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Landkreis Holzminden
Kai Klingenhagen, SPD-Landratskandidat Bjarne Allruth, SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt, Geschäftsführer Ulf Gemeinhardt, Leiterin der Qualitätssicherung, Anja Reuter und Mike Lamprecht.

Eschershausen (red). Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt und Landratskandidat Bjarne Allruth haben ihre Sommerreise durch den Landkreis mit Besuchen in Eschershausen und in Derental fortgesetzt.

Den Auftakt bildete der Besuch bei der Deutschen Schlauchboot GmbH. Gemeinsam mit Mitgliedern des SPD-Ortsvereins Eschershausen wurden Tippelt und Landratskandidat Allruth vom Geschäftsführer Ulf Gemeinhardt und der Leiterin der Qualitätssicherung, Anja Reuter, empfangen.

Unternehmensgeschichte reicht bis 1931 zurück

Die Geschichte des Betriebs reicht bis ins Jahr 1931 zurück, als Hans Scheibert das Unternehmen in Berlin gründete und zunächst die Handelsmarine belieferte. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Scheibert das Unternehmen 1951 in Eschershausen neu, nachdem die ursprünglichen Produktionsstätten in der Sowjetischen Besatzungszone und im Ausland lagen.

Nach einem Betriebsbrand 1961 übernahm die Continental AG zunächst eine Mehrheitsbeteiligung und 1981 das gesamte Unternehmen. Ende der 1960er-Jahre war die DSB der erste Hersteller von Festrumpfschlauchbooten mit Aluminiumrumpf. Heute ist der Betrieb Teil der Beaufort-Gruppe und beschäftigt am Standort Eschershausen 140 Mitarbeitende.

Tippelt und Allruth würdigen Unternehmen

„Die Deutsche Schlauchboot GmbH zeigt eindrucksvoll, wie ein Traditionsunternehmen mit fast hundertjähriger Geschichte auch unter wechselnden Eigentümerstrukturen seinen Standort in Eschershausen behaupten kann. Das ist keine Selbstverständlichkeit und verdient Anerkennung“, so Sabine Tippelt.

Bjarne Allruth ergänzte: „140 Arbeitsplätze in einem Betrieb mit fast hundertjähriger Geschichte – das ist ein Aushängeschild für den Industriestandort Eschershausen. Solche Unternehmen zu halten und weiterzuentwickeln, muss auch Aufgabe der Kreispolitik sein.“

Viel Handarbeit in der Produktion

Bei der anschließenden Werksführung konnten die Gäste den Fertigungsprozess der diversen Produkte aus nächster Nähe verfolgen. Das Produktportfolio ist vielseitig und reicht von Schlauchbooten und Rettungsinseln für U-Boote bis hin zu Rettungskissen für die Feuerwehr und Funktionskleidung für die Luftfahrt.

Die meiste Arbeit, etwa das Kleben, wird von Hand erledigt. Die Anforderungen an die Mitarbeitenden sind entsprechend hoch, da sie sich häufig auf mehrere Produktbereiche gleichzeitig spezialisieren müssen.

Präzision bei der Fertigung

„Was mich besonders beeindruckt hat, ist die Präzision, mit der hier größtenteils von Hand gearbeitet wird. Diese Produktpalette bedienen zu können, erfordert ein enormes handwerkliches Können“, erklärte Sabine Tippelt nach dem Rundgang durch die Produktion.

Bjarne Allruth fügte hinzu: „Die Bandbreite der Produkte, vom maritimen Rettungsmittel bis zur Feuerwehrausrüstung, zeigt, wie vielseitig und zugleich spezialisiert die Fertigung in Eschershausen aufgestellt ist. Das sind genau die hochqualifizierten Arbeitsplätze, die wir im Landkreis brauchen.“

Sommerreise führt zu Sollingglas

Anschließend führte die Sommerreise zur Sollingglas Bau und Veredelungs GmbH & Co. KG, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert hat. Das Unternehmen wurde am 1. Juli 1976 als Solling-Fenster und Glasmontage gegründet und hat sich seither kontinuierlich weiterentwickelt.

1980 kam die Veredelung von Isolierglas mit Sandstrahlung und Bleiverglasung hinzu, 1986 erfolgte die Umfirmierung in den heutigen Namen. Es folgten 2007 der Einstieg in die Herstellung von Verbundgläsern sowie 2013 ein Erweiterungsbau von Hallenschiff und Versandhalle.

Spezialisiert auf historische Fenster

Heute beschäftigt das Unternehmen unter Geschäftsleiter Heiko Schanze 33 Mitarbeitende und hat sich auf die Restauration historischer Fenster spezialisiert. Bei einer Führung durch den Betrieb demonstrierte Schanze, wie Fenster ausgeglast und mitsamt Rahmen fachgerecht instand gesetzt werden. Zu den prominentesten Projekten zählen die Restaurierung der Fenster der Semperoper sowie der Hofkirche in Dresden.

„Dass ein Betrieb aus dem Solling Aufträge für so bedeutende Bauwerke wie die Semperoper oder die Dresdner Hofkirche übernimmt, zeigt, welches Können hier zu Hause ist. Diese Überregionalität ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von fünf Jahrzehnten kontinuierlicher Weiterentwicklung“, so Landratskandidat Allruth.

Tippelt hebt Tradition der Glasverarbeitung hervor

Landtagsabgeordnete Tippelt ergänzte: „Die Glasverarbeitung hat im Landkreis Holzminden eine lange Tradition und Sollingglas führt sie auf beeindruckende Weise fort. Wenn Aufträge aus ganz Deutschland hierherkommen, ist das ein starkes Signal für die Innovationskraft, die in unserer Region steckt.“

Geschäftsführer Heiko Schanze, SPD-Landtagsabgeordnete Sabine Tippelt, SPD-Landratskandidat Bjarne Allruth

Fotos: Büro Tippelt

 

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Landkreis Holzminden

Höxter (msp). Vor der beeindruckenden Kulisse des UNESCO-Welterbes Corvey heißt es am Samstag, 5. September, wieder: Wein genießen und gleichzeitig Gutes tun. Bereits zum fünften Mal veranstalten der Ladies' Circle und der Round Table Höxter-Holzminden mit Untertützung des Old Table ihr gemeinsames Weinfest im Domänenhof vor dem Corveyer Weinhaus. Los geht es ab 16 Uhr, der Eintritt ist frei.

Gemeinsam mit den Inhabern des Corveyer Weinhauses haben die Organisatoren erneut eine vielfältige Auswahl an Weiß-, Rosé- und Rotweinen zusammengestellt. Auch eine fruchtige Sangria wird bei sommerlichen Temperaturen wieder angeboten. So ist für jeden Geschmack etwas dabei.

Für das leibliche Wohl sorgen mehrere Foodtrucks mit einem abwechslungsreichen Angebot. Besucher dürfen sich unter anderem auf Burger und Fritten von 3Stars, Pizza und Minicalzone von Il Gusto to go sowie weitere passende Spezialitäten zum Wein freuen.

Neu in diesem Jahr ist ein rund 20 Meter großer Eventschirm von OWL-Booking. Er ersetzt die bisherigen Zelte und bietet den Gästen zuverlässigen Schutz vor Sonne, Regen und Wind. So steht einem entspannten Abend im Domänenhof unabhängig vom Wetter nichts im Wege.

Auch der beliebte Shuttle-Service wird erweitert. Gegen eine angemessene Spende bringen die Fahrer von Weller als auch dem Autohaus Beineke, die Besucher sicher nach Hause.

Der gesamte Erlös des Weinfestes fließt erneut in gemeinnützige Projekte, die der Ladies' Circle und der Round Table unterstützen. Dazu zählt vorrangig der Weihnachtspäckchenkonvoi, der jedes Jahr tausenden Kindern in Osteuropa eine Weihnachtsfreude bereitet. Mit ihrem Besuch leisten die Gäste somit nicht nur einen Beitrag zu einem gelungenen Abend, sondern unterstützen gleichzeitig wichtige soziale Projekte.

Damit möglichst viele Einnahmen den Hilfsprojekten zugutekommen, bitten die Organisatoren die Besucher um eine kleine Unterstützung: Wer einen Weinkühler besitzt, darf diesen gerne selbst mitbringen. So können Anschaffungskosten eingespart und der Spendenanteil weiter erhöht werden. Für ausreichend Eis zum Kühlen der Getränke ist selbstverständlich gesorgt.

Die Organisatoren freuen sich auf zahlreiche Besucher, einen stimmungsvollen Abend in besonderer Atmosphäre und viele gemeinsame Stunden für den guten Zweck.

Geparkt werden kann wie immer auf dem Hauptparkplatz vor Schloss Corvey. Vom Parken auf dem Domänenhof bitten die Veranstalter abzusehen.

Foto: Jonas Bohlmann