Northeim (red). Die MUT-TOUR hat am Samstag, 25. Juli, Station auf dem Northeimer Markt gemacht und dort mit Passantinnen und Passanten das Gespräch über psychische Gesundheit gesucht. Die deutschlandweite Aktion setzt sich seit 2012 für einen offenen Austausch über psychische Erkrankungen ein und möchte Vorurteile abbauen sowie auf bestehende Hilfsangebote aufmerksam machen.
Nach Angaben der Organisatoren sind in Deutschland jährlich rund 18 Millionen Erwachsene von einer psychischen Erkrankung betroffen. Dennoch fühlten sich viele Betroffene allein gelassen und erlebten nach wie vor Stigmatisierung. Die MUT-TOUR möchte dazu beitragen, das Thema stärker in die Öffentlichkeit zu rücken und Berührungsängste abzubauen.
Gemeinsam unterwegs für mehr Offenheit
Unter dem Motto „Gemeinsam irre mutig“ sind Betroffene, Angehörige sowie beruflich Helfende seit Ende Mai auf Tandems und zu Fuß quer durch Deutschland unterwegs. Während der rund dreieinhalbmonatigen Tour kommen sie mit Journalistinnen und Journalisten, Passantinnen und Passanten sowie Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern ins Gespräch und berichten offen über ihre Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen.
Die Tour führt über rund 4.100 Kilometer durch Deutschland und umfasst 13 Etappen sowie mehr als 50 öffentliche Aktionstage. Das Finale ist für den 12. September in Bremen geplant.
Informationen und Hilfsangebote
Neben den Gesprächen informiert die MUT-TOUR über Unterstützungsangebote für Menschen mit psychischen Erkrankungen. Aus dem Projekt ist unter anderem der digitale MUT-ATLAS entstanden. Er bündelt bundesweit Hilfsangebote – von Therapie und Beratung über Selbsthilfe bis hin zu Arbeits- und Wohnangeboten – und macht diese online zugänglich.
Weitere Informationen zur MUT-TOUR, den Aktionstagen sowie zum MUT-ATLAS sind unter https://www.mut-tour.de und https://www.mut-atlas.de verfügbar.
Foto: M. Schmidt