich gewesen.

„Mich reizt es einfach, herauszufinden, wozu man fähig ist“, sagt Lücke. Nach 172,72 Kilometern hat er darauf zumindest eine erste Antwort gefunden.

Fotos: Constantin Lücke/awin

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