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Northeim

Northeim (red). Das Theater der Nacht geht „All in for water“, wenn sich am Dienstag, 15. September, um 19 Uhr der Vorhang für eine Vorstellung der besonderen Art hebt. Denn der Eintritt für „Die Regentrude“ ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Spenden sind willkommen und gehen an „Viva con Agua“, eine gemeinnützige Organisation aus Hamburg, „die sich seit 20 Jahren für einen menschenwürdigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitärer Grundversorgung einsetzt“, wie es auf ihrer Homepage heißt.

„Water Walk“ macht Station in Northeim

Hintergrund ist der „Water Walk“, ein Wassermarsch, dem sich Unterstützerinnen und Unterstützer anschließen können, um im Sinne der Zielsetzung der Initiative selbst aktiv zu werden und mitzugestalten. Der gemeinsame Weg beginnt am 13. September in Kassel und führt in 14 Etappen über 350 Kilometer nach Hamburg. Dort endet die Aktion am 27. September an der „Villa Viva“ mit einer Welcome-Feier.

Am 15. September macht der Marsch auf der dritten Etappe Station in Northeim. „Dort lassen wir uns von der Regentrude noch einmal daran erinnern, warum wir überhaupt unterwegs sind: Water for all“, was nicht selbstverständlich sei, wie der Veranstalter mitteilt.

Märchen über Wasser und Zukunft

In dem Märchen nach Theodor Storm ist die Regentrude eingeschlafen. Mit ihr droht das Land zu verdorren. Maren und Andres machen sich auf den Weg, um sie zu wecken und damit Ernte, Natur und ihre eigene Zukunft zu retten.

„Ein Märchen und gleichzeitig ein Thema, das uns schon lange beschäftigt. Denn Wasser ist ein kostbares Gut, hält Ökosysteme am Leben und schafft die Grundlage für unsere Zukunft“, erklärt Viva con Agua die Idee zur Vorstellung in Northeim. Und es gebe noch eine weitere Verbindung zum Theater der Nacht: Figurentheater sei weltweit ein starkes Medium, um Wissen spielerisch weiterzugeben.

Theaterteam war sofort begeistert

„Als die Anfrage kam, waren wir in unserem Team sofort total begeistert“, erzählt Theaterleiterin Ruth Brockhausen. „Es ist total wichtig, auf ein Thema aufmerksam zu machen, das wir gesellschaftlich gerade gut verdrängen. Der Klimawandel ist für jeden offensichtlich fühlbar, in der öffentlichen Diskussion aber kaum noch existent.“

Dabei habe Theodor Storm schon vor über 150 Jahren in seiner Erzählung von der Regentrude auf die Problematik der begrenzten Wasserressourcen hingewiesen.

„Wir möchten die Menschen zum Nachdenken bringen“

Ruth Brockhausen erklärt: „Wir möchten die Menschen zum Nachdenken bringen. Wasser ist überlebenswichtig. Deshalb hoffen wir auf ein volles Theater.“

Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es unter www.vivaconagua.de und auf der Homepage des Theaters.

Foto: Theater der Nacht


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Bodenwerder-Polle

Bodenwerder (awin). Die Feuerwehr Schoholtensen/Altenhagen ist Landesmeister 2026. Beim 18. Landesentscheid der niedersächsischen Feuerwehren setzte sich die Einheit am Sonntag, 6. September, in Bodenwerder gegen 39 weitere Gruppen durch. Platz zwei belegte die Feuerwehr Kalbe, Rang drei ging an die Feuerwehr Klein Meckelsen.

Rund 3000 Besucherinnen und Besucher verfolgten den Wettbewerb auf dem Gelände der Saint-Gobain Rigips GmbH. Ab 8 Uhr traten dort die 40 besten Feuerwehreinheiten Niedersachsens gegeneinander an.

Fünf Prüfungen entscheiden über den Titel

Die Gruppen hatten sich zuvor über Leistungsvergleiche auf Gemeinde-, Kreis- und Regionalebene für den Landesentscheid qualifiziert. In Bodenwerder mussten sie fünf Module absolvieren: einen Löschangriff, das Kuppeln einer Saugleitung, eine Fahrübung, eine Belastungsübung unter Atemschutz und eine Funkübung über Digitalfunk.

Insgesamt waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer rund eineinhalb Stunden mit den Prüfungen beschäftigt. Gefragt waren Schnelligkeit, Präzision, Kondition und Teamarbeit. Die Aufgaben orientieren sich am Feuerwehralltag und sollen zugleich den Ausbildungs- und Übungsdienst unterstützen.

Ein Jahr Planung für den Landesentscheid

Hinter der Veranstaltung stand ein erheblicher organisatorischer Aufwand. Rund ein Jahr liefen die Planungen für den Landesentscheid. Am Veranstaltungswochenende waren rund 150 Feuerwehrkräfte aus Bodenwerder, Linse, Rühle und Heinsen mit der Organisation beschäftigt. Ausgerichtet wurde der Wettbewerb von der Ortsfeuerwehr Bodenwerder gemeinsam mit der Münchhausenstadt Bodenwerder.

Regierungsbrandmeister Dascho Wehner hatte sich nach eigenen Angaben auf Landesebene persönlich dafür eingesetzt, den Landesentscheid nach Bodenwerder und damit in den Zuständigkeitsbereich Weser zu holen. Das damit verbundene Vertrauen in die Ortsfeuerwehr Bodenwerder und die Verantwortlichen vor Ort sei mehr als gerechtfertigt gewesen. „Dieses Vertrauen wurde nicht nur bestätigt, sondern weit übertroffen“, bilanzierte Wehner nach der Veranstaltung.

Viel Herzblut hinter den Kulissen

Besonders beeindruckt habe ihn, mit wie viel Herzblut, Zusammenhalt und persönlichem Einsatz der Landesentscheid vorbereitet und durchgeführt worden sei. Viele Beteiligte hätten über Monate zahlreiche Stunden investiert, Verantwortung übernommen und angepackt, erklärte der Regierungsbrandmeister.

Auch abseits der Wettbewerbsflächen wurde den Besucherinnen und Besuchern ein Programm geboten. Dazu gehörten moderne und historische Feuerwehrfahrzeuge, Feuerwehrtechnik sowie Angebote für Familien. Bereits am Samstagabend hatte eine Open-Air-Party im Rathauspark unter dem Motto „Baron on Fire“ den Auftakt des Wochenendes gebildet.

Bodenwerder im Mittelpunkt der Feuerwehrwelt

Mit dem Landesentscheid wurde Bodenwerder für ein Wochenende zum Treffpunkt der niedersächsischen Feuerwehrwelt. Für die 40 teilnehmenden Gruppen ging es um den Landestitel – und zugleich darum zu zeigen, was hinter sicheren Abläufen im Einsatz steckt: Ausbildung, regelmäßiges Training und viel persönlicher Einsatz.

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Fotos: awin, Feuerwehr

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