Bevern (red). Bei seinen Firmenbesuchen in Bevern standen für den Landratskandidaten Uwe Lange eine ständige Marktanpassung, Bürokratieabbau und die Stärkung des regionalen Wirtschaftsstandortes im Mittelpunkt. Gemeinsam mit Samtgemeindebürgermeister Thomas Junker und dem Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann besichtigte er zwei Unternehmen: den Baustoffhandel Stock und den ambulanten Pflegedienst deBoer.
Baustoffhandel Stock: Unternehmen reagiert auf Baukrise
Beim Baustoffhandel Stock informierten sich die Politiker über die aktuelle Lage im Baugewerbe. Das Traditionsunternehmen habe sich stetig dem Markt angepasst und kräftig in eine moderne Ausstellung investiert. Mit einem Team aus 22 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und der festen Zusammenarbeit mit zehn Subunternehmen biete die Firma umfassende Dienstleistungen im Bausegment aus einer Hand an. Als besonderen Pluspunkt des Betriebs bezeichneten die Beteiligten das gesunde Durchschnittsalter der engagierten Belegschaft.
Geschäftsführer Carsten Stock blickt auf herausfordernde Zeiten zurück: Durch gestiegene Schuldzinsen und das mangelnde Bekenntnis der letzten Bundesregierung zum Eigenheimbau sei dieser Sektor massiv eingebrochen. Aktuell erhole sich der Markt langsam, aber stetig.
Lange kündigt schnellere Genehmigungen an
Uwe Lange sicherte dem Unternehmen für den Fall seiner Wahl eine spürbare Entlastung zu: „Wir müssen Bauanträge künftig deutlich schneller genehmigen. Mein Ziel ist es, die Entscheidungsfreude der Verwaltungsmitarbeiter in der Kreisverwaltung gezielt zu stärken.“
Besonders hervorgehoben wurde der enge Draht zur Samtgemeindeverwaltung. Dazu trage auch der regelmäßige Austausch mit dem von Carsten Stock gegründeten „Verein Beveraner Unternehmer e. V.“ bei, in dem auch die Apothekerin Katharina Koplin von der Sonnen-Apotheke Mitglied sei. Sie nahm spontan an dem Gespräch teil und thematisierte den drohenden Hausärztemangel. Eine qualifizierte Gesundheitsversorgung sei für den Wirtschaftsstandort des Landkreises von entscheidender Bedeutung. Dieses Thema wurde bei dem anschließenden Firmenbesuch vertieft.
Pflegedienst deBoer setzt auf Spezialisierung
Die zweite Station war die Firma deBoer Ambulanter Pflegedienst. Das Unternehmen decke mit seinen qualifizierten Fachkräften ein breites Spektrum ab: von der häuslichen Pflege und dem Medikamentenmanagement über die Hauswirtschaft und Pflegeberatung bis hin zur anspruchsvollen 24-Stunden-Intensivpflege.
Der Pflegedienst setzt nach eigenen Angaben konsequent auf Spezialisierung. Aktueller Schwerpunkt sei die Wundversorgung. In enger Kooperation mit dem MVZ Holzminden sei die Einrichtung eines spezialisierten Wundversorgungszentrums geplant.
Anerkennung durch Krankenkassen steht aus
Hier stießen die Betreiber jedoch auf bürokratische Hürden. Während solche Zentren in anderen Bundesländern längst etabliert seien, lasse die Anerkennung durch die niedersächsischen Krankenkassen auf sich warten. Der Landtagsabgeordnete Uwe Schünemann erklärte dazu: „Darum werde ich mich umgehend kümmern.“
Für die Zukunft plant der Pflegedienst zudem Investitionen in eine moderne Tagespflege. „Dieses zusätzliche Angebot würde das Pflegeangebot komplettieren und die pflegerische Versorgung im ländlichen Raum stärken“, begrüßt der Samtgemeindebürgermeister die Pläne und sagt Unterstützung für die Umsetzung zu.
Foto: Uwe Lange