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Dienstag, 27. Januar 2026 Mediadaten Fankurve
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Beverungen (TKu). Herausfordernde Zeiten verlangen nach einer leistungsfähigen Feuerwehr: Wie intensiv und vielfältig die Aufgaben der Freiwilligen Feuerwehr Beverungen inzwischen geworden sind, zeigte sich bei der Jahreshauptversammlung der Einheitsführer in der Stadthalle Beverungen. In einem umfassenden Jahresrückblick machte der Leiter der Feuerwehr Beverungen, Sebastian Ewen, deutlich, dass steigende Einsatzzahlen, neue Gefahrenlagen und wachsende Anforderungen das vergangene Jahr geprägt haben und wie die Feuerwehr diesen Herausforderungen mit Engagement, Ausbildung und gezielten Investitionen begegnet ist. Ein Schritt zur Stärkung der Einsatzmöglichkeiten erfolgte bereits im März 2025 mit der Gründung einer Fachgruppe zur einfachen Rettung aus Höhen und Tiefen. Die neue Fachgruppe steht unter der Einheitsführung von Brandoberinspektor Kevin Feiler und setzt sich aus Einsatzkräften des Löschzuges Beverungen sowie der Löschgruppe Dalhausen zusammen.

Neben der Einsatzbereitschaft spielte auch die Nachwuchsarbeit eine zentrale Rolle. Mit einem erfolgreich ausgerichteten Tag der Feuerwehr am Fährplatz und einem 24-stündigen Berufsfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehren Beverungen, Dalhausen und Herstelle lag der Fokus 2025 auf der Nachwuchsgewinnung. In realitätsnahen Übungen beim sogenannten „BF-Tag“ lernten die Jugendlichen laut Ewen, Verantwortung zu übernehmen, im Team zu arbeiten und Motivation für das Ehrenamt zu entwickeln. Auch die aktive Einsatzabteilung wurde beim sogenannten Zirkeltraining der Feuerwehren im Dreiländereck gefordert. Gemeinsam mit den Wehren aus Bad Karlshafen, Boffzen, Trendelburg und Beverungen trainierten die Einsatzkräfte verschiedene anspruchsvolle Einsatzszenarien erstmalig in Beverungen. Am Standort Amelunxen wurde eine neue Jugendfeuerwehr gegründet. Luisa Rode wurde daher von Sebastian Ewen zur ersten Jugendfeuerwehrwartin der neuen Jugendfeuerwehr-Gruppe in Amelunxen ernannt. Ihre Stellvertreter sind Sebastian Pilz und Max Pravemann.

Die vorgestellte Einsatzstatistik unterstrich die Belastung der Feuerwehr Beverungen. Insgesamt wurden 192 Einsätze bewältigt, also im Durchschnitt nahezu an jedem zweiten Tag ein Einsatz. Diese gliederten sich in 122 Technische Hilfeleistungen, 64 Brandalarme und sechs ABC-Einsätze im Bereich Gefahrgut. Den größten Anteil trug der Löschzug Beverungen mit 94 Einsätzen. Es folgten die Löschgruppen Amelunxen mit 39 Einsätzen, Herstelle mit 31 Einsätzen, Würgassen mit 30 Alarmierungen und Dalhausen mit 26 Einsätzen. Zusätzlich stellte die Feuerwehr 32 Brandsicherheitswachen bei zahlreichen Großveranstaltungen, darunter das Weser-Open-Air, das OBS-Festival sowie weitere Veranstaltungen der Kulturgemeinschaft Beverungen. Auch bei der Ausstattung wurden wichtige Investitionen getätigt. Angeschafft wurden ein neuer Kommandowagen für den Einsatzleiter vom Dienst, ein ABC-Erkundungsfahrzeug für die Fachgruppe Messen sowie zwei Mehrzweckfahrzeuge für die Einheiten Amelunxen und Dalhausen. Insgesamt nahmen 116 Feuerwehrangehörige an 172 Seminarteilnahmen in 46 verschiedenen Aus- und Fortbildungsangeboten teil. Sebastian Ewen betonte, dass die Beschaffung der Ausrüstung zielgerichtet, aber zwingend notwendig sei. Die Feuerwehr müsse leistungsfähig bleiben, und bestimmte Anschaffungen seien unvermeidbar. Seine Worte richteten sich dabei auch an die anwesenden Vertreter der Politik, darunter Bürgermeister Tino Wenkel sowie einige Parteivertreter.

Nach dem Jahresrückblick dankte Ewen allen Einheitsführern für ihre geleistete Arbeit. Bürgermeister Tino Wenkel schloss sich dem Dank an und sprach von einem „fordernden Jahr in herausfordernden Zeiten“. Es sei geprägt gewesen von einer intensiven Zusammenarbeit zwischen Feuerwehrführung und Politik im Rahmen des fortlaufenden Brandschutzbedarfsplanes. Die größten Investitionen flössen in die Löschwasserversorgung, die Modernisierung beziehungsweise den Neubau von Gerätehäusern sowie in den Fuhrpark der Feuerwehr Beverungen. Die Feuerwehr genieße höchste Priorität und ein hohes Ansehen. „Sicherheit ist nicht verhandelbar“, betonte Wenkel. Auch Kreisbrandmeister Stefan Nostiz, selbst Mitglied der Feuerwehr Beverungen, griff die veränderten Gefahrenlagen auf. In seinem Bericht verwies er auf den Einsatz mit besonderer Bedrohungslage „In den Pölten“ in Beverungen vom vergangenen Samstag, bei dem Einsatzkräfte im Innenangriff plötzlich mit einer Waffe bedroht wurden. Mit solchen Situationen rechne niemand, dennoch seien sie inzwischen auch in Beverungen zur Realität geworden. Als Zeichen der Solidarität mit den Einsatzkräften überreichte Nostiz dem Bürgermeister die Einsatzschleife „NRW zeigt Respekt“.

Ehrungen für zusammen 1065 Jahre ehrenamtlichen Dienst: Höhepunkt der Versammlung waren die Ehrungen verdienter Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Für 25 Jahre aktiven Dienst erhielten Marcel Becker, Andreas Naskrent, Uwe Siebeneicher, Rudolf Dewenter, Annette Knipping und der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Marius Ulrich, das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes in Silber. Das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes in Gold für 35 Jahre aktiven Dienst ging an Stephan Sievers, Martin Beine, Klaus Even, Christoph Dierkes, Thomas Kröger, Tobias Dierkes, Markus Dierkes, Daniel Ernst, Kreisbrandmeister Stefan Nostiz, Andreas Nostitz und Ulrich Kieneke. Ferner wurden zahlreiche Sonderabzeichen des Verbandes der Feuerwehren NRW verliehen. Das Sonderabzeichen für 40 Jahre Feuerwehr-Mitgliedschaft in Silber erhielten Matthias Berg, Marc Schrick, Stefan Dewender, Arnold Dunschen und Franz Lavarino. Das Sonderabzeichen in Gold für 50 Jahre Mitgliedschaft verlieh Kreisbrandmeister Nostiz an Rudolf Berg, Günter Konzek, Ludwig Kuhn und Manfred Schade sowie für 60 und 70 Jahre Mitgliedschaft an Hans Lorenz Vössing und Josef Vössing. Zum Abschluss nahm Sebastian Ewen weitere Personalangelegenheiten vor. Lukas Peters wurde auf Wunsch als Stadtkinderfeuerwehrwart entlassen. Zudem wurde Marco Behler als Beauftragter für den Digitalfunk ernannt und Alexander Bönning erhielt die Urkunde zur Bestellung als Pressesprecher der Feuerwehr.

Fotos: Thomas Kube

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