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Marienmünster-Nieheim-Steinheim
Nuria Bucher netzte zehn Mal im Halbfinale um den Nelken-Cup ein.

Blomberg (red). Mit nur noch einer Woche bis zum Saisonauftakt startete die HSG in das erste Halbfinale um den Nelken-Cup. Gegen den Buxtehuder SV, bei dem neben Ruslana Litvinov auch Nele Franz in die SynFlex Arena an der Ulmenallee zurückkehrte, setzte sich die HSG mit 32:27 (15:12) durch. Beste Werferin der Blombergerinnen war Nuria Bucher mit zehn Treffern. Am morgigen Samstag spielt die HSG dann im Finale um 16 Uhr um den Nelken-Cup.

Torarmer Start ins Halbfinale

Ohne Díana Magnúsdóttir, die aufgrund einer Prüfung an der Universität nicht in der Halle war, sowie Malin Sandberg, Melanie Veith und Elín Magnúsdóttir startete die HSG in das erste Spiel. Letztere befindet sich weiterhin im Reha-Prozess nach ihrer Verletzung im Finale gegen Borussia Dortmund Ende Mai.

Steffen Birkner brachte so direkt die beiden Neuzugänge Eliska Desortova und Karolina Jurenczyk auf das Feld. Zu ihnen gesellten sich Lara Lepschi, Alexia Hauf, Nuria Bucher, Farrelle Njinkeu und Maxi Mühlner. Der Buxtehuder SV begann unter anderem mit Franz und Maj Nielsen.

Nach dem 1:0 durch den BSV fand die HSG ins Spiel und bestrafte direkt die Zeitstrafe gegen Nele Franz nach dem Foul an Alexia Hauf. Über Lepschi und Buchers Wurf ins leere Tor sowie den Gegenstoß über die Linksaußen erhöhte der Gastgeber auf 4:1.

Danach blieben beide Teams minutenlang ohne Torerfolg, auch weil Lepschi und Sophie Fasold zahlreiche Chancen vereitelten. Buxtehudes Cheftrainer Jonas Schlender zog seine erste Auszeit, doch erneut glänzte Lepschi mit einer Parade. Nach einem vergebenen Strafwurf setzte sich Bucher sehenswert durch und erhöhte auf 5:1, ehe Nielsen den Anschluss zum 5:2 erzielte.

Der BSV gewann nun an Aufschwung und verkürzte auf 5:4, auch weil die HSG zu viele klare Chancen ungenutzt ließ. Kühne holte nach dem Ausgleich einen Strafwurf heraus, den Bucher diesmal sicher verwandelte. Dennoch konnten die Blombergerinnen die Gäste nicht abschütteln, sodass Birkner beim Stand von 7:7 die erste Auszeit der HSG nahm.

Durch zwei Paraden von Lepschi nahm die HSG wieder Schwung auf und kämpfte sich durch Hauf und Njinkeu auf 10:8. Njinkeu rückte aufgrund der Ausfälle von Magnúsdóttir und Sandberg auf die Position Rückraum rechts. In der Defensive eroberte Hauf den Ball, und mit Tempo ging es über Rüffieux und Tietjen zum 13:10.

Den Vorsprung brachten die Blombergerinnen bis zur Halbzeitpause ins Ziel. Mit 15:12 ging es in die Kabinen.

Konsequente Phase in Halbzeit zwei

Zur zweiten Halbzeit rotierte Birkner im Tor: Für Lepschi rückte Nicole Roth zwischen die Pfosten. Durch eine starke Abwehr und nun konsequentere Abschlüsse – insbesondere über die sichere Bucher im Zusammenspiel mit Desortova – ließen die Blombergerinnen eine Aufholjagd wie noch in der ersten Halbzeit nicht mehr zu.

Die Schweizerin im HSG-Dress verwandelte sicher per Strafwurf zum 23:18, ehe Birkner in den letzten zehn Minuten auch wieder Kühne ins Spiel brachte. Diese fing prompt einen Ball ab, doch Desortova scheiterte im Gegenstoß am Pfosten.

Auch Jurenczyk, die ihre Chancen auf der Position Rückraum rechts zunächst nicht nutzen konnte, zeigte sich gegen Ende der zweiten Hälfte deutlich konsequenter und bewies ihre Wurfqualitäten. Zudem gab Roth der Blomberger Defensive mit ihren Paraden die nötige Sicherheit.

Auch wenn der BSV in den letzten Minuten noch etwas näher an die HSG herankam, brachte der Gastgeber und Titelverteidiger des Nelken-Cups das erste Halbfinale souverän über die Ziellinie. Mit dem 32:27 zieht das Team von Steffen Birkner in das morgige Finale um 16 Uhr ein.

Aufstellungen:
HSG Blomberg-Lippe: Roth, Lepschi (1); Rüffieux (3), Kühne (2), Mühlner, Dersortova (5), Bucher (10), Tietjen (3), Röpcke, Hauf (3), Njinkeu (1), Jurenczyk (4)

Buxtehuder SV: Van der Vorst, Fasold; Nielsen (6), Mittag, Frey (1), Mews (1), Hampel (2), Oberländer (1), Andresen (2), Franz (2), Kaufmann (3), Schouten (4), Ternede (2), Senel (1), Lück, Litvinov (3)

Foto: Timon Peters


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Bodenwerder-Polle

Bodenwerder (awin). Die Feuerwehr Schoholtensen/Altenhagen ist Landesmeister 2026. Beim 18. Landesentscheid der niedersächsischen Feuerwehren setzte sich die Einheit am Sonntag, 6. September, in Bodenwerder gegen 39 weitere Gruppen durch. Platz zwei belegte die Feuerwehr Kalbe, Rang drei ging an die Feuerwehr Klein Meckelsen.

Rund 3000 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Wettbewerb auf dem Gelände der Saint-Gobain Rigips GmbH. Ab 8 Uhr traten dort die 40 besten Feuerwehreinheiten Niedersachsens gegeneinander an.

Fünf Prüfungen entscheiden über den Titel

Die Gruppen hatten sich zuvor über Leistungsvergleiche auf Gemeinde-, Kreis- und Regionalebene für den Landesentscheid qualifiziert. In Bodenwerder mussten sie fünf Module absolvieren: einen Löschangriff, das Kuppeln einer Saugleitung, eine Fahrübung, eine Belastungsübung unter Atemschutz und eine Funkübung über Digitalfunk.

Insgesamt waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund eineinhalb Stunden mit den Prüfungen beschäftigt. Gefragt waren Schnelligkeit, Präzision, Kondition und Teamarbeit. Die Aufgaben orientieren sich am Feuerwehralltag und sollen zugleich den Ausbildungs- und Übungsdienst unterstützen.

Ein Jahr Planung für den Landesentscheid

Hinter der Veranstaltung stand ein erheblicher organisatorischer Aufwand. Rund ein Jahr liefen die Planungen für den Landesentscheid. Am Veranstaltungswochenende waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus Bodenwerder, Linse, Rühle und Heinsen mit der Organisation beschäftigt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Ortsfeuerwehr Bodenwerder gemeinsam mit der Münchhausenstadt Bodenwerder.

Regierungsbrandmeister Dascho Wehner hatte sich nach eigenen Angaben auf Landesebene persönlich dafür eingesetzt, den Landesentscheid nach Bodenwerder und damit in den Zuständigkeitsbereich Weser zu holen. Das damit verbundene Vertrauen in die Ortsfeuerwehr Bodenwerder und die Verantwortlichen vor Ort sei mehr als gerechtfertigt gewesen. „Dieses Vertrauen wurde nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen“, bilanzierte Wehner nach der Veranstaltung.

Viel Herzblut hinter den Kulissen

Besonders beeindruckt habe ihn, mit wie viel Herzblut, Zusammenhalt und persönlichem Einsatz der Landesentscheid vorbereitet und durchgeführt worden sei. Viele Beteiligte hätten über Monate zahlreiche Stunden investiert, Verantwortung übernommen und angepackt, erklärte der Regierungsbrandmeister.

Auch abseits der Wettbewerbsflächen wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Programm geboten. Dazu gehörten moderne und historische Feuerwehrfahrzeuge, Feuerwehrtechnik sowie Angebote für Familien. Bereits am Samstagabend hatte eine Open-Air-Party im Rathauspark unter dem Motto „Baron on Fire“ den Auftakt des Wochenendes gebildet.

Bodenwerder im Mittelpunkt der Feuerwehrwelt

Mit dem Landesentscheid wurde Bodenwerder für ein Wochenende zum Treffpunkt der niedersächsischen Feuerwehrwelt. Für die 40 teilnehmenden Gruppen ging es um den Landestitel – und zugleich darum zu zeigen, was hinter sicheren Abläufen im Einsatz steckt: Ausbildung, regelmäßiges Training und viel persönlicher Einsatz.

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Fotos: awin, Feuerwehr

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