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Northeim

Northeim (red). Die Stadt Northeim möchte langfristig die historischen Wallanlagen rund um die Northeimer Innenstadt sanieren. In Vorbereitung darauf werden an unterschiedlichen Stellen der Baumbestand und die Wallkronen zur Pflege und zum Erhalt der Grünanlagen ausgelichtet. Die Kommunalaufsicht des Landkreises Northeim sieht auf Antrag eines Ratsherrn keinen Anlass, einschreiten zu müssen.

Naturschutzbehörde bereits in Planungen eingebunden

Die Kommunalaufsicht stellt darüber hinaus klar, dass die Naturschutzbehörde des Landkreises Northeim bereits in der Sache informiert ist. Ein umfangreicher Austausch zum Schutz der Natur habe bereits stattgefunden und finde weiterhin statt.

Die Kommunalaufsicht stellt fest, dass Grundsatzentscheidungen zur Auslichtung des Baumbestands bereits in öffentlichen Sitzungen getroffen wurden. Dies sei in der Ratssitzung am 18. Juni sowie im Sanierungsbeirat der Stadt Northeim am 11. August erfolgt.

Kommunalaufsicht sieht Öffentlichkeit ausreichend beteiligt

Nach Einschätzung der Kommunalaufsicht sei damit eine ausreichende Beteiligung der Öffentlichkeit gegeben gewesen. Entscheidungen mit ausschreibungsrelevantem Inhalt seien demnach grundsätzlich nicht öffentlich zu behandeln.

Nach Einschätzung der Kommunalaufsicht sei somit auch die Beratung im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss richtig und angemessen gewesen. Zudem seien Zweifel an der Förderfähigkeit dieser Maßnahme unerheblich, da diese in die Zuständigkeit der Stadt Northeim falle.

Stadt sieht Vorhaben weiterhin als Gemeinschaftsprojekt

Das Vorhaben, die Wallanlagen und die Innenstadt insgesamt aufzuwerten, ist aus Sicht der Stadt Northeim weiterhin ein Gemeinschaftsprojekt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger. Daher sei es notwendig, jede Entwicklung im öffentlichen Diskurs darzulegen.

Dies sei bereits in der Vergangenheit durch zahlreiche Beteiligungsformate geschehen, die nach Angaben der Stadt wichtige Impulse aus der Bürgerschaft in die weiteren Planungen eingebracht hätten. Dieser Ansatz solle auch in Zukunft fortgesetzt und durch die Einschätzungen verschiedener Expertinnen und Experten ergänzt werden.


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Holzminden

Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.

Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.

Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.

Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen

Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.

Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg

Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.

Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.

Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern

Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.

Vom VW 411 zum VW 412

Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.

Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.

Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.

Wer mehr über den Verein und die Historie des VW Typ 4 erfahren möchte, findet weitere Informationen auf der Internetseite der „VW411-412 Friends e. V.“.

Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.

Fotos: Laurenz Blanck

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