Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif#joomlaImage://local-images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif?width=295&height=255
Anzeige
Landkreis Holzminden

Detmold. Wann reicht ein Hilfsmittel von der Stange – und wann braucht es Maßarbeit? Diese Frage stellt sich oft erst dann, wenn Bewegung im Alltag schwieriger wird: nach einer Operation, nach einer Amputation, bei altersbedingtem Verschleiß oder bei einer neurologischen Erkrankung. Bei Problemen dieser Art geht es darum, sicherer zu stehen, besser zu gehen und wieder mehr Vertrauen in den eigenen Körper zu bekommen.

Im Vitalzentrum setzt die Orthopädietechnik genau an diesem Punkt an. Orthopädietechnikmeister Markus Schumacher und sein Team begleiten Menschen mit Prothesen, Orthesen und neurotechnologischen Systemen.

„Nicht jedes Problem braucht sofort eine aufwendige Sonderanfertigung. Aber nicht jeder Körper passt zu einer Lösung aus dem Regal. Unser Credo ist: so wenig Orthese wie möglich, aber so viel wie nötig“, beschreibt Schumacher die Herangehensweise.

Eine konfektionierte Versorgung reicht aus, wenn die Einschränkung weniger komplex ist, keine deutlichen Fehlstellungen vorliegen und die Passform stimmt. Anders ist es bei Achsabweichungen, starken Instabilitäten, Schwellneigungen, besonderen anatomischen Voraussetzungen oder umfangreicheren Lähmungen. In solchen Fällen kommt häufig eine Maßanfertigung ins Spiel, weil das Hilfsmittel genauer auf Körper, Funktion und Alltag abgestimmt werden muss.

Der Alltag entscheidet mit

Der Weg zum passenden Hilfsmittel beginnt deshalb mit einer ausführlichen Beratung. Dabei zählt nicht allein die Diagnose. Entscheidend ist, wie der Mensch lebt und was er erreichen möchte. Geht es um kurze Wege in der Wohnung? Um Treppen? Um Beruf, Gartenarbeit, Radfahren oder Rehasport? Oder darum, nach einer Operation wieder Sicherheit in den eigenen Bewegungen zu finden?

„Wichtig ist, wofür der Patient das Hilfsmittel einsetzen möchte und wo die größten Probleme liegen“, erklärt der Orthopädietechnikmeister. Daraus entwickelt das Team Schritt für Schritt eine Versorgungsidee. Häufig wird zunächst geprüft, ob eine Standardlösung ausreicht. Dabei werden Gangbild, Stand, Sicherheit und Tragegefühl betrachtet. Was die Fachleute sehen und was die Patientinnen und Patienten spüren, wird zusammengeführt.

Reicht eine konfektionierte Lösung nicht aus, kann eine Maßanfertigung sinnvoll sein. Das gilt zum Beispiel bei Fußheberorthesen, wenn der Knöchel stark instabil ist, eine Fußfehlstellung vorliegt oder Schwellungen die Passform erschweren. Dann muss die Orthese genauer auf den Körper abgestimmt werden, damit sie nicht nur theoretisch passt, sondern im täglichen Einsatz hilft.

Maßarbeit ist mehr als ein Termin

In der orthopädietechnischen Werkstatt verbindet das Vitalzentrum handwerkliche Erfahrung mit digitalen Verfahren. Je nach Fall arbeitet das Team mit Abdruck, Scan, Modell, Anprobe und manueller Anpassung. Wo früher häufig Gipsabdrücke nötig waren, können heute in vielen Fällen 3D-Scans eingesetzt werden. Entscheidend bleibt aber die Arbeit am Menschen. Aus einzelnen Bauteilen entsteht erst durch Analyse, Erfahrung und Feinarbeit eine Lösung, die wirklich sitzt.

Dieser Weg ist kein einzelner Termin, sondern ein fortlaufender Prozess. Körper verändern sich. Ein Bein kann anschwellen, ein Prothesenstumpf kann an Umfang verlieren oder zunehmen, eine Orthese kann nachjustiert werden müssen. Das Vitalzentrum bleibt deshalb auch nach der Abgabe Ansprechpartner – bei Druckstellen, Passformproblemen, Reparaturen oder der regelmäßigen Kontrolle. „Es ist nicht damit getan, dass das Hilfsmittel einmal angepasst ist und dann immer passt“, macht Schumacher deutlich.

Neurotechnologie als ergänzender Weg

Neben klassischen Prothesen und Orthesen können auch neurotechnologische Verfahren geprüft werden. Ein Beispiel ist L300, eine Lösung zur funktionellen Elektrostimulation. Sie unterstützt bei bestimmten neurologischen Erkrankungen und Fußheberschwächen die vorhandene Muskulatur im richtigen Moment. So kann der Fuß beim Gehen besser angehoben werden. Für Betroffene kann das mehr Bodenfreiheit und mehr Sicherheit bedeuten.

Ob L300 eine Orthese ersetzen oder ergänzen kann, hängt vom Einzelfall ab. Bei Instabilitäten oder zusätzlichen Fehlstellungen kann weiterhin eine Orthese notwendig sein. Auch der Exopulse kann im Einzelfall eine Rolle spielen. Der Anzug arbeitet mit Neuromodulation und kann bei geeigneten Krankheitsbildern wie muskulären Ungleichgewichten und Spastiken eingesetzt werden. Patientinnen und Patienten können dadurch je nach Ausgangslage beweglicher werden oder weniger Verspannung empfinden.

Entscheidend bleibt jedoch auch bei diesen Verfahren die individuelle Prüfung. Nicht jede technische Lösung eignet sich für jeden Menschen. Erst eine genaue Betrachtung der körperlichen Voraussetzungen, der Beschwerden und der persönlichen Ziele zeigt, ob der Einsatz sinnvoll sein kann.

Ehrliche Beratung statt schneller Lösung

Zur Orthopädietechnik gehört deshalb auch, Erwartungen realistisch einzuordnen. Prothesen, Orthesen und technische Systeme können viel ermöglichen, ersetzen aber nicht automatisch Training, Therapie oder körperliche Voraussetzungen. Grenzen werden offen angesprochen. Entscheidend ist, dass die Lösung zum Menschen passt – nicht umgekehrt.

Darum arbeitet das Vitalzentrum eng mit Ärztinnen und Ärzten, Therapeutinnen und Therapeuten zusammen. Besonders die therapeutische Behandlung ist wichtig, damit Patientinnen und Patienten eine Prothese oder Orthese sicher nutzen und sich daran gewöhnen. Auch bei Verordnungen, Begründungen und der Kommunikation mit Kostenträgern unterstützt das Vitalzentrum.

„Einfach nur ein Hilfsmittel bereitzustellen, damit ist es nicht getan. Der Patient muss verstehen, was das Hilfsmittel von ihm möchte – und wir müssen gemeinsam schauen, was ihn im Alltag wirklich weiterbringt“, fasst Schumacher den Anspruch der Orthopädietechnik im Vitalzentrum zusammen.

Fotos: awin


Anzeige
Lesedauer: 1 Minute
Anzeige

Politische Werbung - Bevern. Video 1 von 3

Seit über 30 Jahren arbeite ich im öffentlichen Dienst. Als Verwaltungsfachmann und Betriebswirt weiß ich, wie wichtig verantwortungsvolle Entscheidungen, wirtschaftliches Handeln und der sorgsame Umgang mit Steuergeld sind.

Diese Erfahrung möchte ich als Samtgemeindebürgermeister für unsere Samtgemeinde Bevern einbringen – bürgernah, transparent und mit klaren Prioritäten.

Ihre Anliegen. Meine Aufgabe.

Wichtiger Termin: Am 13. September 2026 entscheiden wir gemeinsam über die Zukunft unserer Samtgemeinde. Jede Stimme zählt!

Politische Werbung

Verantwortlich (V.i.S.d.P.): Jörg Hesse
Herausgeber und Finanzierung: Jörg Hesse

Anzeige

Lesedauer: 6 Minuten
Hameln News

Hameln (red). Zwei Tage, sechs Bühnen und mehr als 270 Künstlerinnen und Künstler: Am Freitag und Samstag, 28. und 29. August 2026, verwandelt sich die Hamelner Altstadt beim 11. Hamelner Pflasterfest erneut in eine große Open-Air-Bühne. Rund 50 Bands, drei DJ-Areas und Angebote für Kinder bilden ein Programm, das von Rock, Pop und Soul über Punk, Funk und Blues bis zu Reggae, Ska und modernen Festival-Sounds reicht. Der Eintritt ist frei.

Bekannte Namen und regionale Bands

Zu den markanten Namen des diesjährigen Line-ups gehören El Flecha Negra, I-Fire, Fatcat, Tiavo, Lonely Spring, ROX! sowie Sweety Glitter & The Sweethearts. Hinzu kommen zahlreiche lokale und regionale Formationen, darunter Out of Order, Candypunx und Rice of Jesus aus Hameln. Besucherinnen und Besucher können zwischen den Bühnen wechseln, bekannte Bands erleben und neue Musik entdecken.

Am Freitag verbindet El Flecha Negra auf der Stadtwerke-Bühne lateinamerikanische Rhythmen mit Reggae und Ska. Zuvor steht dort Tiavo mit Neuer Deutscher Welle auf dem Programm, den Abschluss des Abends übernimmt I-Fire. Auf der Volksbank-Bühne spielen unter anderem die Hamelner Soul-, Funk- und Rockband Out of Order sowie Under Influence. Weitere Freitagsacts sind Nerd Academy, Phil Seeboth, The Roomers, Isabelle Gebhardt Trio, Generation XYZ, Sick Lick, FYVR und Lonely Spring.

Glam Rock zum Abschluss am Samstag

Am Samstag gehören Skyline Green und Fatcat zu den Höhepunkten auf der Stadtwerke-Bühne. Den Abschluss auf dieser Bühne übernehmen Sweety Glitter & The Sweethearts mit Glam Rock. Auf der Volksbank-Bühne stehen die Lieblinge der Region Talkin Wire und die Band ROX! – die sich nicht umsonst als „THE BEST EUROPEAN TRIBUTE BAND OF ROXETTE“ bezeichnet – im Abendprogramm. Außerdem sind unter anderem Jahfro auf der VGH-Bühne und Die Toten Ärzte auf der Lohmann-Bühne zu erleben.

Das Pflasterfest ist längst über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Zwischen Hochzeitshaus, Pferdemarkt, „Osterstraße“, „Bäckerstraße“ und Münsterkirchhof treffen ein breites Live-Musik-Angebot und die historische Kulisse der Hamelner Altstadt aufeinander. Das Fest spricht damit Musikfans, Familien, Freundeskreise und Gäste aus der gesamten Region an.

Angebote für unterschiedliche Generationen

Auch Kinder und junge Gäste gehören zum Pflasterfest. Aktionen und weitere Angebote ergänzen das Bühnenprogramm und machen das Altstadtfest zu einem Erlebnis für unterschiedliche Generationen.

Raus aus dem Trubel, rein in die Gondel: Das neue DEWEZET-Riesenrad bietet eine ganz neue Perspektive auf das Pflasterfest. Mit Blick aus knapp 40 Metern Höhe über die Altstadt, ihre Lichter und Bühnen wird schon die Fahrt selbst zum Erlebnis, bevor es anschließend wieder zur nächsten Lieblingsband geht.

Die Lohmann-Gruppe feiert – und Hameln feiert mit. Am Posthof entsteht mit der neuen Lohmann-Bühne ein Festivalbereich für Begegnungen, gute Musik und gemeinsame Erlebnisse.

Veranstalterin wirbt für das Programm

„Wir haben dieses Jahr schon echt ein sehr cooles Programm. Vorbeikommen lohnt sich“, sagt Jennifer Maletzki, Projektmanagerin im Bereich City und Events bei der Hameln Marketing und Tourismus GmbH, der Veranstalterin des Pflasterfestes.

Unterstützt wird das Hamelner Pflasterfest 2026 von den Stadtwerken Hameln Weserbergland, der Volksbank Hameln-Stadthagen, der Dewezet, Synatix und der VGH.

Der Eintritt zum Hamelner Pflasterfest ist frei. Wer dazu beitragen möchte, dass das umfangreiche Musikprogramm auch künftig ohne Eintrittskarte besucht werden kann, kann das Fest online als Unterstützerin oder Unterstützer fördern. Das Pflasterfest kann online unter hameln-marketing-und-tourismus-gmbh-a9gy.vivenushop.com unterstützt werden.

Pflasterfest an zwei Tagen

Das Hamelner Pflasterfest 2026 findet am Freitag, 28. August 2026, von 17 bis 1 Uhr und am Samstag, 29. August 2026, von 12 bis 1 Uhr in der Hamelner Altstadt statt. Der Eintritt ist frei.

Das vollständige Programm und weitere Informationen sind unter www.pflasterfest-hameln.de zu finden.

Foto: Arif Türkmen