Hameln (red). Nach mehr als 30 Jahren kehrt der Oud-Virtuose und Komponist Rabih Abou-Khalil in die Sumpfblume zurück. Am Sonntag, 25. Oktober, ist er mit seiner Group ab 20 Uhr im Saal des Kultur- und Kommunikationszentrums zu Gast. Der Eintritt kostet ab 39,50 Euro.
Rabih Abou-Khalil zählt zu den prägenden Persönlichkeiten der internationalen Weltmusik- und Jazzszene. Bereits 1992 war der im Libanon geborene Musiker in der Sumpfblume zu Gast. Damals stand er gemeinsam mit Steve Swallow am Bass, Charlie Mariano am Saxofon und dem indischen Schlagzeugvirtuosen Ramesh Shotham auf der Bühne.
Musik zwischen Orient, Klassik und Jazz
Rabih Abou-Khalil verbindet traditionelle arabische Musik, europäische Klassik und offenen Jazz zu einem eigenständigen Klangbild. Der heute in Frankreich lebende Musiker gilt als Grenzgänger zwischen den Kulturen und verbindet arabische, europäische und amerikanische Musikeinflüsse zu einer außergewöhnlichen musikalischen Mischung – unabhängig von kurzlebigen Trends der Weltmusik.
Mit spielerischer Virtuosität, kompositorischer Raffinesse und einer guten Portion Humor gelingt es ihm, unterschiedliche musikalische Welten miteinander zu verbinden. Im Laufe seiner Karriere arbeitete er unter anderem mit Charlie Mariano, Kenny Wheeler und Joachim Kühn sowie mit dem Ensemble Modern, dem Balanescu Quartett, dem Kronos Quartett und dem BBC Symphony Orchestra zusammen.
Mehrfach ausgezeichnetes Gesamtwerk
Für seine musikalische Arbeit wurde Rabih Abou-Khalil mehrfach ausgezeichnet. So erhielt er in einem Jahr gleich fünf Jazz Awards. Im Jahr 2002 wurde ihm zudem eine Ehrenurkunde des Preises der deutschen Schallplattenkritik für sein Gesamtwerk verliehen.
Seine Kompositionen verbinden arabische Metren und Tonskalen mit ausgeprägten Improvisationen. Daraus entsteht eine Musik, die komplex, virtuos und zugleich sinnlich ist. Mit seinem erneuten Gastspiel in der Sumpfblume dürfen sich Besucherinnen und Besucher auf ein außergewöhnliches Konzerterlebnis freuen.
Foto: Jessica Jungblut