Hameln (red). Schnell zum Wochenmarkt oder Supermarkt, anschließend die Kinder aus der Kindertagesstätte oder Schule abholen und später noch zum Sportverein, zur Musikschule oder ins Schwimmbad: Viele Wege in Hameln sind kurz genug, um sie auch ohne Pkw zurückzulegen. Müssen dann noch Einkäufe, Getränkekisten, Pflanzen oder größere Pakete transportiert werden, kann ein Lastenrad eine praktische Alternative sein. Um klimafreundliche Mobilität zu fördern, hat die Stadt Hameln ein Zuschussprogramm für privat genutzte Lastenräder aufgelegt. Seit dem 1. Juli können Bürgerinnen und Bürger dafür online einen Förderantrag stellen.
Das Förderprogramm geht auf einen Antrag der Mehrheitsgruppe aus SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke im Rat zurück. Der Rat der Stadt Hameln hatte die Förderrichtlinie in seiner Sitzung am 20. Mai beschlossen. Für den zunächst auf zwei Jahre angelegten Förderzeitraum stehen insgesamt 50.000 Euro zur Verfügung.
Zuschuss für Lastenräder
Gefördert wird der Kauf neuer ein- oder zweispuriger Lastenräder sowie Lasten-Pedelecs, die privat genutzt werden. Der Zuschuss beträgt 25 Prozent des Kaufpreises der Grundausstattung einschließlich Umsatzsteuer, maximal jedoch 1.200 Euro. Zubehör und zusätzliche Anbauteile wie Regenschutz, weitere Transportboxen oder Anhängerkupplungen sind von der Förderung ausgeschlossen. Pro Antragstellerin oder Antragsteller wird ein Lastenrad bezuschusst.
Wichtig ist: Zunächst muss der Antrag online gestellt werden. Erst danach darf das Lastenrad bestellt oder gekauft werden. Wer zuvor einen Kaufvertrag abschließt oder bestellt, erhält keinen Zuschuss. Dem Antrag ist ein Kostenvoranschlag eines Fachhändlers beizufügen. Daraus müssen die Grundausstattung des Lastenrades, die Gesamttraglast und die mögliche Zuladung hervorgehen. Nach dem Absenden des Antrags darf das Lastenrad bestellt oder gekauft werden. Über die Bewilligung entscheidet die Stadt mit dem Förderbescheid. Ein Rechtsanspruch besteht nicht.
Der Antrag kann online über das Serviceportal der Stadt Hameln gestellt werden. Für das Verfahren ist eine Anmeldung über die BundID erforderlich.
Förderung für Batteriespeicher
Neben dem Zuschuss für Lastenräder weist die Stadt auf zwei weitere Klimaschutzprogramme hin. Wer eine bestehende Photovoltaikanlage mit einem stationären Batteriespeicher ergänzt, kann ebenfalls einen Zuschuss erhalten.
Gezahlt werden 200 Euro je angefangener Kilowattstunde Speicherkapazität, höchstens jedoch 1.000 Euro. Auch sogenannte Plug-&-Play-Speicher werden gefördert. Hier beträgt der Zuschuss 100 Euro je angefangener Kilowattstunde Speicherkapazität, maximal 500 Euro. Solche Speicher lassen sich mit vergleichsweise geringem Aufwand an bestehende Photovoltaikanlagen anschließen und ermöglichen eine bessere Nutzung des selbst erzeugten Stroms.
Bis zu 2.500 Euro für energetische Sanierungen
Darüber hinaus unterstützt die Stadt energetische Maßnahmen an Eigenheimen. Die Richtlinie „Energieeffizienzmaßnahmen im Bestand“ fördert unter anderem den Einbau neuer Fenster, eine verbesserte Dämmung, optimierte Heiztechnik, den Einsatz erneuerbarer Energien sowie den Schritt zum KfW-Effizienzhaus. Dafür sind Zuschüsse von bis zu 2.500 Euro möglich.
Voraussetzung ist, dass vor der Antragstellung bei der Stadt bereits eine Förderzusage der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) vorliegt.
Für die Programme zu Batteriespeichern und Energieeffizienz stehen im Jahr 2026 insgesamt 133.000 Euro zur Verfügung. Die Fördermittel werden in der Reihenfolge der vollständig eingegangenen Anträge vergeben.
Anträge, Förderrichtlinien und weitere Informationen zu allen drei Programmen sind unter www.hameln.de/foerderprogramme abrufbar.
Ansprechpartner für Rückfragen
Fragen zu den Förderprogrammen für Lastenräder, Batteriespeicher oder energetische Maßnahmen beantwortet die Abteilung Umwelt und Klimaschutz der Stadt Hameln per E-Mail an
