Steinheim (red). Zum Start der Ausbildungstour 2026 der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK) hat IHK-Präsident Jörn Wahl-Schwentker heute (22. Juli) Station im Kreis Höxter gemacht. Er informierte sich bei der SPIER GmbH & Co. Fahrzeugwerk KG in Steinheim, einem Ausbildungsbetrieb, der sich seit vielen Jahren für die Nachwuchsförderung einsetzt, über deren Erfahrungen mit der beruflichen Bildung. Begleitet von IHK-Hauptgeschäftsführerin Petra Pigerl-Radtke tauschte sich Wahl-Schwentker darüber hinaus mit Jürgen Spier, Geschäftsführender Gesellschafter, Jan Spier, Management Trainee kaufmännische Bereiche, Christian Witte, Kaufmännischer Leiter, und Steffen Brand, Leiter gewerbliche Berufsausbildung, über aktuelle Herausforderungen bei der Dualen Ausbildung aus.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie Unternehmen erfolgreich Nachwuchskräfte gewinnen und langfristig an sich binden können. Bei SPIER wurde deutlich, welchen Stellenwert die Ausbildung im eigenen Unternehmen einnimmt. „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“, betonte Jürgen Spier. Der Leitsatz stehe auch für den Anspruch des Unternehmens, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und jungen Menschen mit einer qualifizierten Ausbildung gute berufliche Perspektiven zu bieten.
„Mit unserer Ausbildungstour möchten wir die Betriebe in Ostwestfalen sichtbar machen, die sich mit großem Engagement für die Ausbildung junger Menschen einsetzen. Gleichzeitig nutzen wir die Gespräche vor Ort, um aktuelle Themen und Herausforderungen der Beruflichen Bildung direkt mit den Unternehmen zu diskutieren“, erklärte Wahl-Schwentker.
„Die Ausbildung im eigenen Unternehmen ist eine wichtige Investition in die Zukunft und sie eröffnet gleichzeitig jungen Menschen die Chance, ihren Weg ins Berufsleben zu finden“, unterstrich Pigerl-Radtke die unterschiedlichen Aspekte der beruflichen Bildung.
Im Kreis Höxter bleibt der Ausbildungsmarkt in Bewegung. Zum 30. Juni 2026 wurden bei der IHK insgesamt 222 neue Ausbildungsverträge registriert. Davon entfallen 154 Verträge auf kaufmännische Ausbildungsberufe und 68 auf gewerblich-technische Berufe.
„Auch nach dem offiziellen Ausbildungsstart gibt es noch Möglichkeiten für junge Menschen, den passenden Einstieg ins Berufsleben zu finden“, betonte Pigerl-Radtke. Viele Jugendliche würden sich erst spät für ihren beruflichen Weg entscheiden. Unternehmen hätten deshalb weiterhin die Chance, motivierte Nachwuchskräfte für eine Ausbildung zu gewinnen.
Freie Stellen sowie Ausbildungs- und Praktikumsplätze in der Region können kostenfrei online unter ausbildung.nrw/ostwestfalen eingestellt und gefunden werden.
Foto: IHK Ostwestfalen/Jörg Deibert