Anzeige
commercial-eckfeld https://commercial.meine-onlinezeitung.de/images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif#joomlaImage://local-images/win/eckfeld/Symrise_Premium_2024_03_04.gif?width=295&height=255
Anzeige
Landkreis Holzminden
Das Handwerk in Holzminden und Hildesheim steht vor einer weitreichenden Neuordnung: Zwei Kreishandwerkerschaften planen ihre Fusion.

Delligsen (red). Das Handwerk in den Landkreisen Holzminden und Hildesheim stellt die Weichen für die Zukunft. Die Kreishandwerkerschaften Hildesheim-Alfeld und Holzminden planen ihren Zusammenschluss zur neuen Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Weserbergland. Über die Fusion entscheiden die Mitglieder beider Kreishandwerkerschaften am Mittwoch, 2. September 2026, im Rahmen zweier außerordentlicher Mitgliederversammlungen in Delligsen. Vorbehaltlich der Zustimmung soll der Zusammenschluss zum Beginn des kommenden Jahres wirksam werden.

Strukturelle Veränderungen geben Anstoß zur Fusion

Die Initiative für die Fusion geht auf die beiden Kreishandwerksmeister und deren Stellvertreter zurück, die bereits vor rund zwei Jahren erste Gespräche über eine engere Zusammenarbeit aufgenommen hatten. Hintergrund sind vor allem die strukturellen Veränderungen im Handwerk. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe nimmt in vielen Gewerken ab, nicht zuletzt deshalb, weil Betriebsinhaber zunehmend Schwierigkeiten haben, geeignete Nachfolger zu finden.

In einzelnen Branchen, insbesondere im Nahrungsmittelhandwerk, ist diese Entwicklung bereits deutlich spürbar. Gleichzeitig wird es schwieriger, ehrenamtliche Funktionen in Innungen, Kreishandwerkerschaften und Prüfungsausschüssen zu besetzen.

Knapp 1.000 Mitgliedsbetriebe unter einem Dach

Durch den Zusammenschluss entsteht eine Kreishandwerkerschaft mit künftig knapp 1.000 Mitgliedsbetrieben. Damit verbreitert sich die Basis für die ehrenamtliche Arbeit erheblich. Wirtschaftliche Gründe stehen bei der Fusion ausdrücklich nicht im Vordergrund. Beide Kreishandwerkerschaften verfügen über eigenes Vermögen, sind schuldenfrei und wirtschaftlich solide aufgestellt.

Ziel ist vielmehr, aus einer starken Position heraus frühzeitig tragfähige Strukturen für die kommenden Jahre zu schaffen. Aufgrund ihrer geografisch zentralen Lage soll die Geschäftsstelle in Alfeld Hauptsitz der neuen Kreishandwerkerschaft werden. Gleichzeitig bleibt die Geschäftsstelle in Holzminden erhalten.

Beschäftigte sollen ihre Arbeitsplätze behalten

Auch personell ist Kontinuität vorgesehen: Die fünf Beschäftigten in Alfeld und die zwei Mitarbeitenden in Holzminden sollen ihre Arbeitsplätze behalten. Der bisherige Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Hildesheim-Alfeld, Matthias Zieseniß, stellt sich zur Wahl als Kreishandwerksmeister der neuen gemeinsamen Organisation.

Der Holzmindener Kreishandwerksmeister Karl-Heinz Bertram wird sich aus Altersgründen nicht erneut zur Wahl stellen. Künftig soll aus jedem der beiden Landkreise ein stellvertretender Kreishandwerksmeister kommen. Für den Landkreis Holzminden stellt sich der bisherige stellvertretende Kreishandwerksmeister Detlef Struck zur Wahl. Damit soll sichergestellt werden, dass beide Regionen auch in der neuen Führungsstruktur angemessen vertreten sind.

Neue Möglichkeiten für die Innungen

Der Zusammenschluss schafft darüber hinaus bessere Voraussetzungen für eine stärkere Zusammenarbeit der einzelnen Innungen aus beiden Landkreisen. Fusionen von Innungen waren zwar bereits bislang grundsätzlich möglich, führten jedoch dazu, dass sich die gemeinsame Innung einer der beiden Kreishandwerkerschaften zuordnen musste. Diese strukturelle Hürde entfällt künftig.

Dadurch eröffnen sich insbesondere für kleinere Gewerke neue Möglichkeiten, Kräfte zu bündeln und leistungsfähige Innungsstrukturen zu erhalten. Die geplante Fusion der beiden Kreishandwerkerschaften ist Teil eines umfassenderen Veränderungsprozesses innerhalb der handwerklichen Organisationen in der Region.

Auch Handwerkskammer plant Zusammenschluss

Auch die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen plant zum kommenden Jahr einen Zusammenschluss mit der Handwerkskammer Braunschweig-Lüneburg-Stade. Ziel der Fusion ist es, die Interessenvertretung des regionalen Handwerks langfristig zu stärken, das Ehrenamt zu entlasten und zugleich die Nähe zu den Mitgliedsbetrieben in beiden Landkreisen zu erhalten.


Anzeige
Lesedauer: 5 Minuten
Anzeige

Hofgeismar. Im September ist es wieder so weit: Der Tierpark Sababurg lädt zum mittlerweile 18. Mittelalterlichen Spectaculum ein. Vor der Kulisse des kulturhistorischen Mauerparks unterhalb der Sababurg erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Wochenende voller Geschichte, Musik und lebendigem Markttreiben.

Am Samstag, 5. September, und Sonntag, 6. September 2026, verwandelt sich das weitläufige Gelände in eine mittelalterliche Welt. Über 150 Darstellerinnen und Darsteller schlagen ihre Lager auf, errichten Stände und präsentieren ein buntes Treiben wie vor Jahrhunderten: Es wird gelebt, gefeiert, gekämpft, gefeilscht und gehandelt. Besucherinnen und Besucher erleben das Mittelalter hautnah – authentisch, lebendig und familienfreundlich.

Schaukämpfe und Ritterturnier gehören zum Programm

Mitreißende Schaukämpfe mit Blankwaffen, ein Ritterturnier, ein farbenfrohes Lagerleben und zahlreiche Mitmachangebote für Groß und Klein sollen das Mittelalter erlebbar machen. Zudem erwartet die Gäste am Samstag ein Ritterturnier auf Pferden, eine Vorführung der Senner-Pferde sowie ein abendlicher Fackelritt.

Handwerkerinnen und Handwerker sowie Händlerinnen und Händler zeigen vielfältige Handwerkskunst und bieten kunstvoll gefertigte Waren an. Verschiedene Leckereien sorgen für das leibliche Wohl.

Historische Handwerkskunst und mittelalterliches Markttreiben können die Besucherinnen und Besucher an beiden Veranstaltungstagen erleben.
Mittelalterbands sorgen an beiden Tagen für Musik

Auf der großen Bühne treten die Mittelalterbands „Tarranis“ und „Saltatio Draconum“ an beiden Tagen mit Marktmusik auf. Hoch über den Köpfen der Besucherinnen und Besucher schreitet zudem eine Stelzenläuferin durch das Marktgeschehen und präsentiert kunstvolle Bewegungen.

Das Feuerkünstler-Duo „Spiral Fire“ setzt mit einer Feuershow am Abend den Schlusspunkt des Programms.

Zahlreiche Mitmachangebote warten auf Kinder

Auch für die kleinen Gäste gibt es viel zu entdecken: Sie können auf dem hölzernen Kinderkarussell ihre Runden drehen, sich mit Mut und Geschick dem „Teufelswerk“ stellen, Wikingerschiffe angeln, historische Spielereien ausprobieren oder beim Korbflechten und Specksteinschnitzen selbst kreativ werden. Zahlreiche weitere mittelalterliche Mitmachaktionen laden zum Teilnehmen und Staunen ein.

Das Mittelalterliche Spectaculum findet in der Kulisse des Tierparks Sababurg zwischen Bad Karlshafen und Hofgeismar mitten im Reinhardswald statt.

Auch für Kinder bietet das Mittelalterliche Spectaculum im Tierpark Sababurg zahlreiche Attraktionen und Mitmachangebote.
Für das Spectaculum wird kein zusätzlicher Eintritt erhoben

Ein zusätzlicher Eintritt wird nicht erhoben. Es gelten die regulären Eintrittspreise des Tierparks: 12 Euro für Erwachsene, 7,50 Euro für Kinder von vier bis 15 Jahren und 31 Euro für Familien.

Alle Informationen und Preise sind auf www.tierpark-sababurg.de abrufbar. Kostenlose Parkplätze stehen zur Verfügung. Hunde dürfen angeleint mitgebracht werden.

Weitere Informationen gibt es bei der Tierparkverwaltung Sababurg unter der Telefonnummer 0561/997979-800, per E-Mail an info@tierpark-sababurg.de sowie im Internet unter www.tierpark-sababurg.de.

Fotos: Tierpark Sababurg

Anzeige

Lesedauer: 4 Minuten
Moringen-Hardegsen-Uslar

Uslar (red). Wenn der Herbst Einzug hält, beginnt die Zeit der Kartoffelernte. Dann sind die Landwirte in der Solling-Vogler-Region im Weserbergland wieder auf ihren Feldern unterwegs, um die beliebten Knollen aus der Erde zu holen. Einst war eine reiche Kartoffelernte für viele Familien überlebenswichtig und sicherte die Versorgung für die kalte Jahreszeit. Die Stadt Uslar erinnert mit dem traditionellen Pekermarkt an diese besondere Bedeutung der Kartoffel. Am Sonntag, 13. September, lädt Uslar von 11 bis 18 Uhr zum beliebten Fest ein, das jedes Jahr am zweiten Sonntag im September gefeiert wird.

Ein Fest für die ganze Familie

Die Innenstadt verwandelt sich an diesem Tag in eine lebendige Festmeile. Rund 100 Händler haben ihr Kommen angekündigt und präsentieren ein buntes Angebot aus Kunsthandwerk, regionalen Produkten und Dienstleistungen. Lokale Akteure zeigen, was die Region zu bieten hat.

Für Kinder gibt es im Forstgarten zahlreiche Mitmachangebote. Eine mobile Kletterwand sorgt für Abenteuerlust bei den älteren Kindern und der Young Corner bietet Kinderschminken sowie spezielle Angebote für Jugendliche und jüngere Besucherinnen und Besucher. Bei den Schattenspringern klettern die Teilnehmenden unter professioneller Anleitung.

Musik auf zwei Bühnen

Das musikalische Programm verteilt sich auf zwei Bühnen, die sich am Alten Rathaus und in der „Kurzen Straße“ befinden. Die Solling-Blaskapelle Schönhagen, das Solling Swing Orchestra, die Young Sprouts, Alex im Westerland (Die Ärzte und Toten Hosen Tribute), Miss Who, Flo und Tommi sowie Dan und Ron sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung.

Traditionelles Pekeressen und Fassbieranstich

Um 11.15 Uhr wird das Fest offiziell mit dem Fassbieranstich der Brauerei Bergbräu durch Bürgermeister Torsten Bauer eröffnet. Redner Bode begleitet die Besucherinnen und Besucher mit Informationen rund um das gesamte Programm.

Ein kulinarisches Highlight ist das Pekeressen. Dabei handelt es sich um ein Kartoffelgericht, das mit gewürztem Mett, Zwiebeln und Gurken serviert wird. Früher wurden die Kartoffeln an den Ofen geklebt, was im Plattdeutschen „peken“ heißt. Heute sorgt ein spezielles Garverfahren für den typischen Geschmack. Neben dem klassischen Pekeressen gibt es weitere Kartoffelspezialitäten zu entdecken.

Verkaufsoffener Sonntag und Maskottchen Onkel Pelle

Auch die Geschäfte in der Innenstadt öffnen ihre Türen zum verkaufsoffenen Sonntag und laden zum Bummeln ein. Onkel Pelle, das Maskottchen der Stadt, ist ebenfalls auf dem Pekermarkt unterwegs.

Weitere Informationen sind bei der Stadt Uslar unter www.uslar.de und unter Telefon 05571/307-108 (Leah Bunke) erhältlich.

Foto: Touristik-Information Uslar/L. Bunke