Montag, 27.01.2020
Mittwoch, 13. November 2019 11:42 Uhr

Flächendeckende Kontrollen zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität: Polizei kontrollierte 917 Fahrzeuge und 1141 Personen Flächendeckende Kontrollen zur Bekämpfung der Wohnungseinbruchskriminalität: Polizei kontrollierte 917 Fahr

Weserbergland (red). Die Fallzahlen im Bereich des Wohnungseinbruchdiebstahls sind sowohl auf Landesebene als auch im Bereich der Polizeidirektion Göttingen rückläufig. Diese positive Tendenz macht deutlich, dass die präventiven und repressiven Anstrengungen der Polizei nach wie vor positive Effekte erzielen. Ungeachtet dessen ist die Bekämpfung dieses Kriminalitätsphänomens eine der wesentlichen operativen Schwerpunktsetzungen der Polizeidirektion Göttingen.

Ein entscheidender Grund für die polizeilichen Maßnahmenkonzepte ist die steigende Professionalität, mit der die Täter und Banden vorgehen. Immer häufiger sind reisende Tätergruppen - oft mit internationalem Bezug - für Einbrüche verantwortlich. Dabei gehen die Täter strukturiert und arbeitsteilig vor. Sie nutzen Autobahnen und Bundesstraßen zur schnellen An- und Abreise.

Wesentlicher Bestandteil polizeilicher Umsetzungskonzepte sind groß angelegte Kontrollmaßnahmen auf einschlägigen Verbindungsrouten im Bereich der PD Göttingen. Pünktlich zur dunklen Jahreszeit kontrollierten am gestrigen Tage mehr als 190 Polizeibeamtinnen und -beamte an fünf Kontrollstellen 917 Fahrzeuge und 1141 Personen.

Ziele der groß angelegten Aktion waren die Festnahme von Tätern auf frischer Tat und das Auffinden von Beweismitteln. In erster Linie ist aber die Erkenntnisgewinnung über Fahrzeuge, Bandenstrukturen, Netzwerke, Verbringungsrouten und Täterverhalten bedeutsam und Zielrichtung der flächendeckend ausgerichteten ganzheitlichen Kontrollen.

Neben Einsatzkräften aus allen Dienststellen der Polizeidirektion Göttingen hat auch die Bereitschaftspolizei Niedersachsen die Maßnahmen unterstützt.

"Diese Straftaten stellen einen schwerwiegenden Eingriff in das Privatleben unser Bürgerinnen und Bürger dar. Jeder Einbruch ist einer zu viel", sagt Gerd Lewin, Vizepräsident der Polizeidirektion Göttingen. "Im Vergleich zum letzten Jahr können wir sowohl bei der Anzahl, als auch bei der Aufklärungsquote einen deutlich positiven Trend verzeichnen. Das ist für uns aber kein Grund hier nachzulassen. Dass wir die Eigentumskriminalität weiterhin mit einem deutlichen Schwerpunkt bearbeiten, erwartet unsere Bevölkerung zu recht. Dabei richten wir uns durch ständige überregionale Analyse unserer Koordinierungsstelle "Eigentum" in diesem Deliktsbereich frühzeitig und abgestimmt mit polizeilichen Maßnahmen auf das mögliche Täterverhalten aus. Wir werden die erfolgreiche Arbeit der letzten Jahre fortsetzen und Kontrollen zur Bekämpfung der Eigentumskriminalität auf einem hohen Niveau halten. Durch den Kontrolldruck wird das Entdeckungsrisiko deutlich erhöht."

Bei den kontrollierten Personen konnten 14 mit einschlägigen Erkenntnissen im Bereich Einbruchdiebstahl festgestellt werden. Diese Erkenntnisse werden nun analysiert und mit bereits bestehenden Datenbeständen abgeglichen. Auf diese Personen bezogen, hatten die Kontrollen eine starke Präventivwirkung.

Die eingesetzten Kräfte mussten außerdem im gesamten Direktionsbereich 17 Ermittlungsverfahren einleiten sowie 123 Ordnungswidrigkeitenanzeigen fertigen. In drei Fällen waren Fahrzeugführer ohne erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs. Bei sechs weiteren Sachverhalten führten die Verantwortlichen ihren PKW unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Im Rahmen einer Personenüberprüfung vollstreckten die eingesetzten Kräfte einen Haftbefehl in einer Höhe von 3696 Euro. Andernfalls hätte die Person 42 Tage in einer Justizvollzugsanstalt verbüßen müssen.

Auch im Bereich der Prävention bleibt die Polizeidirektion Göttingen am Ball: Wie in den vergangenen Jahren werden die Polizeiinspektionen in den Wochen nach der Zeitumstellung unter dem Motto "mehr Sicherheit in der dunklen Jahreszeit" Info-Veranstaltungen zum Thema Sicherung der eigenen vier Wände durchführen.

Die Polizeiinspektion Hameln-Pyrmont/Holzminden hatte ihre Kontrollstelle an diesem Tag an der Bundesstraße 1 in Groß Berkel aufgebaut. Innerhalb von acht Stunden kontrollierten Polizeibeamte 281 Fahrzeuge und 324 Personen.

Sechs Fahrzeugführern wurde die Weiterfahrt untersagt, weil drei von ihnen nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis waren und drei weitere Fahrzeugführer unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen. Aus diesen drei Btm-Fahrten resultierten drei Straftaten, nämlich der Besitz von Betäubungsmitteln. Es wurden zudem 16 Ordnungswidrigkeiten geahndet, sowie der Verdacht des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz. Ein Transporter hatte Feuerwerkskörper geladen, welche nicht ordnungsgemäß gesichert waren, zudem waren die Ladungspapiere nicht vollständig.

Foto: Symbolfoto

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