Warburg (red). Im Rahmen der Ermittlungen zu dem tödlichen Jagdunfall am 9. Januar 2026 bei Warburg ist am Dienstag, 13. Januar 2026, auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft Paderborn die Obduktion des Opfers durchgeführt worden. Das teilten die Ermittlungsbehörden mit.
Obduktion bestätigt tödliche Schussverletzung
Nach Angaben der Rechtsmedizin Münster bestätige das Obduktionsergebnis die ursprüngliche Annahme der Ermittler, wonach der 23-Jährige durch ein Projektil im Bereich der rechten Schulter getroffen worden sei. Diese Verletzung sei nach dem Ergebnis der Untersuchung todesursächlich gewesen.
Ermittlungen zum Hergang dauern an
Die weiteren Ermittlungen zu den näheren Umständen der Schussabgabe dauern weiterhin an. Dabei werde unter anderem geprüft, wie es zu dem tödlichen Schuss kommen konnte, ob möglicherweise ein Nachtsichtgerät eingesetzt worden sei und wo sich die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe aufgehalten hätten. Zu diesem Zweck soll die sichergestellte Jagdausrüstung technisch untersucht und der Schusswinkel rekonstruiert werden.
Weitere Untersuchungen am Tatort
Ferner waren die Ermittler im Laufe des Dienstags erneut am mutmaßlichen Tatort im Einsatz, um zusätzliche Erkenntnisse zu gewinnen. Geprüft wurden unter anderem die Sichtverhältnisse sowie der Abstand der Hochsitze, der nach derzeitigen Erkenntnissen mehr als 100 Meter betragen habe. Ob sich die Beteiligten zum Zeitpunkt der Schussabgabe tatsächlich in ihren jeweiligen Hochsitzen aufgehalten hätten, sei ebenfalls Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Die Staatsanwaltschaft kündigte an, nach Abschluss weiterer Untersuchungen über neue Erkenntnisse zu informieren.