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Bad Driburg-Brakel

Gehrden (red). Mit dem traditionellen Königsschießen hat die St. Sebastian-Schützenbruderschaft Gehrden von 1677 e.V. am 5. Juli den Auftakt zur Schützenfestsaison gefeiert. Wie in jedem Jahr fand das Königsschießen im Rahmen des Patronatsfestes der Kirchenpatrone St. Peter und Paul statt. Nach dem feierlichen Festhochamt eröffnete das beliebte Vogelschießen offiziell die Vorfreude auf das bevorstehende Schützenfest.

In Gehrden wird der Schützenkönig bis heute auf traditionelle Weise mit einer historischen Armbrust ermittelt. Ziel ist es, einen kunstvoll gefertigten Holzadler von der Stange zu schießen. Diese besondere Herausforderung meisterte in diesem Jahr Schützenbruder Daniel Bitterberg, der sich damit die Königswürde für das Thronjahr 2026/2027 sicherte. Oberst Michael Hanewinkel proklamierte ihn feierlich zum neuen Schützenkönig. Zu seiner Königin wählte Daniel Bitterberg seine Freundin Lisa Hoemann. Das Königsgastpaar bilden Tim Müller und Lucia Ulrich.

Unterstützt wird das Königspaar von einem großen Hofstaat. Ihm gehören Alexander und Yvonne Dohmann, Maurice Mertins und Constanze Geiser, Frederik Hagemann und Franziska Kröger, Lukas Hoemann und Lara Riemann, Robin Riemann und Nina Rebmann, Ingo Hoemann und Pauline Ulber sowie Daniel Wagener und Katharina Armbrecht an.

Auch der Schützennachwuchs bewies sein Können. Justus Müller errang den Titel des Schülerprinzen, während sich Marco Kisters als Jugendprinz durchsetzte. Michael Kröger sicherte sich den Titel des Bierkönigs, indem er das „Bierfass“ von der Stange holte. Erstmals wurde zudem die Champagnerprinzessin ausgeschossen. Kirsten Mikus gewann diesen neuen Wettbewerb, nachdem sie das Cocktailglas von der Stange geschossen hatte.

Das neue Königspaar führt die Gehrdener Schützen durch das Schützenfest vom 18. bis 20. Juli. Es steht unter dem Motto: „Zwischen Marschmusik und Vereinsjacke entsteht etwas, das man nicht kaufen kann: Freundschaft.“

Der Festauftakt erfolgt am Samstag, 18. Juli. Bereits um 16:15 Uhr tritt die gesamte Bruderschaft an, um die neuen Majestäten abzuholen. Um 18:00 Uhr beginnt die Schützenmesse in der Pfarrkirche St. Peter und Paul. Nach dem traditionellen Opfergang werden die neuen Majestäten dem Präses der Bruderschaft, Pastor Detlef Stock, vorgestellt. Gegen 20:00 Uhr zieht der feierliche Ehrenzug mit Fackelträgern in den Schlossinnenhof, wo der Große Zapfenstreich stattfindet. Musikalisch gestaltet wird dieser vom Spielmannszug Dringenberg und dem Musikverein Gehrden. Anschließend lädt der Festball im Bürgerhaus zum gemeinsamen Feiern ein. Für die passende Stimmung sorgt die Tanzband „Bevertaler Dorfmusik“.

Am Sonntag, 19. Juli, steht um 14:00 Uhr der große Festumzug mit Königspaar und Hofstaat im Mittelpunkt. Begleitet wird der Festzug vom Spielmannszug Dringenberg, dem Musikverein Gehrden, dem Fanfarenzug Dringenberg sowie dem Musikverein Auenhausen. Ein weiterer Höhepunkt sind die Fahnenschwenkerinnen und Fahnenschwenker aus Borgentreich.

Die Ehrengäste und Ehrenmitglieder schließen sich dem Festzug ab dem Hause Decker an. Die Ansprache am Mahnmal für den Frieden hält in diesem Jahr der Bürgermeister der Stadt Brakel, Alexander Kleinschmidt. Nach dem Königstanz gegen 17:30 Uhr beginnt ein weiterer großer Festball. Dabei werden die Jubelmajestäten der vergangenen 70, 50, 40 und 25 Jahre geehrt. Der Eintritt ist frei. Am Abend sorgt erneut die Tanzband „Bevertaler Dorfmusik“ für musikalische Unterhaltung.

Der Montag beginnt traditionell mit dem Schützenfrühstück im Bürgerhaus, das vom Musikverein Gehrden musikalisch begleitet wird. Neben den Schützenbrüdern werden zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und dem Schützenwesen erwartet. Am Nachmittag findet das Kinderschützenfest statt. Kalle Schwarz und Romi Steimel bilden in diesem Jahr das Kinderkönigspaar. Den festlichen Abschluss bildet am Montagabend ein weiterer großer Festball mit der „Fun Band“. Auch hierzu ist der Eintritt frei.

Die St. Sebastian-Schützenbruderschaft weist darauf hin, dass die Rathausstraße im Bereich der Bürgerhalle von Samstag, 18. Juli, 14:00 Uhr, bis Sonntag, 19. Juli, 21:30 Uhr, für den Fahrzeugverkehr gesperrt ist. Eine entsprechende Umleitung ist ausgeschildert.

Foto: St. Sebastian-Schützenbruderschaft Gehrden von 1677 e.V.


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Holzminden. Nicht jedes Dach lässt sich mit einer Standardlösung sanieren. Das zeigte auch ein aktuelles Projekt der Firma Mairose aus Holzminden. Aufgrund der geringen Dachneigung stellte das Gebäude besondere Anforderungen an die Planung und Ausführung.

Vom Sanierungswunsch zur Komplettlösung

Der Hauseigentümer berichtet, dass im vergangenen Jahr zunächst das Wohnhaus umfassend modernisiert wurde. Unter anderem wurden neue Fenster eingebaut. Zunächst habe die Überlegung bestanden, das bestehende Dach lediglich instand setzen zu lassen. Bei einer Begutachtung habe sich jedoch gezeigt, dass eine Reparatur keine sinnvolle Lösung mehr gewesen sei. Bereits an den Dachfenstern sei Feuchtigkeit eingedrungen, da diese undicht gewesen seien. Daraufhin fiel die Entscheidung für eine vollständige Dachsanierung.

Besondere Herausforderung bei der Dacheindeckung

Für die Firma Mairose lag die besondere Herausforderung in der geringen Dachneigung. Mairose-Dachdeckermeister Milan Schmidt erklärt, dass solche Dächer nicht alltäglich seien und deshalb eine spezielle Lösung erforderlich gewesen sei. Zum Einsatz kam ein Dachziegel der Firma Jacobi, der ausdrücklich für Dächer mit geringer Dachneigung zugelassen ist und damit die technischen Anforderungen erfüllt.

Förderung und persönliche Betreuung

Neben der fachgerechten Ausführung profitierte der Kunde auch von einer umfassenden Beratung. Auf Empfehlung der Firma Mairose wurde ein Energieberater hinzugezogen. Dadurch konnte eine Förderung beantragt werden, die die Kosten der Dachsanierung zusätzlich reduzierte.

Besonders positiv hebt der Hauseigentümer die Betreuung während des gesamten Projekts hervor. Bei Fragen sei die Firma Mairose jederzeit schnell erreichbar gewesen. Rückmeldungen und Informationen seien stets zeitnah erfolgt. Mit dem Ergebnis der Arbeiten zeigt sich der Kunde rundum zufrieden.

Die Firma Mairose setzt auf individuelle Lösungen für jedes Dach – auch dann, wenn besondere bauliche Gegebenheiten spezielle Materialien und Fachwissen erfordern.

Firma Mairose
Burgbergblick 14
37603 Holzminden

Telefon: 05531 3339
https://mairose.de/

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Holzminden

Holzminden (ber). Der Pegel der Weser ist deutlich gesunken. An der Messstation in Höxter liegt der Wasserstand laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) aktuell bei etwa 57 Zentimetern. Mitte Juli zeigten die Messwerte noch einen Pegelstand von etwa 120 Zentimetern an. Doch der niedrige Wasserstand bedeutet keine Entwarnung: Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden warnt davor, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren.

Doch wie gefährlich ist die Weser bei Niedrigwasser wirklich? Welche neuen Gefahren ergeben sich hierdurch? Die Redaktion hat bei der DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V. nachgefragt und wichtige Hinweise über mögliche Gefahren bei Niedrigwasser erhalten.

Niedriger Wasserstand bedeutet nicht weniger Risiko

„Viele Menschen verbinden einen niedrigen Wasserstand mit einem geringen Risiko“, berichtet Niko Stille, 2. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Holzminden, in Bezug auf die Weser. Die typischen Gefahren in der Weser würden jedoch bestehen bleiben. Hinzu kämen weitere Risiken, die bei einem normalen Pegelstand weniger auffielen.

„Die Strömung kann selbst bei niedrigem Wasserstand erheblich sein und verändert sich durch Engstellen oder Untiefen teilweise sogar. Hinzu kommen rutschige Steine, plötzlich tiefere Bereiche sowie Hindernisse wie Äste oder andere Gegenstände, die unter der Wasseroberfläche liegen. Wer die Weser unterschätzt, bringt sich schnell in Gefahr“, erklärt Stille.

Ausgespülte Bereiche werden sichtbar

Bei Niedrigwasser hat die DLRG die Möglichkeit, Gefahrenstellen ausfindig zu machen und Maßnahmen zu ergreifen. Aktuell würden immer mehr Bereiche sichtbar werden, in denen auf flache Abschnitte plötzlich deutlich tiefere Stellen folgen.

Diese wurden durch die Strömung so weit ausgespült, dass dort kein sicherer Stand mehr möglich ist. Beim Begehen der Weser kann sich daraus eine Gefahr entwickeln.

„Sichtbar werden genau solche Stellen aktuell beispielsweise, wenn man von der Holzmindener Weserbrücke Richtung Getreidespeicher schaut“, warnt Niko Stille.

Trotz des geringen Pegelstands rät die DLRG-Ortsgruppe Holzminden davon ab, die Weser zu betreten. Wer dennoch in der Weser schwimmen möchte, kann auf Veranstaltungen zurückgreifen, bei denen das Schwimmen unter Aufsicht stattfindet. Solche Angebote gab es zuletzt im Juli in Rinteln; Ende August ist das Weserschwimmen in Lüchtringen vorgesehen. Alternativ stehen bekannte Badegewässer wie der Godelheimer See zur Verfügung.

Durchquerungen können schnell gefährlich werden

„Gerade an warmen Tagen stellen wir fest, dass der niedrige Wasserstand viele Menschen dazu verleitet, die Weser zu Fuß zu durchqueren oder an Stellen zu baden, die sonst nicht erreichbar wären“, berichtet der zweite Vorsitzende. „Der Untergrund ist häufig uneben und rutschig, sodass man leicht stürzen kann. Außerdem wechseln flache und tiefere Bereiche oft unerwartet. Wer das Gleichgewicht verliert, kann von der Strömung erfasst werden. Besonders für Kinder oder unsichere Schwimmer kann das schnell zu einer großen Gefahr werden“, fügt er an.

DLRG bleibt trotz Niedrigwasser einsatzfähig

Die Einsatzfähigkeit der DLRG bleibt trotz des Niedrigwassers grundsätzlich erhalten. Auch die Rettungsboote können weiterhin die Bereiche der Weser erreichen. Der geringe Pegelstand erfordert allerdings eine besonders vorsichtige Fahrweise.

„Grundsätzlich ist die Einsatzfähigkeit unserer Rettungsboote weiterhin gewährleistet. Allerdings führt der niedrige Wasserstand dazu, dass wir einzelne Bereiche der Weser deutlich vorsichtiger befahren müssen. Flache Stellen, Kiesbänke oder bislang überdeckte Hindernisse erschweren die Anfahrt und können den Einsatz verzögern“, erklärt Stille.

Dabei sind vor allem gute Ortskenntnisse sowie das Zusammenspiel von Technik und den Bootsführerinnen und Bootsführern erforderlich. Die DLRG nutzt beispielsweise ein Sonar-System. Dabei handelt es sich um ein technisches Verfahren zur Ortung von Gegenständen und zur Messung von Entfernungen unter Wasser mithilfe von Schallwellen.

Strömungsretter trainieren unter realistischen Bedingungen

Neben den Rettungsbooten spielen bei Einsätzen in der Weser auch speziell ausgebildete Strömungsretterinnen und Strömungsretter eine wichtige Rolle. Das gilt insbesondere für Bereiche, in denen Rettungsboote aufgrund des geringen Wasserstands nur mit besonderer Vorsicht eingesetzt werden können.

„Unsere Rettungsschwimmer und Strömungsretter trainieren den sicheren Umgang im fließenden Gewässer regelmäßig unter realistischen Bedingungen“, erklärt die DLRG. Nach Angaben der Ortsgruppe lernen die Strömungsretterinnen und Strömungsretter dabei, die Strömungsverhältnisse einzuschätzen und spezielle Rettungstechniken in Flüssen einzusetzen.

Einsatzkräfte der DLRG bilden eine Suchkette während eines Übungsszenarios im Kiesteich.

Die DLRG-Ortsgruppe Holzminden rät daher trotz des niedrigen Pegelstands davon ab, die Weser zu betreten oder zu Fuß zu durchqueren. Wer schwimmen möchte, könne stattdessen auf beaufsichtigte Veranstaltungen oder bekannte Badegewässer ausweichen.

Fotos: ber, DLRG-Ortsgruppe Holzminden e. V.

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