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Landkreis Holzminden
Moderatorin Melike Yasaroglu sowie die Landratskandidaten Lukas Albrecht (AfD), Bjarne Allruth (SPD) und Uwe Lange (CDU).

Holzminden (haa). Drei Kandidaten, drei Parteien – und die Gelegenheit, sich den Wählerinnen und Wählern persönlich vorzustellen: Am vergangenen Montag stellten sich die Landratskandidaten Uwe Lange (CDU), Bjarne Allruth (SPD) und Lukas Albrecht (AfD) bei der Podiumsdiskussion der Weser-Ith News im „Marktplatz Restaurant Schwager“ den Fragen der Journalistin Melike Yasaroglu. Anschließend waren die Besucherinnen und Besucher an der Reihe. Von Gesundheitsversorgung und Klimaschutz bis hin zum Ehrenamt reichte die Themenpalette, zu der die drei Kandidaten ihre Positionen darlegten.

Hinweis: Wer die Podiumsdiskussion verpasst hat oder sie noch einmal im Re-Live verfolgen möchte, findet am Ende dieses Berichts das YouTube-Video mit der vollständigen Aufzeichnung.

Erwartungen der Besucherinnen und Besucher

Das Interesse an der Veranstaltung war bereits vor Beginn groß. Vor dem Eingang des Restaurants bildete sich eine lange Schlange. Viele der Besucherinnen und Besucher wollten vor allem eines: sich selbst ein Bild von den drei Kandidaten machen.

Dazu gehörte auch Dietmar Helbig. Von einem künftigen Landrat erwartet er Fachwissen und Kompetenz. Die Diskussion sollte ihm dabei helfen, einzuschätzen, welcher der Kandidaten diese Eigenschaften am ehesten mitbringt. Auch Joel Söffker aus Eschershausen wollte genauer hinschauen: „Ich habe Interesse daran, wie die Kandidaten rhetorisch aufgestellt sind.“ Eine Diskussion mit etwas mehr „Feuer“ würde er dabei begrüßen.

Bereits vor dem Einlass um 18:30 Uhr bildete sich eine lange Schlange vor dem Eingang zum „Marktplatz Restaurant Schwager“ – das Interesse an der Podiumsdiskussion war enorm.
Zahlreiche Besucherinnen und Besucher warteten schon vor Veranstaltungsbeginn auf den Einlass und sorgten für großen Andrang bei der Weser-Ith News-Podiumsdiskussion.
Klare Antworten statt einstudierter Floskeln

Carmen Brüning und Petra Warnecke aus Holzminden gingen ebenfalls mit dem Wunsch nach mehr Orientierung in den Abend. Beide kennen die Kandidaten bislang nicht und wollten deshalb genauer zuhören. Von einem Landrat erwarten sie klare Ansagen, Organisations- und Durchsetzungsfähigkeit, Offenheit sowie den Blick über den Tellerrand.

Ein Wunsch zog sich dabei durch viele Gespräche: Die Besucherinnen und Besucher wollten glaubwürdige und konkrete Antworten statt einstudierter Floskeln. „Durch Wahlplakate alleine kann man sich kein Bild machen, wir wollen bei der Diskussion klare und konkrete Aussagen hören“, sagt die junge Freundesgruppe um Stefanie Dorendorf, Justin und Johanna. Für sie sollte ein Landrat bürgernah, zeitgemäß und tolerant sein – und vor allem eine Frage im Blick behalten: „Was brauchen wir?“

Nahbarkeit und Führungskompetenz gefragt

Auch Ute und Norbert Rohde wollten erleben, wie sich die drei Kandidaten auf der Bühne präsentieren. Dabei ging es ihnen ebenfalls um Nahbarkeit. Besonders positiv fiel ihnen der große Andrang auf. „Es ist schön, dass so viele hier sind, wir brauchen das.“

Klare und faktenbasierte Antworten erwarteten auch Christian Püttcher und Petra Brychcy aus Holzminden. Ihr Interesse galt insbesondere den Bereichen Wirtschaft, Infrastruktur und Gesundheit. „Ein Landrat sollte souverän erscheinen, Führungskompetenz aufweisen und eine Verbundenheit zum Landkreis haben“, betonen beide. Dass sich so viele Menschen für die Veranstaltung interessierten, freute sie besonders – ebenso wie der Anteil junger Besucherinnen und Besucher.

Nicht alle waren noch unentschlossen

Für einige stand die Wahlentscheidung bereits fest. Matthias Adler etwa wusste nach eigenen Angaben schon, wem er am 13. September seine Stimme geben möchte. Trotzdem wollte er die drei Kandidaten noch einmal genauer erleben und beobachten, wie sie sich in der Diskussion schlagen.

Damit waren die Besucherinnen und Besucher mit unterschiedlichen Ausgangslagen in den Abend gegangen: Einige waren noch völlig offen, andere hatten ihre Entscheidung bereits getroffen. Wieder andere wussten zumindest, wem sie ihre Stimme keinesfalls geben würden. Entsprechend unterschiedlich waren auch die Erwartungen an die Diskussion. Während manche davon ausgingen, dass sich ihre Meinung an diesem Abend kaum noch ändern werde, wollten andere die Gelegenheit nutzen, sich erst einmal alle Positionen anzuhören.

Die Podiumsdiskussion beginnt

Um 19 Uhr ging es schließlich los. Nach der Vorstellung der drei Kandidaten eröffnete die Frage „Wenn Sie morgen Landrat würden, welche Themen würden Sie direkt angehen?“ die Diskussion. Rund eine Stunde lang ging es um unterschiedliche Herausforderungen, vor denen der Landkreis Holzminden steht. Allruth, Lange und Albrecht konnten dabei ihre politischen Schwerpunkte und Vorstellungen erläutern. Anschließend wechselte die Perspektive: Nun hatten die Besucherinnen und Besucher das Wort und konnten die Kandidaten direkt mit ihren Fragen konfrontieren.

Dabei zeigte sich, wie unterschiedlich die Interessen im Publikum waren. Eine Frage drehte sich um die Verantwortung, die mit der Leitung einer großen Verwaltung einhergeht: Trauen sich die drei Kandidaten zu, Chef einer solchen Verwaltung zu sein? Alle beantworteten die Frage mit einem klaren Ja.

Moderatorin Melike Yasaroglu (von links) führt durch die Podiumsdiskussion mit den Landratskandidaten Lukas Albrecht (AfD), Bjarne Allruth (SPD) und Uwe Lange (CDU).
Gespannt verfolgten die Besucherinnen und Besucher die Antworten der drei Landratskandidaten und nutzten den Abend, um sich ein eigenes Bild von ihren Positionen zu machen.
Bis auf den letzten Platz gefüllt: Die große Nachfrage nach der Podiumsdiskussion sorgte dafür, dass nicht alle Interessierten einen Platz im Veranstaltungsraum bekommen konnten.
Von Handwerk und Klimaschutz bis zur multikulturellen Gemeinschaft

Auch die Förderung der multikulturellen Gemeinschaft im Landkreis wurde thematisiert. Ein Besucher sprach zudem den Rückgang von Handwerksbetrieben an und wollte wissen, wie diese künftig unterstützt werden könnten. Beim Thema Klimaschutz ging es unter anderem um die Frage, wie Regenwasser künftig stärker genutzt werden könnte.

Deutlich kontroverser wurde es bei einer Frage an AfD-Kandidat Lukas Albrecht. Ein Besucher stellte dessen Aussagen den Werten seiner Partei gegenüber und hinterfragte, wie glaubwürdig seine Positionen vor diesem Hintergrund seien. Gleichzeitig bemängelte er, bei Albrecht konkrete Vorstellungen zur Umsetzung seiner politischen Ziele vermisst zu haben.

Zuhören, vergleichen und abwägen: Im Publikum wurden die Aussagen von Uwe Lange, Bjarne Allruth und Lukas Albrecht aufmerksam verfolgt – schließlich steht am 13. September die Entscheidung über den künftigen Landrat an.
Krankenhaus sorgt für kontroverse Nachfrage

Auch Bürgermeister Christian Belke konfrontierte Albrecht mit einer konkreten Nachfrage. Belke zeigte sich angesichts des Optimismus des AfD-Kandidaten zum möglichen Wiederaufbau des Krankenhauses in Holzminden verwundert. Er selbst habe damals zahlreiche Gespräche geführt, um das Krankenhaus zu retten, und verwies auf die hohen Kosten, die allein für die Erfüllung der Brandschutzauflagen anfallen würden. Seine Frage an Albrecht: Wie solle ein solches Vorhaben gegenfinanziert werden – und was lasse ihn glauben, dass er es besser machen könne?

Das Fazit der Besucherinnen und Besucher

Nach zweieinhalb Stunden endete die Veranstaltung. Bei den Besucherinnen und Besuchern fiel das Fazit überwiegend positiv aus. Jutta Klüber-Süßle und Ruth Koßmann lobten insbesondere die Vorbereitung der Moderatorin: „Ich fand die Veranstaltung sehr gut. Die Moderatorin war super und hat richtigerweise immer wieder auf die Unterschiede zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik aufmerksam gemacht.“

Auch Michael Kroggel nahm einen positiven Eindruck mit: „Ich fand es wirklich sehr interessant. Ich fühle mich besser und klarer aufgestellt für die anstehende Wahl.“

Wer die Antworten und Positionen der drei Landratskandidaten noch einmal nachvollziehen möchte, kann sich die Aufzeichnung der Podiumsdiskussion auf YouTube ansehen.

 

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Im Mittelpunkt müsse dabei immer die Lebensqualität der Menschen stehen. „Einbeck soll eine Stadt bleiben, in der Familien gerne leben, junge Menschen Perspektiven finden und ältere Menschen gut versorgt sind.“ Dazu gehörten gute Kitas und Schulen, eine verlässliche gesundheitliche Versorgung, bezahlbarer Wohnraum sowie attraktive Sport-, Freizeit- und Kulturangebote.

Eine besondere Stärke Einbecks sieht Kopka im Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Vereine, Unternehmen und Ehrenamtliche trügen wesentlich dazu bei, dass die Stadt und ihre Ortschaften lebendig und lebenswert seien.

„Dieses Engagement möchte ich stärken. Als Bürgermeister möchte ich ein verlässlicher Ansprechpartner für alle Generationen und für die Menschen in allen 46 Ortschaften sein. Gemeinsam können wir Einbeck weiterentwickeln – mit klaren Prioritäten, verantwortungsvollen Entscheidungen und einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen“, so Kopka abschließend.

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Auftrageber, finanziert durch und V.i.S.d.P: SPD-OV Einbeck, Knochenhauerstr. 7, 37574 Einbeck

Video: Florian Spieker

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