Blomberg (red). Ein besonderer Moment der Vereinsgeschichte steht der HSG Blomberg-Lippe bevor: Am Sonntag um 14 Uhr bestreiten die Blombergerinnen in der PHOENIX CONTACT Arena erstmals ein Spiel in der EHF Champions League. Zum Auftakt in Europas höchsten Vereinswettbewerb empfängt die HSG das rumänische Team Gloria Bistrița. Die Partie wird bei Dyn übertragen. Unter dem Motto „Champions League für Alle“ bietet die HSG Tickets für 10 Euro an.
Der historische Auftritt bildet zugleich den Abschluss einer erfolgreichen Heimspielwoche. In der Alsco Handball-Bundesliga hatte die HSG zuvor sowohl gegen Frisch Auf Göppingen als auch gegen die TuS Metzingen gewonnen.
Rückenwind nach deutlichem Heimsieg
Vor allem der 40:28-Erfolg gegen Metzingen am Mittwochabend dürfte zusätzliches Selbstvertrauen gegeben haben. Nach einer noch ausgeglichenen ersten Hälfte und einer 19:16-Pausenführung setzte sich die HSG nach dem Seitenwechsel deutlich ab.
„Wir brauchten drei Halbzeiten, um wieder in der Saison anzukommen“, bilanzierte Cheftrainer Steffen Birkner anschließend. Knapp 1.000 Fans feierten die Mannschaft nach dem Abpfiff.
Ein wichtiger Rückhalt war Nicole Roth mit einer Paradenquote von 45 Prozent. Gleichzeitig entwickelte die HSG ihr Tempospiel und erzielte allein in der zweiten Hälfte 21 Treffer. Nuria Bucher zeigte sich mit zehn Toren besonders treffsicher und verwandelte alle sieben Strafwürfe. Nieke Kühne steuerte sechs Treffer bei. Auch Elín Magnúsdóttir setzte nach ihrem Comeback Akzente, strahlte selbst Torgefahr aus und erarbeitete mehrere Chancen sowie Siebenmeter.
Bekannte Gesichter im Trikot von Bistrița
Mit Gloria Bistrița wartet nun ein Gegner, in dessen Reihen mehrere aus der Bundesliga bekannte Spielerinnen stehen. Nina Engel und Johanna Reichert wechselten im Sommer aus der Alsco HBF nach Rumänien und stehen ebenfalls vor ihren ersten Einsätzen in der Champions League.
Seit dieser Saison spielt zudem Veronika Kafka Malá für Bistrița. Die Außenspielerin stand unter anderem gemeinsam mit Nicole Roth bei der HB Ludwigsburg auf dem Feld.
Unter Cheftrainer Carlos Viver gewann Gloria sowohl die rumänische Meisterschaft als auch den Pokal. Der Verein nimmt zum dritten Mal in Folge an der EHF Champions League teil und gehört nach Einschätzung der HSG zu den Topfavoriten der Gruppe B.
„Ein besonderer Moment für den Verein“
Die Vorfreude auf die Premiere ist entsprechend groß. „Wir können es kaum erwarten, in der EHF Champions League loszulegen und unser erstes Spiel auf dieser Bühne zu bestreiten. Das haben wir uns durch unsere Leistungen in der vergangenen Saison verdient“, erklärt Laura Rüffieux.
Auf die Mannschaft warte ein schwieriges Spiel. Dennoch wolle die HSG die Erfahrung genießen und alles geben. „Unsere Fans können sich darauf verlassen, dass wir alles auf dem Spielfeld lassen werden.“
Auch Birkner blickt voller Erwartung auf den Sonntag: „Wir freuen uns riesig auf unser erstes Champions-League-Spiel. Wir wissen, dass eine große Herausforderung auf uns wartet, aber wir wollen mutig auftreten und alles geben, was wir haben.“
Dabei hofft der Cheftrainer auf möglichst große Unterstützung von den Rängen. „Wir hoffen, dass wir die Halle füllen und gemeinsam mit unseren Fans eine unglaubliche Atmosphäre schaffen können. Es ist ein besonderer Moment für den Verein, und wir freuen uns sehr darauf, das erste Champions-League-Spiel der Vereinsgeschichte zu bestreiten.“
Foto: Timon Peters