Freitag, 19.04.2019
Montag, 11. Februar 2019 15:34 Uhr

Missbrauchsfall in Lüdge: Zahl der Opfer auf 31 gestiegen - Steinheimer (33) weiter in U-Haft Missbrauchsfall in Lüdge: Zahl der Opfer auf 31 gestiegen - Steinheimer (33) weiter in U-Haft

Lüdge (red). Nach dem schweren sexuellen Missbrauch an Kindern arbeitet die Ermittlungskommission „Eichwald“ des Polizeipräsidiums Bielefeld, die aus 51 Ermittlern besteht, mit Hochdruck an der Aufklärung. Bisher sind 31 minderjährige Opfer identifiziert. Dabei handelt es sich um 27 Mädchen und vier Jungen, wobei die meisten Opferzur jeweiligen Tatzeit zwischen vier und 13 Jahren alt waren.

Über das Hinweistelefon gingen beim Polizeipräsidium Bielefeld seit Donnerstag, den 31. Januar, bis Freitag, 8. Februar, insgesamt 63 Hinweise ein und allen Hinweisen wird akribisch nachgegangen. Das Hinweistelefon beim Polizeipräsidium Bielefeld ist weiterhin unter Telefon 0521/545-4215 zu erreichen.

Vorrangige Ziele der Ermittlungskommission sind eine beweiskräftige Sicherung des Strafverfahrens und die Identifizierung von möglichen weiteren Opfern und Tatverdächtigen sowie die Verhinderung von möglichem weiterem Missbrauch. Dazu finden aktuell IT-Auswertungen, Vernehmungen, Durchsuchungen und sonstige weitere Ermittlungen statt. Außerdem ermittelt das Polizeipräsidium Bielefeld wegen des Verdachts der Strafvereitelung im Amt gegen Polizeibeamte und wegen des Verdachts der Verletzung der Fürsorgepflicht gegen Mitarbeiter von Jugendämtern.

Wie berichtet, befinden sich nach Ermittlungen der Polizei Lippe drei Männer - ein 56-Jähriger aus Lügde, ein 48-Jähriger aus Stade und ein 33-Jähriger aus Steinheim - in Untersuchungshaft, weil sie im Verdacht stehen, in einer Vielzahl von Fällen Kinder sexuell missbraucht zu haben. Durchsuchungen der Polizei Lippe hatten zur Auffindung von zahlreichen Beweismitteln, darunter verschiedene Datenträger und Speichermedien, geführt.

Aufgrund der laufenden Ermittlungen und aus Opfer- und Persönlichkeitsschutzgründen werden derzeit zu einzelnen Hinweisen und Einzelsachverhalten sowie zur Herkunft der identifizierten Opfer oder zum persönlichen Umfeld von Tatverdächtigen und Opfern keine Angaben gemacht. Das PP Bielefeld bittet Medienvertreter, von Anfragen zu Hintergrundgesprächen und Interviews mit Ermittlern zunächst abzusehen, da die originäre Aufgabenwahrnehmung oberste Priorität hat.

Es ist beabsichtigt, dass Ermittlungsergebnisse von Staatsanwaltschaft und Polizei Bielefeld in den nächsten Wochen regelmäßig in gemeinsamen Presseerklärungen zusammenfassend berichtet werden.

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