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Northeim

Northeim (red). Die B-Jugend des NHC hat die Qualifikation für die Regionalliga geschafft. Nach einem schwierigen Auftakt kämpfte sich das Team eindrucksvoll zurück und sicherte sich mit zwei Siegen das begehrte Ticket.

Im ersten Spiel erwischte der NHC einen Fehlstart und geriet schnell mit 0:3 in Rückstand. Zwar stabilisierte sich die Mannschaft im weiteren Verlauf, den Rückstand konnte sie jedoch nicht mehr aufholen. Am Ende musste sich das Team mit 8:12 geschlagen geben.

Pflichtsieg bringt die Wende

Damit war im zweiten Spiel ein Sieg Pflicht – und die Mannschaft lieferte eindrucksvoll ab. Dank einer starken Abwehrleistung und eines überzeugenden Angriffs führte der NHC bereits nach vier Minuten mit 4:0. Zur Halbzeit stand ein komfortables 12:5 auf der Anzeigetafel.

Auch nach dem Seitenwechsel ließ die Mannschaft nichts mehr anbrennen. Besonders das Zusammenspiel mit dem Kreisläufer funktionierte immer besser. Am Ende stand ein verdienter 24:14-Erfolg und damit der erste wichtige Sieg der Relegation.

Entscheidung im dritten Spiel

Mit viel Selbstvertrauen ging der NHC in die dritte Partie und knüpfte nahtlos an die starke Leistung an. Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, sodass sich zunächst kein Team entscheidend absetzen konnte. Zur Halbzeit lag der NHC knapp mit 9:10 zurück.

Nach der Pause steigerte sich die Mannschaft nochmals deutlich. Nach 18 Minuten führte der NHC mit 14:11 und gab diesen Vorsprung nicht mehr aus der Hand. Mit dem verdienten 17:12-Erfolg war die Qualifikation für die Regionalliga perfekt.

Starke Torhüter und gelungener Abschluss

Im abschließenden Spiel erhielten vor allem die Spieler Einsatzzeit, die zuvor weniger Spielanteile gesammelt hatten. Sie nutzten ihre Chance und zeigten gegen den späteren Zweitplatzierten eine engagierte Leistung. Nach einem Halbzeitstand von 3:7 musste sich der NHC zwar mit 8:12 geschlagen geben, überzeugte aber auch in dieser Begegnung.

Großen Anteil am Erfolg der Relegation hatten erneut die beiden Torhüter Florian Holler und Ole Pajung. Mit zahlreichen starken Paraden gaben sie der Mannschaft in allen Spielen den nötigen Rückhalt.

Für den NHC kamen zum Einsatz: Arved Baumbach (16 Tore), Oliver Kaulfuß (7), Lennart Kirchhoff (7), Leon Leupold (6), Lasse Splittgerber (6), Anton Hartdegen (5), Niklas Rath (4), Elias Franz (3), Kjell Weißenborn (2), Jonathan Binnewies (1), Erik Henkel.

Foto: NHC

 


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Eschershausen-Stadtoldendorf

Eschershausen (awin). Der Stadtrat hat den stellvertretenden Stadtdirektor Andreas Fischer am Montagabend abberufen. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten für seine Abberufung. Bürgermeister Friedhelm Bandke bleibt dagegen im Amt. Zwar votierten auch in seinem Fall sämtliche anwesenden Ratsmitglieder für eine Abberufung, die dafür erforderliche Zweidrittelmehrheit konnte aufgrund der Zahl der Anwesenden jedoch nicht erreicht werden.

Die beiden Personalentscheidungen standen im Mittelpunkt der 22. Sitzung des Stadtrates. Wegen des erwarteten Zuschauerandrangs war die öffentliche Sitzung aus dem Stadthaus in die Aula der Grundschule verlegt worden. Dort waren zu Beginn sämtliche Besucherplätze besetzt.

Am Ratstisch blieben dagegen mehrere Plätze frei. Die Mitglieder der Wählergemeinschaft Eschershausen (WGE) nahmen geschlossen nicht an der Sitzung teil. Die Sitzungsleitung übernahm deshalb August-Wilhelm Ritterbusch. Friedhelm Bandke hatte ihn kurz vor Beginn der Sitzung vor dem Gebäude mit dieser Aufgabe betraut.

Die Öffentlichkeit zeigte großes Interesse an der Ratssitzung

Tagesordnungspunkt zu beanstandeten Sachverhalten entfällt

Nicht beraten wurde Tagesordnungspunkt 8. Unter diesem Punkt sollte sich der Rat mit den von der Kommunalaufsicht beanstandeten Sachverhalten bei Mitwirkungsverboten und Vergaben im Zusammenhang mit Andreas Fischer befassen.

Als Grund für die Absetzung des Tagesordnungspunktes wurden in der Sitzung datenschutzrechtliche Bedenken genannt. Zuvor war bei der Stadt Eschershausen ein anwaltliches Schreiben eingegangen. Nach Angaben der Verwaltung konnte dieses aufgrund des kurzfristigen Eingangs vor der Ratssitzung nicht mehr ausreichend geprüft werden. Um mögliche Nachteile für die Stadt Eschershausen zu vermeiden, wurde der Tagesordnungspunkt daher nicht behandelt.

Für Abberufung Bandkes reicht Stimmenzahl nicht

Das Fernbleiben der WGE hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Abstimmung über die Abberufung des Bürgermeisters. Dem Stadtrat gehören 15 Mitglieder an. Für eine Abberufung Bandkes waren zehn Stimmen und damit eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. Da lediglich neun Ratsmitglieder an der Sitzung teilnahmen, konnte diese Mehrheit nicht zustande kommen.

Über den Tagesordnungspunkt wurde dennoch abgestimmt. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder votierten für die Abberufung Bandkes. Die notwendige Stimmenzahl wurde damit nicht erreicht. Friedhelm Bandke bleibt Bürgermeister der Stadt Eschershausen.

Friedhelm Bandke (2. v. l.) bleibt Bürgermeister von Eschershausen

Rat stimmt geschlossen für Abberufung Fischers

Anders war die rechtliche Ausgangslage bei Andreas Fischer. Stadtdirektor Robert Kumlehn gab während der Sitzung zu Protokoll, dass für die Abberufung des stellvertretenden Stadtdirektors die einfache Mehrheit des Rates erforderlich sei. Alle neun anwesenden Ratsmitglieder stimmten anschließend für Fischers Abberufung.

Vor der Abstimmung begründeten CDU/SPD und FDP ihren Antrag noch einmal. Sie verwiesen dabei auf die Ergebnisse der Prüfung durch die Kommunalaufsicht und die dort beanstandeten Sachverhalte bei Vergaben und Mitwirkungsverboten. Rücktrittsforderungen war Fischer zuvor nicht nachgekommen. Mit den neun Stimmen der anwesenden Ratsmitglieder war seine Abberufung schließlich beschlossen.

Fotos: awin

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