Mehr als Urlaub an der Ostsee: Kreisjugendpflege schafft in Scharbeutz besondere Gemeinschaft
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Landkreis HolzmindenAls ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer waren auch in diesem Jahr wieder in Scharbeutz mit dabei, von links: Mareile Meyer, Daniel Janssen und Joel Stroot.
Holzminden/Scharbeutz (red). Mit vielen schönen Erinnerungen im Gepäck sind 33 Jugendliche von der diesjährigen Jugendfreizeit der Kreisjugendpflege aus Scharbeutz zurückgekehrt. Gemeinsam mit sechs ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuern verbrachte die Gruppe eine abwechslungsreiche Woche an der Ostsee. Auf dem Programm standen Ausflüge, gemeinsame Aktivitäten und Zeit zum Entspannen. Im Mittelpunkt stand dabei vor allem das Miteinander.
Ferienfreizeiten bieten jungen Menschen die Möglichkeit, dem Alltag für einige Tage zu entkommen, neue Menschen kennenzulernen, Verantwortung zu übernehmen und eigene Erfahrungen zu sammeln. Für die Kreisjugendpflege sind diese gemeinsamen Erlebnisse ein wichtiger Bestandteil ihrer pädagogischen Arbeit.
Ausflüge nach Hamburg und Lübeck
Zu den Höhepunkten in diesem Jahr gehörte ein Tagesausflug nach Hamburg mit einem Besuch der Elbphilharmonie und einem beeindruckenden Blick über die Hansestadt. Auch Lübeck wurde bei einem Ausflug mit anschließender Trave-Rundfahrt erkundet. Für Badespaß und Erholung sorgte der Besuch der Ostseetherme, bevor ein gemeinsames Pizzaessen auf der Scharbeutzer Promenade den Tag ausklingen ließ. Der HANSA-Park sorgte schließlich mit seinen Achterbahnen und anderen Fahrgeschäften für jede Menge Nervenkitzel.
Bei allen Programmpunkten ging es jedoch um mehr als das eigentliche Erlebnis. Ob bei Ausflügen, am Strand, beim Essen oder in der Unterkunft: Immer wieder entstanden Gelegenheiten für Gespräche, gegenseitige Unterstützung und neue Freundschaften. Gerade für Jugendliche, die sich vorher noch nicht kannten, entsteht so innerhalb weniger Tage eine Gemeinschaft, in der jeder seinen Platz finden und sich einbringen kann.
Pädagogische Arbeit auf Augenhöhe
Eine zentrale Rolle spielen dabei die ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer. Sie organisieren nicht nur Ausflüge und Aktivitäten, sondern sind auch Ansprechpersonen, begleiten die Jugendlichen im Alltag, vermitteln bei Konflikten und schaffen einen verlässlichen Rahmen, in dem sich junge Menschen sicher und angenommen fühlen.
Freizeitleiter Daniel Janssen, Sozialarbeiter, begleitet die Ferienfreizeiten der Kreisjugendpflege bereits seit 2011 und hat inzwischen 20 Freizeiten betreut. „Für viele Jugendliche ist der Alltag inzwischen ziemlich vollgepackt. Schule oder Ausbildung, Verpflichtungen zu Hause, soziale Erwartungen und der ständige Druck, überall funktionieren zu müssen, lassen oft nur wenig Raum, einfach mal abzuschalten“, erklärt Daniel Janssen. „Während unserer Freizeit möchten wir den Jugendlichen genau diesen Raum geben. Hier müssen sie keine Rolle erfüllen und niemandem etwas beweisen. Sie dürfen einfach so sein, wie sie sind.“
Jugendliche sollen Verantwortung übernehmen
Gleichzeitig sollen die Jugendlichen eigene Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen und ihre Ideen einbringen. „Uns ist wichtig, ihnen auf Augenhöhe zu begegnen, sie ernst zu nehmen und respektvoll miteinander umzugehen“, so Janssen. „Wir wollen einen Rahmen schaffen, in dem die Jugendlichen sich ausprobieren können und gleichzeitig erfahren, dass sie mit ihren Anliegen und Problemen nicht allein sind.“
Dass dieses Konzept funktioniert, zeige nach Angaben der Kreisjugendpflege die große Zahl an Jugendlichen, die immer wieder teilnehmen. Viele kennen das Betreuungsteam bereits aus vergangenen Jahren, gleichzeitig kommen jedes Jahr neue Teilnehmerinnen und Teilnehmer hinzu. „Dass viele Jugendliche bereits seit mehreren Jahren immer wieder mit uns nach Scharbeutz fahren, zeigt uns, dass genau das bei ihnen ankommt. Für manche ist die Freizeit deshalb längst mehr als nur zehn Tage Urlaub an der Ostsee“, erzählt Janssen.
Vom Teilnehmer zum Betreuer
Ein Beispiel dafür ist Joel Stroot. Er nahm viele Jahre selbst an den Jugendfreizeiten teil und unterstützt das Team inzwischen zum fünften Mal als Betreuer. Aus dem Jugendlichen, der von der Gemeinschaft und Begleitung profitierte, ist ein Ehrenamtlicher geworden, der heute selbst Verantwortung übernimmt und die Freizeit für die nächste Generation mitgestaltet.
Auch Mareile Meyer, Sozialarbeiterin, gehört seit vielen Jahren zum festen Team. Seit 2012 ist sie als „Freizeitmutti“ dabei und hat inzwischen zwölf Freizeiten begleitet. Mit ihrer Erfahrung und ihrem offenen Ohr ist sie für viele Jugendliche eine wichtige Ansprechpartnerin.
Selbstständigkeit und verlässlicher Rahmen
Gerade bei einer Gruppe von mehr als 30 Jugendlichen ist es wichtig, die Gruppendynamik aufmerksam im Blick zu behalten. Nicht jeder spricht offen über Sorgen oder Probleme. Gleichzeitig brauchen Jugendliche Freiräume, um eigene Erfahrungen zu machen. Die Aufgabe des Betreuungsteams besteht deshalb darin, beides zu verbinden: Selbstständigkeit zu ermöglichen und gleichzeitig einen verlässlichen Rahmen zu bieten.
Alle sechs Betreuerinnen und Betreuer engagieren sich ehrenamtlich und übernehmen dabei eine große Verantwortung. Ihr Einsatz beginnt lange vor der Abfahrt mit der Planung und Vorbereitung und reicht während der Freizeit von der Begleitung der Ausflüge über die Organisation des Tagesablaufs bis hin zur Unterstützung bei Fragen, Sorgen oder Konflikten.
Ehrenamtliche als wichtige Bezugspersonen
Diese Verbindung aus Verantwortungsbewusstsein, pädagogischem Gespür und persönlichem Engagement ist nach Angaben der Kreisjugendpflege ein wesentlicher Grund für den Erfolg der Jugendfreizeiten. Die Ehrenamtlichen seien dabei weit mehr als Organisatorinnen und Organisatoren: Sie seien wichtige Bezugspersonen, Ansprechpersonen und Vorbilder für die Jugendlichen.
Am Ende bleiben vor allem die gemeinsame Zeit, viele neue Eindrücke und das gute Miteinander in Erinnerung. Mit diesen Erlebnissen ging es zurück nach Hause – und für viele steht schon fest: Beim nächsten Mal sind sie wieder dabei.
Die Kreisjugendpflege bedankt sich beim gesamten Team und bei allen Jugendlichen, die durch ihr Engagement und ihre aktive Beteiligung maßgeblich zum Erfolg der Freizeit beigetragen haben. „Ein solches Engagement ist nicht selbstverständlich und verdient unsere besondere Anerkennung und Wertschätzung“, so Kreisjugendpflegerin Ronja Dörge.
Ein Tagesausflugsziel war bei der diesjährigen Jugendfreizeit Hamburg.
Fotos: Landkreis Holzminden
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Bürgermeisterkandidat René Kopka: Einbeck gemeinsam weiterentwickeln – sachlich, zuverlässig und nah an den Menschen
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Politische Werbung – Einbeck.
Einbeck mit seinen 46 Ortschaften und den vielen engagierten Menschen ist unsere Stärke. Gleichzeitig stehen wichtige Aufgaben vor uns: eine leistungsfähige Verwaltung, sichere Arbeitsplätze, gute Bildungsangebote und eine verlässliche Infrastruktur.
„Ich kandidiere für das Amt des Bürgermeisters, weil ich Verantwortung für Einbeck übernehmen und unsere Stadt gemeinsam mit den Menschen weiterentwickeln möchte – sachlich, zuverlässig und nah an den Menschen“, erklärt Bürgermeisterkandidat René Kopka.
Für diese Aufgabe bringt Kopka vielfältige berufliche und politische Erfahrungen mit. Als ausgebildeter Bankkaufmann und Diplom-Sozialwirt mit Schwerpunkten in Arbeitsrecht, Personalwirtschaft, Politikwissenschaft sowie Medien- und Kommunikationswissenschaft verfügt er über eine breite fachliche Grundlage. Berufliche Stationen, unter anderem als Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion mit Personal- und Haushaltsverantwortung, haben ihn auf die Verantwortung als Bürgermeister vorbereitet. Als Landtagsabgeordneter setzt er sich zudem für klare Entscheidungen, transparente Politik und eine starke Vertretung kommunaler Interessen ein.
„Mir ist wichtig, dass sich die Menschen auf ihre Stadtverwaltung verlassen können – in der Kernstadt genauso wie in unseren Ortschaften“, betont Kopka. Einbeck brauche eine starke Wirtschaft, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen und Beschäftigte sowie einen verantwortungsvollen Klima- und Umweltschutz.
Im Mittelpunkt müsse dabei immer die Lebensqualität der Menschen stehen. „Einbeck soll eine Stadt bleiben, in der Familien gerne leben, junge Menschen Perspektiven finden und ältere Menschen gut versorgt sind.“ Dazu gehörten gute Kitas und Schulen, eine verlässliche gesundheitliche Versorgung, bezahlbarer Wohnraum sowie attraktive Sport-, Freizeit- und Kulturangebote.
Eine besondere Stärke Einbecks sieht Kopka im Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Vereine, Unternehmen und Ehrenamtliche trügen wesentlich dazu bei, dass die Stadt und ihre Ortschaften lebendig und lebenswert seien.
„Dieses Engagement möchte ich stärken. Als Bürgermeister möchte ich ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Generationen und für die Menschen in allen 46 Ortschaften sein. Gemeinsam können wir Einbeck weiterentwickeln – mit klaren Prioritäten, verantwortungsvollen Entscheidungen und einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen“, so Kopka abschließend.
Politische Werbung
Auftrageber, finanziert durch und V.i.S.d.P: SPD-OV Einbeck, Knochenhauerstr. 7, 37574 Einbeck
Video: Florian Spieker
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Internationales Typ-4-Treffen bringt seltene VW 411 und 412 Anfang September nach Holzminden
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Holzminden
Holzminden (mhn). In diesem Sommer verwandelt sich Holzminden wahrlich in ein Mekka für Liebhaber seltener Automobile. Mitte August begeisterte der Isetta-Club mit seinem Jahrestreffen 2026 die Automobil-Enthusiasten der Region. Vom 3. bis 6. September finden die noch selteneren Volkswagen 411 und 412 ihren Weg in die Kreisstadt. Der Verein „VW411-412 Friends e. V.“ lädt in diesem Jahr zum 4. Internationalen Typ-4-Treffen ins Weserhotel Schwager ein.
Nach Vereinsangaben darf sich die Region auf 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit 35 Volkswagen dieses Typs aus den 1960er- und 1970er-Jahren freuen.
Fans dieses Klassikers haben am Freitag, 4. September, ab 16 Uhr die seltene Möglichkeit, die Typen 411 und 412 vor dem Weserhotel Schwager zu bestaunen, wenn zeitgleich der Teilemarkt veranstaltet wird.
Ein Blick auf die Fahrzeuge beim 3. Internationalen Jahrestreffen 2025 in Isny im Allgäu: Anfang September kommen zahlreiche VW Typ 4 nach Holzminden.
Nur noch 205 Fahrzeuge in Deutschland zugelassen
Welch eine Rarität Holzminden Anfang September besuchen wird, macht Vereinspräsident Dr. Hilmar Walde deutlich: „Der zugelassene Gesamtbestand dieser Fahrzeuge beträgt in Deutschland im Jahr 2026 nur noch 205 Fahrzeuge, wir werden also fast 20 Prozent dieser Fahrzeuge vor Ort in Holzminden zu besichtigen haben.“
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus Deutschland, Dänemark, Österreich oder den Niederlanden, wobei die längste Anreise ein Mitglied aus Graz in Österreich hat. Über eine Strecke von rund 1.000 Kilometern wird der Typ 4 auf einem Trailer nach Holzminden gebracht, um an diesem Jahrestreffen teilnehmen zu können. Die zweitweiteste Anreise hat ein Teilnehmer aus Dänemark: Sein VW Typ 4 wird rund 600 Kilometer bewältigen, bevor er im Weserbergland ankommen wird.
Ausfahrten führen nach Hessisch Oldendorf, Einbeck und Wolfsburg
Von der Kreisstadt aus organisiert der internationale Verein mehrere Ausfahrten und Besichtigungen. So dürfen sich die teilnehmenden Vereinsmitglieder unter anderem auf eine Führung durch die Grundmann-VW-Sammlung in Hessisch Oldendorf freuen. Nicht fehlen darf der Besuch der PS.SPEICHER-Erlebniswelt in Einbeck.
Zum Abschluss des Jahrestreffens ist eine Ausfahrt in Richtung Wolfsburg geplant. Dort erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eine Führung durch das VW-Automuseum und das Motorenkabinett, bevor die Vereinsmitglieder am Sonntag ihre Heimreise antreten.
Mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern
Nach eigenen Angaben sind die „VW411-412 Friends e. V.“ der einzige internationale Verein für Liebhaber des VW Typ 4. Der Verein zählt weltweit mehr als 100 Mitglieder aus elf Ländern. Unter anderem unterstützen sich die Vereinsmitglieder bei der Suche nach Ersatzteilen, beim Austausch technischer Informationen sowie bei Fragen rund um den Erhalt und die Nutzung der seltenen Fahrzeuge. Überdies gibt der Verein eine zweisprachige digitale Vereinszeitschrift heraus.
Vom VW 411 zum VW 412
Der VW Typ 4 wurde von 1968 bis 1974 gebaut. Bei dem Volkswagen handelt es sich um einen Mittelklasse-Pkw mit luftgekühltem Vierzylinder-Boxermotor.
Der VW 411 wurde zunächst im Volkswagenwerk Wolfsburg produziert, bevor seine Fertigung im Juli 1972 auslief. Auch der Nachfolger VW 412 wurde zunächst in Wolfsburg gebaut. Ab August 1973 verlagerte Volkswagen die Produktion jedoch in das Werk nach Salzgitter. Im Juli 1974 lief schließlich der letzte VW 412 vom Band.
Insgesamt wurden rund 370.000 Fahrzeuge des VW Typ 4 produziert. Davon entfielen rund 250.000 Exemplare auf den VW 411.
Seltene VW 411 und 412 beim 3. Internationalen Jahrestreffen der „VW411-412 Friends e. V.“ 2025 in Isny im Allgäu.
Fotos: Laurenz Blanck
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