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Hameln News

Hameln (red). Ein Musical beginnt selten mit dem ersten Ton. Bevor sich der Vorhang hebt, stehen viele Entscheidungen an: Welcher Stoff eignet sich für die Bühne? Wer schreibt Musik, Texte und Szenen? Wie entstehen Figuren, Bühnenbilder, Kostüme, Lichtstimmungen und Bewegungsabläufe? Und wie greifen am Ende Schauspiel, Gesang, Tanz, Technik und Organisation so ineinander, dass daraus für das Publikum ein Theatererlebnis wird?

Der kommende MusicalWinter Hameln bietet dafür ein aktuelles Beispiel. Vom 12. Dezember 2026 bis zum 3. Januar 2027 ist „Der Schimmelreiter – Das Mystery-Musical“ von Dennis Martin im Theater Hameln zu sehen. Insgesamt sind 21 Vorstellungen geplant. Hameln ist nach der Spielzeit in Fulda der einzige Spielort in Norddeutschland für diese Großproduktion von spotlight musicals, die im Sommer 2026 ihre Welturaufführung feierte. Für die laufende Spielzeit in Fulda wurden bereits 60.000 Tickets verkauft.

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Von der literarischen Vorlage zur Musicalbühne

Die literarische Vorlage stammt von Theodor Storm. Seine 1888 erschienene Novelle „Der Schimmelreiter“ zählt zu den bekanntesten Werken des Autors. Im Mittelpunkt steht Hauke Haien, ein rational denkender Deichgraf, der mit neuen Ideen gegen Misstrauen, Aberglauben und die Gewalt der Natur antritt. Zwischen Deichbau, Dorfgemeinschaft, Sturmfluten und der unheimlichen Erscheinung des Schimmelreiters entsteht ein Stoff, der sich für eine bildstarke Musicalfassung anbietet.

Bis daraus eine Bühnenproduktion wird, arbeiten zahlreiche Gewerke zusammen. Musik, Buch, Liedtexte und Arrangements erzählen die Geschichte neu. Regie und Choreografie entwickeln Szenen und Bewegungsabläufe. Bühne, Kostüme, Maske, Licht, Video und Ton schaffen die Welt, in der sich die Handlung entfaltet. Hinzu kommen Castings, Probenplanung, Technik, Produktionsleitung, Marketing, Ticketing und die Organisation des gesamten Spielbetriebs.

Pferdepuppen und LED-Technik prägen die Inszenierung

Bei „Der Schimmelreiter – Das Mystery-Musical“ spielt außerdem ein besonderes Bühnenelement eine zentrale Rolle: lebensgroße Pferdepuppen des südafrikanischen Puppendesigners Roger Titley. Sie werden von jeweils drei Darstellerinnen und Darstellern bewegt und können sogar geritten werden. Dadurch verbinden sich Puppenspiel, Schauspiel, Bewegung und Körperarbeit zu einem markanten visuellen Bestandteil der Inszenierung von Simon Eichenberger.

Erstmals kommt bei der Produktion zudem eine große LED-Wand zum Einsatz, für deren Inhalte Michael Balgavy verantwortlich zeichnet. Sie erweitert den Bühnenraum visuell und trägt gemeinsam mit dem Bühnenbild von Charles Quiggin sowie den Kostümen von Aleš Valašek dazu bei, die Welt zwischen Deich, Meer, Dorf und Spuk atmosphärisch erlebbar zu machen und ein immersives Theatererlebnis zu schaffen.

Erfahrung wächst mit jeder Produktion

spotlight musicals ordnet die Produktion als Ergebnis eines kontinuierlichen Entwicklungsprozesses ein: Wer mit kleineren Produktionen beginnt, sammelt mit jeder Inszenierung Erfahrung, gewinnt Sicherheit und kann sich Schritt für Schritt an größere künstlerische und technische Herausforderungen wagen. „Der Schimmelreiter“ zeige in dieser Lesart, wie aus einem starken Stoff, einem eingespielten Kreativteam und wachsender Produktionserfahrung ein aufwendiges Musicalereignis entstehen kann.

Auch wer selbst in einer Schule, einem Verein, einer freien Gruppe oder einem Chor Musiktheater gestaltet, kann an professionellen Produktionen beobachten, wie viele Bausteine für eine Inszenierung zusammenkommen müssen. Nicht jede Aufführung benötigt große Technik oder aufwendige Bühnenbilder. Entscheidend sind zunächst eine tragfähige Idee, ein klares Konzept und ein Team, das die Geschichte gemeinsam erzählen möchte.

„RATS“ bringt Musical unter freien Himmel

Einen ganz anderen, lokalen Blick auf das Musiktheater bietet derzeit das Open-Air-Musical „RATS“. Noch bis zum 2. September ist es jeden Mittwoch um 16:30 Uhr auf der Hochzeitshaus-Terrasse zu sehen. Mit Musik, Tempo und direkter Nähe zum Publikum zeigt „RATS“, wie Musiktheater mitten in der Hamelner Altstadt funktionieren kann. Dank der Unterstützung der Hauptsponsoren Stadtwerke Hameln Weserbergland und Stadtsparkasse Hameln-Weserbergland sowie vieler weiterer Unterstützer ist der Besuch kostenfrei.

Mit „RATS“ im Sommer und dem MusicalWinter im Theater Hameln präsentiert sich die Stadt einmal mehr als Musicalstandort mit unterschiedlichen Formaten: lokal, unter freiem Himmel und niedrigschwellig auf der Hochzeitshaus-Terrasse sowie als Spielort großer Musicalproduktionen im Theater.

Tickets sind unter anderem bei der Deister- und Weserzeitung, im Infocenter Hameln, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie über Eventim erhältlich. Weitere Informationen gibt es unter www.schimmelreiter-hameln.de.

Foto: Spotlight Musicals – Sophia Walkenhorst


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Einbeck

Einbeck (red). Am Samstag, 22. August, können alle zeigen, was sie im Sand können. Der Einbecker Sportverein veranstaltet gemeinsam mit den Stadtwerken Einbeck den Stadtwerke Cup – ein Beachvolleyballturnier im Einbecker Freibad.

Teilnehmen können alle, die die Grundtechniken und Grundregeln des Volleyballs beherrschen. Gespielt wird im Modus vier gegen vier. Turnierbeginn ist um 9.30 Uhr auf der Beachvolleyballanlage im Freibad.

Wanderpokal und Teamgeist stehen im Mittelpunkt

Neben dem Spaß am Spiel geht es auch in diesem Jahr um den großen Wanderpokal, der von den Stadtwerken Einbeck gestiftet wurde. Das Turnier richtet sich an alle Volleyballbegeisterten, die ihr Können im Sand unter Beweis stellen und einen sportlichen Tag in lockerer Atmosphäre verbringen möchten.

Anmeldung bis 15. August möglich

Anmeldungen und Rückfragen sind per E-Mail an sreuter3@gmx.de möglich. Anmeldeschluss ist der 15. August.

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