Uwe Lange und Heidmar Felixson stellen „Isländisches Modell“ für stärkere Jugendbindung vor
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Landkreis HolzmindenHandball-Legende Heidmar Felixson und Landratskandidat Uwe Lange zusammen mit Sportlerinnen der Handballspielgemeinschaft der Vereine TV 87 Stadtoldendorf, MTV Bevern und MTV 49 Holzminden (HSG Solling).
Holzminden (red). Wie schaffen es Sportvereine, Kinder und Jugendliche langfristig und nachhaltig an sich zu binden? Zu diesem hochaktuellen Thema lud Landratskandidat Uwe Lange zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein. Als Gastreferenten konnte er den ehemaligen isländischen Handballnationalspieler und heutigen Co-Trainer und Jugendkoordinator des Handballbundesligisten „Recken“ Heidmar Felixson gewinnen. Im Zentrum des Abends stand das „Isländische Modell“, das nach Darstellung der Veranstalter zeige, wie ein gesellschaftliches Umdenken die Jugend zurück in die Sportvereine bringen könne.
Ein starkes Netzwerk für die Jugend
Das isländische Modell basiert auf einem koordinierten Zusammenspiel der vier tragenden Säulen im Leben eines Heranwachsenden: Schule, Kommune, Verein und Eltern. Anstatt isoliert zu agieren, arbeiten diese Instanzen nach einem fest verankerten Wertesystem Hand in Hand. Ziel sei es, Kindern und Jugendlichen im Alter von 6 bis 18 Jahren ein stabiles und attraktives Umfeld zu bieten, das sie langfristig im Sport halte.
Uwe Lange betonte in seiner Eröffnung die Dringlichkeit neuer Ansätze: „Wir dürfen die Bindung zu den Jugendlichen nicht verlieren. Der Sportverein erfüllt eine unersetzbare soziale Funktion, doch wir müssen die Strukturen noch mehr ganzheitlich denken und dauerhafte Verbindungen schaffen.“
Qualität und finanzielle Förderung als Schlüssel
Zwei Kernpunkte des isländischen Systems beeindruckten nach Angaben der Veranstalter die anwesenden Vereinsvertreter, Kommunalpolitiker und Eltern besonders.
Qualifizierte Betreuung: In Island gebe es im Jugendsport kaum noch klassischen „Hobby-Unterricht“. Die Kinder würden konsequent von qualifizierten, lizenzierten Trainern betreut, was nach Darstellung der Veranstalter nicht nur die sportliche Qualität, sondern auch den Respekt und die Bindung erhöhe.
500-Euro-Gutschein für junge Menschen
Der 500-Euro-Gutschein: Um soziale Barrieren abzubauen, stelle der Staat jedem Kind und Jugendlichen jährlich ein Budget von 500 Euro zur Verfügung. Dieser staatliche Gutschein könne direkt für sportliche oder kulturelle Aktivitäten im Verein eingelöst werden. Dadurch solle sichergestellt werden, dass die Teilnahme am Vereinsleben keine Frage des Geldbeutels der Eltern sei und qualifizierte Trainer finanziert werden könnten.
Ein Impuls für die lokale Sportlandschaft
Heidmar Felixson berichtete aus eigener Erfahrung, wie das Modell nach seiner Einschätzung die isländische Gesellschaft und den Sport verändert habe. Seinen Angaben zufolge seien die Kriminalitäts- und Suchtmittelraten unter Jugendlichen drastisch gesunken, während die Mitgliederzahlen in den Vereinen sowie die internationalen sportlichen Erfolge des kleinen Landes sprunghaft angestiegen seien.
Die anschließende Diskussion habe nach Einschätzung der Veranstalter deutlich gemacht, dass Elemente dieses Modells auch für die hiesige Sportlandschaft als Vorbild dienen könnten.
Lange zieht positives Fazit
Uwe Lange zog ein positives Fazit: „Der Abend hat gezeigt, dass der Wille zur Veränderung da ist. Wenn Kommune, Schulen und Vereine enger zusammenrücken, können wir Jugendlichen eine echte Perspektive nicht nur im Sport bieten.“
Foto: Echzell
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Isettaclub trifft sich in Holzminden: Teilnehmende nehmen mehr als 40.000 Kilometer Anreise auf sich
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Landkreis Holzminden
Holzminden (ber). Schwarzwald, Hunsrück und jetzt im Weserbergland: Das 49. Treffen des Isettaclubs findet in diesem Jahr vom 21. bis 23. August in Holzminden statt.
„Wir würden uns über jeden freuen, der uns auf dem Wesercampingplatz am Stahler Ufer besuchen kommt. Die Fahrzeuge stehen in der Nordkurve des Platzes zur Ausstellung. Das Treffen ist für Leute von jung bis alt oder von ganz frisch dabei bis zu lebenslangen Isettenliebhabern“, erklärt Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs.
Darüber hinaus ist eine Tour durch den Landkreis Holzminden und den Landkreis Northeim geplant, um interessierten Zuschauern die Möglichkeit zu geben, die Fahrzeuge zu bestaunen.
Der Isettaclub umfasst mehr als 1.300 Mitglieder. Die Mitglieder kommen zum Beispiel aus Deutschland, Tschechien, Belgien, Brasilien oder Australien.
Holzminden wird zum Treffpunkt für Isetta-Fans
Organisiert wird das Treffen der bis zu 13 PS starken Fahrzeuge von Adrian Hoffmann, Schatzmeister des Isettaclubs, und Wolfgang Schoolmann. Hoffmann hat vor zweieinhalb Jahren dem Gremium die Idee „Holzminden“ vorgestellt. Nach einigen internen Abstimmungen konnte sich die Stadt der Düfte und Aromen durchsetzen und Hoffmann hat das „Go“ für die Planung bekommen. Unterstützt wird die Veranstaltung von der Dr. Ullrich Stiebel Stiftung.
Ausfahrt zum PS.Speicher nach Einbeck
Am Samstag, 22. August, bietet der Isettaclub eine Ausfahrt für seine Mitglieder an und die Zuschauerinnen und Zuschauer können die Isetten bestaunen. Um 9 Uhr starten die Isetten in Holzminden. Die Strecke führt unter anderem über Lobach, Deensen, Merxhausen und Markoldendorf schließlich zum PS.Speicher nach Einbeck. Die Tour soll zwischen 50 und 60 Minuten dauern. Bis 14.30 Uhr treffen die Isetta-Fahrer wieder in Holzminden ein, um am Teilemarkt teilzunehmen. Dort ist es jedem möglich, Ersatzteile für seine Isetta zu kaufen oder sich einfach nur etwas Fachwissen anzueignen.
143 Anmeldungen und mehr als 40.000 Kilometer Anreise
Mittlerweile sind 143 Anmeldungen im Postfach des Schatzmeisters eingegangen. Auch die Anreise der Fahrer variiert dabei sehr. „Die ersten kommen bereits am kommenden Freitag, 14. August, an. Zusammengerechnet legen alle Teilnehmer 40.462,80 Kilometer nur für die Anreise zurück. Manche kommen mit der Isetta und schlafen im Zelt, manche kommen mit dem Wohnmobil“, erklärt Adrian Hoffmann. Die weiteste Anreise hat eine Isetta aus Freilassing an der deutsch-österreichischen Grenze. Sie wird auf den Anhänger geladen und muss 702 Kilometer zurücklegen. Die weiteste Anreise, bei der selbst mit der Isetta gefahren wird, beträgt 512 Kilometer. Auch aus der Region sind Teilnehmer dabei: Eine Isetta aus Grünenplan wird ihren Weg nach Holzminden finden, und Adrian Hoffmann aus Holzminden wird ebenfalls mit seiner eigenen Isetta vor Ort sein.
Werksführung und Ausflüge für die Teilnehmer
Für die Teilnehmer, die schon am kommenden Wochenende oder im Laufe der nächsten Woche anreisen, ist viel Programm geplant. Beispielsweise bekommen die Teilnehmer eine kostenlose Werksführung bei Stiebel Eltron. Es sind auch Fahrten zu Sehenswürdigkeiten wie dem Schloss Corvey, dem Weser-Skywalk bei Bad Karlshafen bis hin zu den Externsteinen im Teutoburger Wald geplant.
Gemeinsam mit der Tourismusinformation wurden 150 Willkommenstüten für die Teilnehmer besorgt. Diese wurden unter anderem mit 150 Flaschen Ketchup der Firma Riedel gefüllt. Außerdem bekommen alle Fahrer einen rabattierten Eintritt in Sensoria.
Kostenfreier Parkplatz am Stahler Ufer für eine Woche gesperrt
Der kostenfreie Parkplatz „Stahler Ufer“ wird vom 16. bis 23. August nicht mehr zur Verfügung stehen. Er wird genutzt, um die Logistik des Treffens unterzubringen.
Bild vom Jahrestreffen 2022 in Naumburg (Schloss Bad Arolsen)
Fotos: Adrian Hoffmann/Isettaclub
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